78. Jahrestag der Novemberpogrome 1938
Offizielle Gedenkstunde
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ am Mittwoch, 9. November
Rhein-Sieg-Kreis. An der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, in Windeck-Rosbach findet die offizielle Gedenkstunde des Rhein-Sieg-Kreises anlässlich des 78. Jahrestages der Novemberpogrome 1938 am Mittwoch, 9. November 2016 ab 17 Uhr statt.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland, so auch im Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises, Synagogen durch Angehörige der SS und SA zerstört und in Brand gesteckt. Die Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bürger wurden mit öffentlicher Billigung geplündert und viele jüdische Bürger misshandelt oder willkürlich verhaftet. Die Bilanz des Pogroms war erschreckend: Über 1.000 Synagogen wurden durch Feuer und Vandalismus vernichtet, mindestens 8.000 jüdische Geschäfte zerstört sowie zahllose Wohnungen verwüstet. Ungefähr 100 jüdische Bürger waren erschlagen, niedergestochen oder zu Tode geprügelt worden. Diese Ausschreitungen gegen Juden waren bis dahin der Höhepunkt eines staatlichen, nicht nur tolerierten, sondern aktiv unterstützten Antisemitismus, der mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 seinen Anfang genommen hatte. Die Ereignisse bedeuteten eine Katastrophe für die bürgerliche Existenz und das Bewusstsein vieler jüdischer Bürger. Zur Erinnerung und Mahnung an diese Geschehnisse findet diese Gedenkstunde statt.
Die Oberstufenschülerin am Anno-Gymnasium in Siegburg, Melissa Quint, wird den zentralen Vortrag übernehmen, den sie mit ihrer Religionslehrerin, Schulpfarrerin Annette Hirzel, in Wort und Bild zusammengestellt hat. Sie wird über das Schicksal ihres 1993 verstorbenen Großvaters Willi Kessler, berichten. Der 1925 in Berlin geborene Sohn eines jüdischen Schneidermeisters und Offiziers im Ersten Weltkrieg, wurde zusammen mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern 1943 nach Auschwitz verfrachtet. Er überlebte als einziger seiner Familie den Todesmarsch nach Buchenwald und das Vernichtungslager. Mitglieder des Fördervereins Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e.V. erhalten eine persönliche Einladung. An der Veranstaltung wird ebenfalls Vizelandrätin Notburga Kunert teilnehmen.
Kontakt: Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, c/o Archiv des Rhein-Sieg-Kreises (Kreishaus), Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Tel. (0 22 41) 13 29 28, Fax: (0 22 41) 13 32 71, E-Mail: gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de, Internet: www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette. Pressemitteilung des
Rhein-Sieg-Kreises
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