Allgemeine Berichte | 15.01.2025

Mehr Chancengerechtigkeit durch Startchancen-Programm

Neuwied setzt auf Bildung und soziale Teilhabe

Neuwied. Mit dem Startchancen-Programm des Bundes sollen Kinder und Jugendliche aus armutsgefährdeten Familien bessere Startbedingungen für ihre schulische Laufbahn erhalten. Bürgermeister Peter Jung betont, wie wichtig es ist, Bildungsungleichheiten abzubauen und Chancengerechtigkeit zu fördern: „Das Programm setzt erfreulicherweise gezielt dort an, wo der Bedarf am größten ist – und arbeitet unter anderem mit Kennzahlen wie der Anzahl der Kinder, die an der unentgeltlichen Schulbuchausleihe teilnehmen, sowie dem Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Dieses Vorgehen ist richtig und wichtig, doch wir dürfen nicht bei der Schule Halt machen. Kinderarmut macht sich nicht nur zwischen dem ersten und letzten Läuten der Schulklingel bemerkbar und zeigt sich nicht nur im Unterricht, sondern auch in beengten Wohnverhältnissen oder fehlenden Rückzugsorten zum Lernen,“ erklärt Jung.

Besonders begrüßt der Bürgermeister, dass mit der Marienschule, der Geschwister-Scholl-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule gleich drei Neuwieder Grundschulen in das Programm aufgenommen wurden. Kritisch sieht er jedoch, dass die Sonnenlandschule außen vor geblieben ist, obwohl auch hier die dem Förderprogramm zu Grunde liegenden sozialen Faktoren gegeben sind und ein deutlicher Unterstützungsbedarf besteht, auf welchen Schulleitung und Kollegium sowie Schulsozialarbeit immer wieder aufmerksam machen. „Die Fördermittel sind zwar an die ausgewählten Schulen gebunden, doch wir setzen alles daran, dass auch die Sonnenlandschule und andere Schulen von den Konzepten und Angeboten profitieren können. Die Stadtverwaltung ist bereits in engem Austausch mit den am Programm teilnehmenden Schulen,“ teilt Jung mit.

Neben den Maßnahmen des Startchancen-Programms betonte der Bürgermeister auch die Bedeutung der Schulsozialarbeit. Zusätzliche 1,5 Stellen sollen künftig an städtischen Grundschulen geschaffen werden, um die Schulgemeinschaften zu stärken und Kindern gezielt Unterstützung zu bieten. Diese Maßnahme wird zu einem Großteil vom Land gefördert.

„Kinderarmut und Chancenungleichheit sind kein Schicksal, sondern lösbare Probleme, wenn wir den gemeinsamen politischen und gesellschaftlichen Willen dazu haben. In Neuwied setzen wir uns geschlossen dafür ein, mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu schaffen,“ fasst Jung zusammen.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Neuwied

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