Allgemeine Berichte | 10.01.2019

Team von 25 ehrenamtlichen Personen begleitete Angehörige, Opfer und Rettungskräfte

Notfallseelsorge Rhein-Lahn leistete 68 mal Erste Hilfe für Seele

Rhein-Lahn-Kreis. 68 Einsätze verzeichnete die Notfallseelsorge Rhein-Lahn im Jahr 2018. Ob nach einem Verkehrsunfall, einem Suizid oder anderen tragischen Ereignissen – wenn Menschenleben in Gefahr sind oder der plötzliche Tod Angehörige verzweifeln lässt, wurden im Rhein-Lahn-Kreis nicht nur Rettungskräfte und Ärzte angefordert, sondern auch die Notfallseelsorge, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr 175 Stunden im Einsatz waren.

Zwischen 10 Minuten und acht Stunden dauerten die Einsätze der Frauen und Männer im Ost- und im Westteil des Kreises. Alarmiert wurden sie in 50 Fällen von der Rettungsleitstelle in Montabaur, einige Male auch von Polizei, Feuerwehr oder Betroffenen und Angehörigen. Die Einsatzzeiten lagen etwa gleich verteilt am Morgen, Mittag und Abend; sechsmal kam der Alarm in der Nacht. Nach wie vor stellt der plötzliche häusliche Tod mit 23 Alarmierungen den häufigsten Einsatzgrund dar, 15 mal wurde eine Todesnachricht überbracht, außerdem wurde die Notfallseelsorge unter anderem bei acht Verkehrsunfällen und 15 mal im Zusammenhang mit einem Suizid angefordert. Besonders viele Einsätze gab es in den Sommermonaten Juli und August.

Im 17. Jahr des Bestehens der Notfallseelsorge, die auch „Erste Hilfe für die Seele“ genannt wird, gehören 25 Personen zum Team der Notfallseelsorge, zwölf im Ost- und 13 im Westteil des Kreises, acht Frauen und 17 Männer. Neun Personen des Teams arbeiten hauptamtlich in der evangelischen oder der katholischen Kirche. „Trotz einer starken Werbekampagne der Landeskirche konnten keine neuen Pfarrpersonen für die Notfallseelsorge Rhein-Lahn gewonnen werden“, stellt deren Leiterin, Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach in ihrem Jahresbericht fest, die auch die Notfallseelsorge im Westerwaldkreis leitet.

Immer auf der Suche

nach geeigneten Menschen

Deshalb stand 2018 neben qualifizierten Fortbildungen auch die Werbung um neue Einsatzkräfte auf der Agenda. „Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Menschen, die unsere Arbeit unterstützen“, so Braun-Steinebach. Die Pfarrerin bietet jedes Jahr einen regionalen Grundkurs zur Notfallseelsorge vor Ort im Landkreis an und bildet im Zentrum Seelsorge und Beratung der Landeskirche zusätzlich in einem Grundkurs neue Kräfte aus. Von der Bewerbung über ein ausdifferenziertes Zulassungsverfahren bis hin zum Grundkurs mit 80 Ausbildungsstunden und der Aufnahme in das Team der Aktiven vergehe inzwischen mindestens ein ganzes Jahr, so die erfahrene Seelsorgerin.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit im Jahr 2018 galt der Einbindung der Notfallseelsorge in die Entwicklungen des Katastrophenschutzes im Rhein-Lahn-Kreis. In diesem Zusammenhang wurden einzelne Personen für eine Mitarbeit in der „technischen Einsatzleitung“ der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zur zielgerichteten Führung und Koordination aller Einsatzkräfte während einer Großschadenslage ausgebildet.

Wer sich für die Mitarbeit in der Notfallseelsorge Rhein-Lahn interessiert, kann sich mit Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach in Verbindung setzen unter Telefon 0 26 02-95 04 59 oder E-Mail nfs.ww@t-online.de.

Pressemitteilung

Dekanat Nassauer Land

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Blumen Meyer Neueröffnung
Brunchanzeige
Werbeplan 2026
Anzeige Reinigungskraft
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
140

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
37

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
139

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
106

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
49

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

Kirmes Polch 2026
online Anzeige Konekt Wirges
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Suchen Auslieferungsfahrer
Lava Grill Buffet
Floristik Meyer
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Kirmes in Löhndorf
Löhndorfer Kirmes
Kirmes in Löhndorf
Kirmes Löhndorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim