Allgemeine Berichte | 07.10.2016

Lokaler Teilhabekreis „Mendig verbindet“ hatte eingeladen

„Nicht am Rand, ihr seid in der Mitte“

Erstes inklusives Oktoberfest war ein voller Erfolg - Verantwortliche denken bereits über zweite Auflage nach

„Nicht am Rand, ihr seid in der Mitte“

Mendig. Vor einigen Jahren wurde der Lokale Teilhabekreis „Mendig verbindet“ von ehrenamtlich engagierten Einwohnern der Stadt Mendig sowie von Bewohnern und Mitarbeitern des Mendiger Caritas Zentrums gegründet. Er setzt sich aus Bürgern mit und ohne Behinderung zusammen, die sich regelmäßig treffen, um aktuelle Themen zu bearbeiten, sich auszutauschen sowie neue Kontakte und Aktionen zu planen. Außerdem setzen die Mitglieder sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinde teilhaben, es mitgestalten und sich aktiv beteiligen können. Im Rahmen eines solchen Treffens entstand auch die Idee zur Ausrichtung eines Inklusiven Oktoberfestes in Mendig. Während es im Caritas Zentrum bereits Tradition ist, am letzten Freitag im September ein Oktoberfest zu feiern, bestand die Idee des lokalen Teilhabekreises nun darin, dieses Fest ganz im Sinne der Inklusion zu öffnen und es mitten in die Gemeinde zu verlegen, um neue Kontakte zu knüpfen und mit möglichst vielen Gästen gemeinsam zu feiern.

Heinz Lempertz, der den Teilhabekreis bereits bei seiner Aktion zum europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung im vergangenen Jahr mit der Ausrichtung einer Stadtführung durch Mendig unterstützt hatte, stellte für das Oktoberfest nicht nur die Räumlichkeiten und das Außengelände seines „Albertinum“ zur Verfügung, sondern bot als besonderes Highlight auch eine Führung durch die Brauerstraße mit ihren ehemaligen zwölf Brauereistandorten an, um allen interessierten Gästen thematisch passend zum Oktoberfest einen Überblick über die Geschichte des Mendiger Bieres zu geben. Da Heinz Lempertz jedoch leider Probleme mit der Stimme hatte, erklärte der Thürer Bierdozent Siegfried Schüngel sich kurzfristig bereit, dem höchst engagierten Mendiger Ehrenamtler seine Stimme zu „leihen“. Selbstverständlich hatte Heinz Lempertz es sich nicht nehmen lassen, ebenso wie fast alle Gäste im urigen bayerischen Outfit an der Führung teilzunehmen.

„O´zapft is!“ vorm Albertinum

Anschließend hieß es auf dem Gelände vor dem Albertinum: „O´zapft is!“ Bei frisch gezapftem Oktoberfestbier und leckeren bayerischen Schmankerln, die unter anderem von einigen DVG-Mitgliedern am Grill zubereitet wurden, ließen es sich die rund 150 Teilnehmer, darunter Männer und Frauen mit geistigen und körperlichen Handicaps sowie Nichtbehinderte unter dem Motto „Ihr seid nicht am Rand, Ihr seid in der Mitte“ so richtig gut gehen. Besonders spannend wurde es bei der Prämierung der schönsten Dirndl, bzw. Seppl-Hosen durch eine vierköpfige Jury. Während Daniela Bresik für ihr zauberhaftes Dirndl mit dem ersten Preis belohnt wurde, präsentierte Andreas Henseler (Platz zwei) sich in fescher Lederhose und bayerischem Hut. Angela Wasserburger, die sich ebenfalls in einem tollen Oktoberfest-Outfit vorstellte, freute sich über den dritten Platz.

„Angesichts des enormen Interesses und der tatkräftigen Unterstützung, die uns und unserer Idee bisher zu teil wurden, denken wir schon jetzt über eine zweite Auflage der Veranstaltung im nächsten Jahr nach“, so Melanie Schuth, Mit-Veranstalterin und Leiterin des Bereiches Wohnen in der Gemeinde Mendig. Alexander Müller, Beigeordneter der VG-Mendig, der es sich ebenfalls nicht hatte nehmen lassen, dem inklusiven Oktoberfest einen Besuch abzustatten, gratulierte den Veranstaltern zu dem vortrefflich gelungenen Fest. FRE

„Nicht am Rand, ihr seid in der Mitte“
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