Kath. Pfarreiengemeinschaft Remagen
Öffentliche Feier von Gottesdiensten
Remagen. Seit vielen Wochen sind keine öffentlichen Gottesdienste mehr erlaubt. An Ostern, dem höchsten Christenfest, ist uns besonders schmerzlich bewusst geworden, wie sehr uns dieses gottesdienstliche Feiern mit Anderen gefehlt hat. Nachdem nun die staatlich angeordneten Kontaktbeschränkungen und Versammlungsverbote, denen wir uns als Kirche angeschlossen haben, erste Erfolge zeigen, wird verständlicherweise auch der Ruf nach Lockerungen bezüglich des Gottesdienstverbots laut. Und auch das Bundesverfassungsgericht hat ja bestätigt, dass das Gottesdienstverbot ein schwerwiegender Eingriff in die Glaubensfreiheit darstellt, das einer Prüfung der Verhältnismäßigkeit zu unterziehen ist. Zugleich herrscht zu Recht die Mahnung zur Vorsicht: Nur keine neue Infektionswelle, die unser Gesundheitssystem überlastet. Beides gilt es zu berücksichtigen.
In Gesprächen auf Bundes- und Länderebene wurde sich geeinigt, dass die Kirchen alles vorbereiten, damit seit Sonntag, 3. Mai, wieder Gottesdienste mit größerer Beteiligung von Gläubigen gefeiert werden können. Die Betonung liegt auf „können“, denn es geht aktuell um Ermöglichung. Insofern kann es nicht darum gehen, alles auf einmal wieder einzuführen und so zu tun, als ob nichts wäre.
Erste Priorität sollen die Sonntagsmessen haben, wie sie bisher in der Gottesdienstordnung abgedruckt waren, sowie Gottesdienste im Zusammenhang mit Sterbefällen. Wo es darüber hinaus möglich ist, an Werktagen gemeinschaftlich die Heilige Messe zu feiern, soll das ebenfalls ermöglicht werden. Mit einem vorliegenden Schutzkonzept möchten die kath. Pfarreien in Remagen Erfahrungen sammeln und dann „Schritt für Schritt“ weitergehen. Die Gottesdienste werden unter strengen Auflagen gefeiert werden müssen. Die Situation ist noch weit entfernt von den gewohnten und unbeschwerten Gottesdienstversammlungen. Der gemeinschaftliche Aspekt der Messe wird immer noch nur eingeschränkt erlebbar sein. Vielleicht wird die Erfahrung des inneren Erlebens des Gottesdienstes dafür stärker sein. Die Erfahrung wird es zeigen. Die Umsetzung erfordert einiges an Kraft, Geduld und Organisation, sowie eine hohe Disziplin von allen Mitfeiernden! Die Haupt- und Ehrenamtlichen müssen sich gegenseitig unterstützen und sich dabei nicht überfordern. Es sollen und können nicht sofort wieder so viele Gottesdienste an so vielen Orten gefeiert werden wie bisher. Auch die Priester und liturgischen Dienste müssen sich zuerst an die Auflagen für die Gottesdienste gewöhnen. Denn es gilt weiterhin, gut darauf zu achten, das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu begrenzen. Ein behutsamer Einstieg in die Wiederaufnahme gemeinschaftlicher Gottesdienste scheint für alle gleich notwendig, der Schritt für Schritt gemeinsam begonnen wird.
