Allgemeine Berichte | 14.12.2021

DRK Ortsverein Weibern - Spendenübergabe von 50.000 Euro

Noch immer im Dauereinsatz

Stefanie Nett und Bernd Schricker bei der Spendenübergabe an Cornelia Weigand. Foto: privat

Weibern. Seit der Alarmierung der SEG-V Einheit am Mittwochabend, 14. Juli, befinden sich die Helfer des DRK Ortsvereins Weibern anlässlich der Flutkatastrophe im Einsatz.

Der DRK Ortsverein Weibern stellt im DRK Kreisverband Ahrweiler, im Katastrophenschutz die SEG-V (Schnelle Einsatzgruppe Verpflegung).

Bereits am Abend des 14. Juli wurden durch den Ortsverein Getränke besorgt, warme Mahlzeiten zubereitet und diese in das Krisengebiet gebracht, um die Einsatzkräfte sowie die betroffene Bevölkerung vor Ort sofort zu versorgen.

In den darauffolgenden Tagen der Flutkatastrophe versuchten Helfer des Ortsvereins in die abgelegenen und zum Teil nicht zugänglichen Ortschaften vorzudringen und zu ermitteln, welche Hilfe oder Bedarfsgüter insbesondere dort dringend benötigt wurden.

So wurden neben der Verpflegung von Einsatzkräften, ehrenamtlichen Helfern, Betroffenen und Anwohnern dem Bedarf entsprechende Sachspenden entgegengenommen und in den Ortschaften an die Bedürftigen verteilt. Auch der DRK-Ortsverband erlebte eine Welle der Hilfs- und Spendenbereitschaft, welche sie schier überwältigt aber auch rein logistisch gefordert hat.

Doch auch jetzt, 21 Wochen nach der Flutkatastrophe, werden durch die Helfer des Ortsvereins mehrmals wöchentlich die von der Flutkatastrophe betroffenen Ortschaften besucht und der Kontakt zu der Bevölkerung gehalten. So kann den Anwohnern, sowie den vor Ort eingesetzten Helfern, weiterhin Unterstützung angeboten werden. Neben der Ausgabe von Snacks, Kaffee, Hygieneartikeln, Arbeitsmaterial und Lebensmitteln bieten die Helfer des Ortsvereins stets ein offenes Ohr an und spenden den Betroffenen in ihren Gesprächen Trost und Hoffnung. Unsere Helfer sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Gemeinschaft und in manchen Fällen auch zu Freunden geworden.

Als ein positives Beispiel für die Arbeit im Katastrophengebiet möchte der Ortsverband das Feedback von Ulla Dismon aus Liers exemplarisch anführen. Sie erzählte, dass die SEG-V für sie der erste Kontakt in Liers als Hilfsorganisation gewesen sind und unmittelbar nach der Flut präsent war. Sie dankte auch im Namen weiterer Anwohner und ließ die Helfer wissen, dass die Hilfe gerade in dieser ersten Phase unverzichtbar war und den Menschen eine große Unterstützung - physisch sowie psychisch - gewesen ist. Diese Art von Rückmeldungen sind und bleiben Antrieb und Motivation.

Besonders zu erwähnen ist die Bevölkerung für ihre großzügige Hilfs- und Spendenbereitschaft, durch die den Betroffenen in dieser schwierigen Situation Unterstützung und dem DRK Ortverein Weibern die Möglichkeit geboten wurde, die erforderliche Hilfe anzubieten und direkt an die Betroffenen weiterzugeben.

So wurden dem DRK Ortsverein Weibern unter anderem insgesamt eine Summe von 50.000 Euro Spendengelder zugetragen, welche durch Bernd Schricker (Vorsitzender) und Stefanie Nett (Bereitschaftsleiterin/stellvertretende Vorsitzende) an die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Frau Weigand, übergeben wurde. Bei der Verbandsgemeinde Altenahr handelt es sich um ein von der Flut stark betroffenes Gebiet. Verbandsgemeindebürgermeisterin Cornelia Weigand sprach von mindestens 100 Millionen Euro Schäden nur an den Gemeindestraßen. In manchen Gemeinden seien nahezu alle Häuser beschädigt. Drei von fünf Schulen der Verbandsgemeinde sind laut Weigand nicht mehr nutzbar. Das Geld soll nun zielgerichtet in akute Nothilfe, mittelfristige Hilfe und für den Wiederaufbau eingesetzt werden.

Der DRK Ortsverein Weibern fühlt sich den Menschen im Flutgebiet sehr verbunden, es ist auch ihre Heimat, die hier schwer beschädigt wurde. Die Flutkatastrophe hat alle mitten ins Herz getroffen. In den Reihen der Mitglieder gibt es sowohl selbst Betroffene, betroffene Angehörige und Freunde sowie Arbeitskollegen und Bekannte, welche in dieser Nacht alles verloren haben. Deshalb ist es eine Herzensangelegenheit, die Menschen auch weiterhin nach Kräften zu unterstützen. Daher werden gerne weiterhin Geldspenden angenommen, um mit diesen zielgerichtet helfen zu können. Bitte von Sachspenden trotz allem guten Willen absehen, da der Bedarf und die Lagerkapazität sowie die Haltbarkeit von Lebensmitteln die Helfer vor große Herausforderungen stellen würden. Spendenkonto DRK Ortsverein Weibern: Volksbank RheinAhrEifel, IBAN: DE30 5776 1591 0452 4418 00, BIC: GENODED1BNA. Für eine Zuwendungsbestätigung wird um Angabe der Adresse gebeten.

Stefanie Nett und Bernd Schricker bei der Spendenübergabe an Cornelia Weigand. Foto: privat

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