Verein Niederbieberer Bürger präsentiert sein neues Jahresheft
Niederbieber - einst und jetzt
Neuwied-Niederbieber. Das neue Jahresheft des Vereins Niederbieberer Bürger „Unser Niederbieber einst und jetzt“ liegt jetzt ganz druckfrisch vor. Die 39. Ausgabe ist ein wenig fülliger geworden, als die bisherigen Ausgaben. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis gibt die Erklärung.
Eingebettet in den Rückspiegel 2018 von Anita Trostel, die die Aktivitäten des Vereins im Jahreslauf schildert, und der Chronik 2018 von Bernd Siegel, in der von den Begebenheiten im Ort berichtet wird, erzählen 20 Wort- und Bildbeiträge der unterschiedlichen Autoren über Niederbieber einst und jetzt.
„Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?“, fragt Beate Busch-Schirm und erläutert die Vorarbeiten zu dem geplanten dritten Familienbuch, in dem Familien und Einzelpersonen von Niederbieber, Segendorf und Torney dargestellt werden, die in der Zeit von 1900 bis 1970 dort gelebt haben. Öffentlich vorgestellt wird es voraussichtlich im Oktober/November 2019 in Niederbieber.
Von dem neu gegründeten Senioren-Computerclub, der sich regelmäßig im Backhaus trifft und guten Zuspruch hat, berichtet Klaus Schweingruber.
Dass von der frühen Neuzeit bis ins frühe 20. Jahrhundert das gräfliche Haus Sayn-Wittgenstein einen Hof in Segendorf besaß, der vornehmlich dem Weinbau diente, wissen wohl noch die wenigsten Bürger. Hierzu gibt der Beitrag „Weinbau in Niederbieber-Segendorf“ von Arno Schmidt einen interessanten Einblick.
Den Jubiläen, 10 Jahre Buch und Billig im Backhaus, 55 Jahre Inselgemeinschaft und 80 Jahre Torney sind die Beiträge von Anita Trostel , Tim Rönz und Rudolf Höhler gewidmet. Über das Haus Kehrein in der Aubachstraße 112 und seine Renovierung berichtet Beate Busch-Schirm.
Der Nachbar Hani spielt die Hauptrolle in dem Beitrag von Dieter Werhand, der am Schluss seiner Schilderung feststellt, dass eine gute Nachbarschaft ein Gewinn für beide Seiten ist.
Rückblicke lassen Geschichte lebendig werden
Günther Galla und Anita Trostel widmen sich mal wieder der Niederbieberer Mundart und Brigitte Müller gibt einen Rückblick auf ihre gefährliche, arme Jugend. Ebenfalls nostalgisch wird es auch in der Erzählung von Lotte Kohl. Ihre Eltern unterhielten in früheren Jahren eine kleine Biberfarm. Es war ihr bewusst, dass es eigentlich Nutrias waren, aber für sie und ihre Familie waren es, passend zu Niederbieber, immer Biber.
In den Geschichten vom alten Kastell schildert Edda Perske die fiktiven Erlebnisse des Atratinus Galba in der Therme im Kastell Niederbieber. Die Geschichte endet damit, dass Atratinus nach dem Bad in seine Lieblingstaverne im Vicus geht. Achim Maur nimmt das zum Anlass, um über die Kneipenkultur in Niederbieber zu berichten. Da werden Erinnerungen an alte Gaststätten und ihre Wirte wach. Dazu gibt es eine vierseitige Fotostrecke mit historischen Aufnahmen.
Es ist eine gute Gepflogenheit, dass Friedel-Wulf Kupfer mit einem Beitrag im Jahresheft vertreten ist. In diesem Heft geht es um die Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges in Niederbieber.
Damit die jüngeren Jahrgänge und Niederbieberer Neubürger wissen, worum es geht, wenn alte Straßenbezeichnungen auftauchen, hat Anita Trostel Straßen, Wege und Plätze im Niederbieberer Sprachgebrauch aufgelistet. Den Schluss bilden die Erklärung des Suchbildes von 2018 und das neue Suchbild 2019.
Da die Postkarte in 2019 ihr 150. Jubiläum feiert, kann man auch Ansichten von Niederbieber auf Postkarten im Backhaus erstehen. Die schönen Postkarten sind auf der Rückseite des Einbandes dargestellt. Dem VNB ist wieder ein lesenswertes und in informatives Jahresheft gelungen. Es wird den Mitgliedern kostenlos zugestellt. Nichtmitglieder können es gegen eine Schutzgebühr von 1 Euro mittwochs von 19 bis 21 Uhr und jeden ersten Dienstag im Monat von 15 bis 18 Uhr im Backhaus erwerben.
Pressemitteilung des Vereins
Niederbieberer Bürger
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