Allgemeine Berichte | 16.06.2023

Unternehmen aus MYK erhalten Auszeichnung

Ökoprofit macht Betriebe fit für die Zukunft

Landrat Dr. Alexander Saftig zeichnete das Berufsförderungswerk Koblenz aus Vallendar und die Firma Finzelberg aus Andernach für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Ökoprofit-Klub-Runde aus. Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen sowie der Stadt Koblenz.  Foto: Kreisverwaltung/M.Frank

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz führt seit 2011 das Projekt Ökoprofit durch. Dies erfolgt in Partnerschaft mit der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mainz-Bingen. Vier Betriebe aus Mayen-Koblenz haben erfolgreich an der aktuellen Ökoprofit-Klub-Runde teilgenommen. Die Urkunden wurden jüngst im Kreishaus durch Landrat Dr. Alexander Saftig an das Berufsförderungswerk Koblenz in Vallendar und die Firma Finzelberg GmbH & Co. KG in Andernach übergeben. Die beiden weiteren Unternehmen werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgezeichnet.

„Ökoprofit unterstützt Unternehmen bei dem Einstieg ins Umweltmanagement und ist ein wichtiger Baustein zum Erreichen der Klimaneutralität im Landkreis Mayen-Koblenz. Darüber hinaus ist Ökoprofit ein gelungenes Beispiel dafür, dass sich Ökonomie, Ökologie und Soziales gewinnbringend verbinden lassen“, betont Landrat Dr. Alexander Saftig. Hierbei werden alle Bereiche des Unternehmens, die eine Umweltrelevanz besitzen, durchleuchtet. Es wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt, Maßnahmen zur Optimierung entwickelt und diese dann sukzessive umgesetzt. Unternehmen, die die Einsteigerrunde erfolgreich hinter sich gebracht haben, können an sogenannten Klub-Runden teilnehmen. Unternehmen erhalten hier Informationen zu aktuellen rechtlichen und fachlichen Entwicklungen. Sowohl die Einsteigerrunden als auch die Klub-Runden schließen in der Regel mit Kommissionsprüfungen ab. Alle Unternehmen, die erfolgreich an einer Ökoprofit-Runde teilgenommen haben, erhalten eine Auszeichnung.

Ökoprofit als ständiger Begleiter

Das Berufsförderungswerk Koblenz (BFW) in Vallendar ist seit Beginn bei Ökoprofit dabei. Heinz Werner Meurer, Geschäftsführer des BFW, betont: „Seit dem Start unserer Teilnahme an Ökoprofit haben wir regelmäßig kleine Schritte umgesetzt, sodass wir nun im bundesweiten Vergleich zu anderen Berufsförderungswerken weit vorne liegen, was Energieeffizienz und Umweltengagement angeht.“ Stephanie Scheuch vom BFW hebt auch den engen Austausch mit anderen Ökoprofit-Unternehmen hervor: „Der Austausch mit anderen Unternehmen, aber auch den Kommunen, hilft neue Ideen zu entwickeln und voneinander zu profitieren.“ Besonders wichtig ist ihr die Menschen mitzunehmen, zum einen die Kollegen, aber auch die Teilnehmer an den Aus- und Weiterbildungen. Hierzu wird unter anderem jährlich ein Umwelttag im BFW durchgeführt. In den letzten Jahren wurden zudem vielfältige technische Maßnahmen umgesetzt: Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik, Erneuerung der Lüftungsanlagen, Ausbau der Fotovoltaikanlage, Umstieg auf Elektromobilität und in Kürze steht die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes an. Hervorzuheben ist auch die Förderung der Biodiversität auf dem sechs Hektar großen Gelände. So werden die Flächen weniger häufig gemäht und Blumenwiesen wurden angelegt. „Auch hier ist es wichtig, die Menschen zu informieren und teilhaben zu lassen, insbesondere auch die Anwohner im Umfeld des BFW. Durch das reduzierte Mähen der Flächen und die hohen Wiesen kam es zum Teil zu Verwunderung. Dem konnten wir aber durch Öffentlichkeitsarbeit und das Anlegen von sogenannten Akzeptanzstreifen, also gemähten Streifen entlang der Wege, entgegenwirken“, betont Scheuch.

Mit Ökoprofit viel erreichen

Die Firma Finzelberg GmbH & Co. KG aus Andernach ist zwar erst seit 2019 bei Ökoprofit dabei, aber seither wurde bereits viel erreicht. „Parallel zu Ökoprofit haben wir eine Zertifizierung nach ISO 14001 also einer internationalen Umweltmanagementnorm umgesetzt. Dies war nur dank Ökoprofit und der Beratung durch Arqum möglich“, sagt Dietmar Kaiser, Geschäftsführer der Firma Finzelberg. Arqum wurde seitens der Kommunen mit der Betreuung des Ökoprofit-Prozesses beauftragt. Wadim Pfaff, Energieberater bei der Firma Finzelberg, betont, dass das Unternehmen durch jeden Workshop, der im Rahmen von Ökoprofit durchgeführt wurde, profitiert habe. „Die Umstellung auf nachhaltige Produkte, die Entsorgung von ausgedienten elektronischen Geräten über eine Gesellschaft, die Menschen mit Behinderungen beschäftigt, oder die Reduktion von Abfall, sind nur einige wenige Beispiele“, sagt Pfaff. Zudem ist es auch für die Firma Finzelberg unerlässlich, alle Mitarbeiter an den Maßnahmen teilhaben zu lassen. „Über das Projekt Energiescouts führen wir unsere Auszubildenden an den effizienten Umgang mit Energie heran. Der unvoreingenommene Blick der jungen Menschen hat bereits geholfen, Energieeinsparungen zu realisieren“, so Wadim Pfaff.

Beide Unternehmen sind sicher, dass Ökoprofit ein wichtiger Baustein zum Erreichen der Klimaneutralität ist. Die Firma Finzelberg strebt eine Klimaneutralität bis 2025 an, das Berufsförderungswerk will diese bis 2026 erreichen. Neben dem Berufsförderungswerk in Vallendar und der Firma Finzelberg in Andernach, haben auch die Massivhaus Mittelrhein GmbH aus Mendig sowie die thyssenkrupp Rasselstein GmbH aus Andernach erfolgreich an der Ökoprofit Klubrunde teilgenommen.

Im Herbst startet im Landkreis Mayen-Koblenz eine neue Einsteigerrunde des Ökoprofit-Projekts. Mehr Informationen hierzu erhalten interessierte Unternehmen bei Dr. Rüdiger Kape von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Integrierte Umweltberatung, Tel. 02 61/1 08-4 20, E-Mail Ruediger.Kape@kvmyk.de oder bei Frank Beilstein von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein, Tel. 02 61/1 08-2 84, E-Mail Frank.Beilstein@kvmyk.de

Pressemitteilung Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Landrat Dr. Alexander Saftig zeichnete das Berufsförderungswerk Koblenz aus Vallendar und die Firma Finzelberg aus Andernach für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Ökoprofit-Klub-Runde aus. Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen sowie der Stadt Koblenz. Foto: Kreisverwaltung/M.Frank

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