SWN-Prinzenwiegen: Närrische Schwergewichte geben sich ein Stelldichein
Neuwieder Tollitäten in Popcorn, Chips und Kamelle aufgewogen
Neuwied. Wenn die Närrinnen und Narren wochentags kostümiert und im vollen Ornat an den Bushaltestellen stehen, dann ist Prinzenwiegen bei den Stadtwerken angesagt. Bequem aus den Stadtteilen abgeholt und später wieder nach Hause gebracht, verbringen die Karnevalisten in der zur bunten Narhalla umfunktionierten Fahrzeughalle in der Hafenstraße gemeinsam schöne Stunden. Bei Getränken und einer ordentlichen Stärkung freuen sich die Gecken und Jecken aller Couleur auf die seltene Gelegenheit zum Austausch untereinander. Die Party beginnt praktisch schon im Bus, wenn gemeinsam gesungen und die unterschiedlichen närrischen Grüße skandiert werden. Mit der Veranstaltung würdigen und bedanken sich die Stadt Neuwied und ihre einhundertprozentige Tochter bei den Karnevalisten für deren ehrenamtliches Engagement für den Erhalt von Traditionen und das Lebendig halten des Brauchtums. Monetär gar nicht zu beziffern sind die vielen Angebote der Vereine. Angefangen bei den Umzügen, über die Saalveranstaltungen bis hin zum Training der Kinder und Jugendlichen in den Show- und Gardetanzgruppen. Im Mittelpunkt des vergnüglichen Abends, unter Beisein von Hausherr und SWN-Direktor Stefan Herschbach und Oberbürgermeister Jan Einig, stand natürlich das Prinzenwiegen. Hier gaben sich die unterschiedlichen Tollitäten ein Stelldichein und lösten die Frage auf, wer denn die größten Schwergewichte sind? Da waren die Kinder natürlich raus und Gentlemen like die Obermöhnen ebenfalls. In Ermangelung weiterer Prinzen blieben als Prinz Sven I. und ihre Lieblichkeit Sarah (Preußiger) aus Heimbach-Weis und Prinz Uli II. (Bell) mit Jungfrau Harriet (Harald Stange) und Bauer Mirko (Hillenbrand). Mit dem deutlich kleineren Gefolge waren die Roochdörfler natürlich klar im Hintertreffen. Aber natürlich ging es nur symbolisch um das Gewicht auf der Waage. Ob kleine oder große Tollitäten, alle nahmen einen auskömmlichen Teil an den 2,4 Tonnen Kamelle, 300 Sack Popcorn, 100 Karton Chips, 1.500 Tafeln Milka Schokolade und 300kg Haribos mit nach Hause. Zum 13. Mal fand das Prinzenwiegen seit 2011 statt. Nur die Corona-Jahre bildeten eine Ausnahme. Und doch war dieses Jahr ein ganz besonderes: Dass die SWN nun wirklich ein Unternehmen von vor Ort ist, zeigte sich im Verlauf des Abends. Unter den eingeladenen Kostümierten waren etliche, die hier ohnehin beruflich zuhause sind. Allen voran Prinz Sven I. (Preußiger) aus der Verwaltung und Obermöhn Heike Gladeck, Teamleiterin im Dialogzentrum. Ihre Protokollarin Andrea Haupt ist Geschäftsfeldleiterin Energie. Die Unkler Barhocker eröffneten das Prinzenwiegen musikalisch. Es folgte die Vorstellung und das Wiegen des Kinderprinzenpaares aus Oberbieber. Auf Prinz Lennart (Holzkämper) und Mia I. (Zimmermann) folgte der Nachwuchs aus der Karnevalshochburg Heimbach-Weis. Kinderprinz Sebastian (Wiese) und Kinderprinzessin Lulu (Riba) wurden standesgemäß von der prächtigen Heimbach-Weiser Prinzengarde zur Bühne begleitet. Dudelsack Weltmeister Ralf Eisel leitete zu den Obermöhnen über. Mit „Vür bäi – on hinne avjedaut“ stellte sich Sabine II. (Wertgen) vor. „Bat Nau“ sowie „Im Herzen bunt“ hieß es bei Kathrin I. (Hahn) aus Gladbach und „Ömmer parat“ bei Heike (Gladeck). Im großen Finale stiegen dann besagte Prinzen von Heimbach-Weis und Gladbach auf die Waage. Das von Martin Schultheiß, dem Präsidenten der KG-Gladbach, flott und unterhaltsam moderierte Programm, begeisterte mit der ein oder anderen Überraschung. Beispielsweise hinterließ die Tanzgarde Fidele Sandhasen einen tollen Eindruck. Sie lieferten einen Gardetanz par excellence ab. Bruce Kapusta, der Profi an der Trompete, sorgte für Gänsehaut, Stimmung und Emotionen. Stimmungsvoller hätte das Programm nicht ausklingen können. Und wieder einmal wurde das Prinzenwiegen für die Neuwieder Karnevalisten zu einem beliebten Höhepunkt in der Session.
FF
Für einen „wow Effekt“ sorgten die Fidelen Sandhase mit einer großartigen Gardetanz Darbietung.
Das Prinzenwiegen ist für die Karnevalisten aus den unterschiedlichen Stadtteilen immer eine Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.
Bruce Kapusta, der Profi an der Trompete, verzaubert mit Stimmung, Gänsehaut und Emotionen.
