Aktionsstände in Stadt und Kreis Neuwied informieren zum Thema „Gewalt in engen sozialen Beziehungen“
Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen
Kreis Neuwied. „Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen!“ - was die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Kreis Neuwied fordern, wird auch von Landrat Achim Hallerbach unterstützt. So nahm der Kreischef den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zum Anlass, sich gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten an zwei von insgesamt drei Informationsständen zum Thema Gewalt in Unkel, Rengsdorf und in der Neuwieder Innenstadt persönlich für die Verbreitung dieser Botschaft einzusetzen.
Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern machte der Arbeitskreis gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen unter Federführung der Interventionsstelle des Caritasverbandes auf die erschreckende Tatsache aufmerksam: Jede dritte Frau wird in ihrem Leben Opfer von Gewalt.
In den Gesprächen mit den Standbesuchern wurde immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, dass betroffene Frauen Hilfe und Unterstützung erhalten. „Die Gespräche sind oft sehr bewegend. Fast jedes Jahr kommen Frauen auf uns zu und bedanken sich für unsere wichtige Arbeit. Betroffene erzählen, wie sie sich selbst aus der Gewaltsituation befreien konnten oder was sie als Kind erlebt haben. Diese Gespräche berühren und motivieren, denn sie zeigen, wie wichtig unser Engagement ist“, sagt Daniela Kiefer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied.
Auch Landrat Achim Hallerbach zeigt sich solidarisch: Frauen sollen ihr Leben frei und ohne Gewalt und Bedrohung gestalten können! Deshalb haben wir in unseren Ausschüssen und im Kreistag erst kürzlich das Thema ‚Gewalt‘ diskutiert und unter anderem eine Erhöhung der Zuschüsse für Frauenprojekte beschlossen.“
Hintergrund des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen ist die Ermordung der drei Schwestern Mirabal auf Befehl des dominikanischen Diktators Rafael Trujillo im Jahr 1960.
Die sogenannte Istanbul-Konvention - das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt - regelt umfassend spezifische Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen in den Bereichen Prävention, Bekämpfung und Opferschutz. Obwohl in Rheinland-Pfalz bereits grundsätzlich gute Strukturen vorhanden sind, decken diese den Bedarf noch nicht ab.
Neben den Informationsständen gab es weitere Aktionen in den Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied - immer mit dem Ziel, das Thema öffentlich zu machen, zu sensibilisieren und die Hilfsangebote vor Ort bekannt zu machen. Hilfe und Unterstützung bieten neben der Interventionsstelle die Kinderinterventionsstelle, die Vereine Trotzdem-Lichtblick, der Weiße Ring und der Frauentreff Utamara. Weitere Kooperationspartner sind Polizei, Beratungsstellen und Jugendämter. Auch die KfD unterstützt das Netzwerk und zeigt sich solidarisch.
BA
Auch am Aktionsstand in der Kulturstadt Unkel machten die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Kreis Neuwied, unterstützt von Landrat Achim Hallerbach sowie dem Unkeler Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, auf das Thema „Gewalt gegen Frauen in engen sozialen Beziehungen“ aufmerksam.
Auch am Aktionsstand in Neuwied machten die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Kreis Neuwied, unterstützt von Landrat Achim Hallerbach sowie von Oberbürgerbürgermeister Jan Einig und Bürgermeister Peter Jung, auf das Thema „Gewalt gegen Frauen in engen sozialen Beziehungen“ aufmerksam. Fotos: Dagmar Leimpeters
