Allgemeine Berichte | 06.02.2019

Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V.

Ökologische Obstbautagung in Rheinbach

Staatssekretär Andy Becht und Bürgermeister Raetz eröffnen in Rheinbach größte Ökoobstbautagung im deutschsprachigen Raum.

Von links: Lothar Krämer (FÖKO West), Jürgen Zimmer (DLR Rheinpfalz), Andy Becht (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz), Stefan Raetz (Bürgermeister Stadt Rheinbach), Nikolaus Glocker (1. Vorsitzender FÖKO), Andreas Mager (FÖKO West).Foto: Thomas Kühlwetter

Rheinbach. Staatssekretär Andy Becht vom Ministerium Landwirtschaft und Weinbau Rheinland Pfalz und der Bürgermeister der Stadt Rheinbach Stefan Raetz begrüßten am vergangenen Freitag mehr als 140 Ökoobstbauern und Ökoberater in der Stadthalle von Rheinbach. Die größte Ökoobstbautagung im deutschsprachigen Raum findet jedes Jahr in einer anderen Region statt. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung von der FÖKO*- Regionalgruppe West und dem DLR Rheinpfalz im Bereich des Versuchsgutes Klein-Altendorf ausgerichtet. Weil die Teilnehmer in einer solch großen Zahl angereist waren und die Räumlichkeiten im Versuchsgut Klein-Altendorf nicht ausreichten, stellte die Stadt Rheinbach die Stadthalle zur Verfügung.

Staatssekretär Becht bekannte sich in seiner Rede zu dem von Bundes- und Landesregierung gesetzten Ziel, 20 Prozent Ökolandbau bis 2030 zu erreichen. Er hob die Bedeutung des Versuchsstandortes Klein-Altendorf insbesondere auch für den Bioobstanbau hervor und stimmte der Aussage des Berufsstandes zu, dass eine politisch gewollte Ausdehnung des Bioanbaus ohne gute Beratung und Versuchswesen nicht zu leisten sei.

In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Raetz darauf hin, dass der angrenzende Innovationspark der Städte Meckenheim und Rheinbach auf den wissenschaftlichen Input des Kompetenzzentrums Klein-Altendorf nicht verzichten könne. Er bezeichnete das Kompetenzzentrum als „Tankstelle des Wissens“, von dem Landwirte aber auch Bürger, Gewerbe und Stadt profitieren würden.

Der FÖKO-Vorsitzende Nikolaus Glocker mahnte an, dass Betriebe die Umwelt und Natur, betriebliche

Produktion und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut bringen, nicht durch die Anforderungen der Bürokratie und durch starre Vorgaben an der Schonung und Schaffung von natürlichen Ressourcen gehindert werden dürften. Er forderte „Lasst uns die Freiheit, der Natur und der Bevölkerung etwas Gutes zu tun“.

Auf der zweitägigen Veranstaltung stellten Wissenschaftler die neuesten Ergebnisse aus der Forschung zum Ökologischen Obstbau vor, so zu den zentralen Themen Züchtung neuer widerstandsfähiger Apfel- und Birnensorten, Biodiversität in den Obstanlagen und Strategien zur Regulierung von Krankheiten und Schädlingen. Aber auch agrarpolitische Themen standen auf dem Programm. Neben den Fachvorträgen fand auch eine Verkostung neuer Apfel- und Birnensorten statt, die möglicherweise für den ökologischen Anbau geeignet sind. Über die eigenen Obstanlagen hinaus wies am Freitagabend ein Vortrag zum Ökologischen Agroforstanbau im peruanischen Regenwald.

Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V. Der Verein mit Sitz im baden-württembergischen Weinsberg hat derzeit ca. 200 Mitglieder, die hauptberuflich ökologisches Tafelobst (Äpfel, Birnen, Steinobst und Beerenobst) anbauen.

Die FÖKO organisiert Tagungen und Einführungskurse zum ökologischen Obstbau und gibt die Fachzeitschrift „Öko-Obstbau“ heraus. Der Verein beteiligt sich an diversen Forschungsprojekten zum ökologischen Obstbau, z.B. zur Biodiversität in Obstanlagen und zur ökologischen Züchtung, und fördert so den Wissenstransfer und die Weiterentwicklung im Anbau.

Von links: Lothar Krämer (FÖKO West), Jürgen Zimmer (DLR Rheinpfalz), Andy Becht (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz), Stefan Raetz (Bürgermeister Stadt Rheinbach), Nikolaus Glocker (1. Vorsitzender FÖKO), Andreas Mager (FÖKO West).Foto: Thomas Kühlwetter

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