Allgemeine Berichte | 26.06.2025

„Offene Gärten der Ahr“

Altenahr. Hinter der Altenahrer Pfarrkirche rechts abbiegen und die Straße hochgehen: Schon kommt man im Jahre 1599 und „Ufm Marck“ an. 225 Jahre später wird mit der Bezeichnung „auf’m Markt“ schon klarer, wo genau man sich im Ort befindet. Die neuzeitliche Wandtafel von 2021 berichtet noch mehr: Zwischen 1920 und 1940 war der Markt in Altenahr ein idyllisches Fleckchen Erde, geschmiegt an die romanische Kirche Mariä Verkündigung, eingefasst von hohen Buchenhecken, einem mächtigen Walnussbaum und einer großen Robinie. Und jeder, der mit seinen Nachbarn in aller Ruhe ins Gespräch kommen wollte, nahm einen Stuhl und setzte sich vor die Tür.

Das kann am Samstag, 5. Juli, zwischen 15 und 18 Uhr ähnlich werden. Die Besitzer des Hauses „Am Markt 8“, Stefan Görres, gebürtiger Altenahrer, und seine Frau Karin Luckey haben viel zu erzählen, wenn sie in der Eventreihe „Offene Gärten der Ahr“ maximal 20 Gäste über geschichtsträchtigen Boden führen. Einige Häuser am Markt stehen nicht mehr, andere haben längst neue Besitzer. Das Haus Görres/Hupperich allerdings ist seit Mitte der 1920er Jahre im Besitz der Familie. Vor vier Jahren wurde es aufwändig renoviert, genau nach Vorbild: einer Bauzeichnung aus dem Jahre 1928. Original Jahressteine in den Fassaden geben Auskunft über das Haus der Familie Paetz „Am Markt 2“, erbaut 1699, und

das Pfarrhaus gegenüber, seit 1898 im ältesten Siedlungskern Altenahrs. Und alle haben sie sie im Blick: die Burg Are.

Gerne gewähren Karin Luckey und Stefan Görres Einblicke in das „Haus mit Garten“, das im 14. Jahrhundert als Teil des ehemaligen Burglehen Effelsberg erwähnt wurde und inzwischen unter Denkmalschutz steht. Das gotische Gebäude wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte vom Amtshaus erst zum Kloster, dann zum Pfarrhaus. Zwischen 1789 und 1848 kam es zudem immer wieder als Modell zu Ehren: gemalt von Malern der Romantik.

Am 5. Juli wird ein Hoftor offenstehen, sagt Karin Luckey: „Aus dem einstigen kleinen Innenhof ist ein besonderer Garten entstanden“, der demjenigen, der in ihn eintaucht, tiefe Ruhe schenkt. Auch der Garten gegenüber hat sich verändert, aus dem „lost place“ ist ein Wohlfühl-Ort erwachsen. „Die Brachfläche wurde mit wenig Aufwand re-naturalisiert“, erzählt Luckey, und dann sich selbst weitgehend überlassen. Die Natur hat es gedankt mit duftendem Lavendelsträuchern, üppig wachsenden Wolfsmilchgewächsen und aromatischen Kräutern. Ein kleines Paradies mit großer Aussicht: Ein historischer Pavillon eröffnet einen weiten Blick ins Mittelahrtal.

Also nehme man Platz, um sich mit dem Nachbarn in aller Ruhe auch darüber auszutauschen, wie andere „lost places“ naturnah neugestaltet werden könnten. Dazu gibt´s Musik!

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Dachdecker (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi Bau
Innovatives rund um Andernach
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
133

Die Woche vom 11. bis 17. Mai bringt Bewegung in viele Lebensbereiche. Gefühle klären sich, Entscheidungen rücken näher und im Alltag zeigen sich neue Chancen. Rund um den Vatertag am 14. Mai zieht es viele Menschen ins Freie. Gemeinsame Aktivitäten sorgen für Ausgleich, können aber auch Spannungen offenlegen. Wer aufmerksam bleibt, erkennt früh, wo es sich lohnt, innezuhalten oder aktiv zu werden.

Weiterlesen

Verleihung Ehrenamtspreis Stadt Andernach am 29. April 2026 (v.l.n.r.): Bürgermeister Claus Peitz, Gerd Kaul, Vorsitzende des Vereins Freundschaftskreis Dimona-Andernach e.V. Barbara Söhngen, Oberbürgermeister Christian Greiner)Foto: Sebastian Waluga
25

Andernach. Im Historischen Rathaus der Stadt Andernach sind am 29. April 2026 zwei besondere ehrenamtliche Engagements mit dem Ehrenamtspreis der Stadt ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ehrte Oberbürgermeister Christian Greiner den Miesenheimer Bürger Gerd Kaul sowie den Verein Freundschaftskreis Dimona-Andernach e. V. für ihren langjährigen Einsatz.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
34

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
29

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Wir helfen im Trauerfall
Holz Loth-Entsorgung
10 Jahre NoWi Bau
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
Titel
10 Jahre NoWi
Imageanzeige Löhr Meckenheim
Azubispots Bad Neuenahr-Ahrweiler
Stellenanzeige Sachbearbeiter/in