AG für Steinindustrie feierte 100-jähriges Bestehen
Neuwieder Unternehmen neu aufgestellt – Bereit für die Zukunft
Neuwied. Auf Burg Namedy beging die AG für Steinindustrie ihr 100-jähriges Bestehen. Neben dem Rückblick stand die Feierlichkeit gleichermaßen im Zeichen der Zukunft. „Ich werde das Unternehmen in Deinem Sinne mit viel Leidenschaft weiterführen“, versprach die neue Hauptaktionärin Maren Hassel-Kirsche ihrem Vorgänger und Großvater Erwin Hassel. Dass neben den Mitarbeitern auch Lieferanten, Kunden und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung mitfeierten, entspricht der Unternehmensphilosophie, in der das partnerschaftliche Miteinander auch im wirtschaftlich schwierigen Umfeld, ein Garant für den langfristigen Erfolg ist. „So ein 100-jähriges Jubiläum ist ein Moment zum Innehalten, Besinnen und Danke zu sagen. Vor allem für Ihren unermüdlichen Einsatz in schweren Zeiten“, sagte Maren Hassel-Kirsche. 2009, als Erwin Hassel, 77-jährig das Unternehmen mit Mut und Weitsicht übernahm, war so eine Zeit. Mit einem neuen Management stellte er die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. „Heute blicke ich mit Stolz zurück. Wir sind wieder konkurrenzfähig, die Immobilien und Produktionsstätten sind auf dem neuesten Stand der Technik und die Rohstoffreserven reichen für die nächsten Jahrzehnte“, resümierte Erwin Hassel. 2017 hatte er dem Unternehmen mit dem neuen Geschäftsführer Duo, Cornelius Kirsche und Wolfgang Pitzen, zusätzliche Dynamik verliehen. Wolfgang Pitzen, der seinen Vater Harald, selbst langjähriger Vorstand, schon als Kind in die Gruben begleitete, blickte auf die Meilensteine in der Firmengeschichte zurück. Angefangen 1921, als die Unternehmensgründer das Potenzial für Baustoffe erkannten. 1924 übernahm Friedrich Fürst zu Wied das Unternehmen. „Im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten ist das Unternehmen bei Mitarbeiterführung und Arbeitssicherheit nicht mehr wiederzuerkennen“, konstatierte Wolfgang Pitzen. Die Stein AG habe sich flache Hierarchien verordnet und pflege eine offene Feedbackkultur mit den Mitarbeitern und Partnern. „Wir haben ein offenes Ohr für die Bedürfnisse unserer Kunden“, unterstrich Cornelius Kirsche und präsentierte das Ergebnis in Form dreier Unternehmensneugründungen in diesem Jahr. Die HKP – Stein & Erden Recycling GmbH betreibt ein Handelswarengeschäft und trägt dem steigenden Bedarf an Recycling Material Rechnung. Mit der STEINAG B.V. werden neue Wege im Im- und Export beschritten. Die VULCOnnect ist die Antwort auf Kapazitätsengpässe der Branche im Bereich der Logistik. Ein Imagefilm der Stein AG vermittelte den Festgästen die besondere Verantwortung des Managements für die Natur. Der Abbau der Rohstoffe sei keine zerstörerische Kraft, sondern der Wandel der Landschaft. Wie positiv dieser sein kann, ist im Vogelschutzgebiet Engerser Feld mit seinen Seen zu betrachten. Hier begann die Geschichte der Stein AG mit dem Abbau von Kies. 1970 erfolgt der Schritt über den Rhein. Heute werden Werke mit ökologischen Rohstoffen in Ochtendung, Plaidt, Brenk und Nickenich betrieben. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 79 Mitarbeiter auf beiden Rheinseiten. Von einer neuen Ära sprach Ralf Wagner. Der Betriebsratsvorsitzende dankte Erwin Hassel für die Rettung des Unternehmens. Lobend, verbunden mit dem Wunsch zur Fortsetzung des kurzen Dienstwegs, äußerte sich Ralf Wagner über das Geschäftsleitungsduo. Cornelius Kirsche und Wolfgang Pitzen hätten bereits viel Positives bewegt. „Wir Mitarbeiter stehen hinter der Stein AG. Auf die nächsten 100 Jahre“, verkündete der Betriebsratsvorsitzende.
Pressemeldung der
Aktiengesellschaft
für Steinindustrie
