Rundwanderung auf dem Mosel-Traumpfad „Bleidenberger Ausblicke“
Oh Mosella, was hast du schöne Traumpfade
Andernach/Weißenthurm. Der Name ist Programm! Grandiose Panoramablicke in das Moseltal, mächtige Felswände mit einem tiefen Canyon, auf den Spuren eines alten Weinbergpfades zur mittelalterlichen Burg Thurant und entlang der Mosel. Hierzu hatten die Wanderführer Vroni Rath und Gabriel Riehl die Wanderfreunde des Eifelvereins Andernach am Sonntag nach Oberfell eingeladen. Schon die Busfahrt entlang der Mosel und das herrliche Sommerwetter und das frische Grün mit dem Blütenmeer der Bäume und Sträucher ließen die Gemüter erfreuen.
Nach einem kurzen Aufstieg in einem weinbewachsenen Hang boten sich großartige Ausblicke auf die Mosel. Weiter bergauf gehend, ergaben sich wunderschöne Panoramablicke weit in die Vordereifel. Durch grüne Wälder und dem ständigen Gezwitscher der Waldvögel gelangten die Wanderer zur Hütte am Dickenberg, die bei bester Fernsicht zur gemütlichen Rast einlud. Nach einigen Kilometern über weiche Wiesenwege, erreichten sie die K 71 und überquerten diese. Entlang des murmelnden Baches, vorbei an der imposanten Helmuts-Eiche gelangten sie durch herrlichen Mischwald zu einem leichten Aufstieg, welcher mit beeindruckenden Ausblicken entlohnte.
Die „Helmuts-Eiche“ erhielt ihren Namen durch einen Waldarbeiter, der Helmut hieß. Zwischen 1975 und 1980 wurde der Bachweg vom „eisernen Brückelchen“ bis Pfaffenheck breiter gedrückt. Beim Schieben des Bachweges räumte er mit seinem Raupenfahrzeug den Platz um die besagte Eiche frei, wo er seine Butterbrotpause einnahm und seine Kollegen, die davon wussten, hängten das Schild dort auf.
Oben angekommen, rückte die Burg Thurant ins Blickfeld ein. Die Burg Thurant ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen über dem Ort Alken an der Mosel und eine der älteren Burgen aus der Römerzeit. Pfalzgraf Heinrich erbaute sie 1197 zum Gedenken an die vergebliche Belagerung der Syrerfestung „Thuron“. Ein enger Pfad führt über eine Felsklippe weiter zur historischen St. Michelskirche und einem malerischen Treppenaufgang, der von den 14 Kreuzwegstationen begleitet ist. Etwas Gänsehaut kann der Blick durch ein großes Gitter des Treppenaufganges vermitteln, das in das vor vielen Jahrhunderten unter der Kirche errichtete Beinhaus schauen lässt.
Auch Hund Lakki war mit dabei
Weiter ging es in den schmucken Weinort Alken. Alken ist einer der ältesten Moselorte. Seine Entstehung reicht bis in die Kelten- und Römerzeit zurück. Die Wanderer gingen entlang der Mosel und bis zur verdienten Schlusseinkehr zur Pizzeria „Roma“ in Oberfell. Der ständige Begleiter war auch Hund „Lakki“. Nachdem sich die Wanderer gestärkt hatten, dankte der Wanderfreund Winfried Berlin den beiden Wanderführern für den gelungenen und wunderschönen Wandertag und die Teilnehmer bekundeten dies mit einem kräftigen Applaus.
Gäste sind zu jeder Wanderung und Veranstaltung des Eifelvereins Andernach willkommen und können sich über die Aktivitäten des Vereins bei dem 1. Vorsitzenden Gabriel Riehl Tel. (0 26 01) 9 11 73 60 informieren.
