Diakonisches Werk im evangelischen Kirchenkreis präsentiert facettenreiche Beratungsdienste
Oberbürgermeister absolviert Antrittsbesuch
Koblenz. David Langner, neuer Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, hat sich vor Kurzem über die vielfältigen Facetten der Beratungsdienste und Angebote des Diakonischen Werkes im evangelischen Kirchenkreis Koblenz informiert. Sein Antrittsbesuch bot Gelegenheit, an Themen anzuknüpfen, mit denen er bereits als Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie von 2013 bis 2018 befasst war.
Ob Flüchtlingsarbeit oder Schuldnerberatung – Superintendent Rolf Stahl betonte eingangs, die „Gotteskindschaft aller“ sei eine theologisch anthropologische Aussage, die unumwerflich sei. Man verstehe sich auch als Kirchenkreis als Gemeinschaft aller diakonisch Tätigen und unterwegs seienden Initiativen und Rechtsformen wie zum Beispiel Stiftungen, Vereine oder Kindertagesstätten.
Diakonische Landkarte präsentiert
Iris Pfisterer-Dahlem, Leiterin des Diakonischen Werkes Koblenz, präsentierte eine diakonische Landkarte. Schwerpunkt seien die Dienste im Stadtgebiet Koblenz wie eine große Schuldnerberatungsstelle, die Beratungsstelle für Erziehungs-, Partnerschafts- und Lebensfragen und die Interkulturellen Dienste in der Mainzer Straße. Gemeinsam mit der Caritas tragen Ehrenamtliche der Diakonie die Koblenzer Bahnhofsmission. In diesem Bereich und bei anderen ehrenamtlichen Leitungsfunktionen zeichne sich gegenwärtig ein Generationenwechsel ab. Neue Kräfte seien „nur schwer zu finden“, merkt Superintendent Stahl an und hofft auf die gelingende Kooperation mit der Stadt.
Fachbereiche skizzierten Tätigkeitsfelder
Das Diakonische Werk Koblenz bietet seine Dienste an insgesamt acht Standorten im nördlichen Rheinland-Pfalz an. Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Fachbereiche nutzten die Begegnung mit dem Oberbürgermeister, um ihre Tätigkeitsfelder zu skizzieren.
Am Gespräch mit David Langner in der Koblenzer Superintendentur nahm auch Pfarrer Albrecht Bähr, Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, teil. Er merkte „ganz vorsichtig“ an, die Refinanzierung der Beratungsstellen lasse manchmal zu wünschen übrig. Gleichermaßen betroffen vom Problem der befristeten Arbeitsverträge in der Flüchtlingsarbeit seien Kommunen, Kirchen und das Land. Hier sieht Bähr die Ursache für den Fachkräftemangel in diesem Bereich. Aktuell beschäftige ihn nahezu täglich das Kita-Zukunftsgesetz und das sogenannte Kirchenasyl. „Wir haben hier auch demokratische Verantwortung“, bekräftigte er mit Blick auf das letztgenannte, politisch umstrittene Thema.
Außerdem angereist war Helga Siemens-Weibring, seit 2017 Beauftragte für Sozialpolitik beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. am Standort Düsseldorf und Mitglied der Kirchenleitung der evangelischen Kirche im Rheinland.
Es sei gut, zu wissen, dass ein Oberbürgermeister Sozialpartnerschaft und Subsidiarität nicht nur dem Namen nach kenne, sondern auch wisse, worum es sich handele.
Das Diakonische Werk Koblenz im Internet: www.diakonie-koblenz.de. Pressemitteilung
Evangelischer Kirchenkreis Koblenz
