1. Ehrenamtstag am Nürburgring unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Ohne das Ehrenamt geht fast nichts, aber mit dem Ehrenamt vieles
Wie Ehrenamt aussieht, wurde im Ring-Boulevard an über 40 Ständen deutlich
Adenau. Das Ehrenamt findet normalerweise unauffällig statt und wird von vielen in unzähligen Vereinen und Institutionen innerhalb der Verbandsgemeinde Adenau gelebt. Ohne das Ehrenamt würde vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren und wenn man alleine an die freiwilligen Feuerwehren und die Hilfsorganisationen denkt, auch den Kostenrahmen der Kommune sprengen. All dies nahm die Verbandsgemeinde Adenau zum Anlass einmal das Ehrenamt in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und hatte dazu zum Tag des Ehrenamtes in den großzügig überdachten Boulevard am Nürburgring eingeladen. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Malu Dreyer, wobei die capricorn Nürburgring GmbH die Ausstellungsfläche im Ring-Boulevard zur Verfügung gestellt hatte, auf der sich über 40 Vereine und Institutionen vorstellten und einen tiefen Einblick in ihre Arbeit gaben, immer wieder verbunden mit anschaulichen Demonstrationen. Gekonnt und locker moderiert wurde der 1. Ehrenamtstag der Verbandsgemeinde Adenau von Ingo Gemein. Bürgermeister Guido Nisius freute sich, so viele ehrenamtlich Tätige begrüßen zu können, die oftmals ihr Ehrenamt mehrfach leben, so wie in der Feuerwehr, im Musikverein und dann vielleicht auch noch im kirchlichen Dienst der Pfarreiengemeinschaften. Aber auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler, die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil und der Landtagsabgeordnete Horts Gies sowie Ortsbürgermeister, Ratsmitglieder des Verbandsgemeinderates und der Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann als Mitorganisator konnten von Bürgermeister Nisius im Boulevard zum „Tag des Ehrenamtes“ begrüßt werden. Die engagierten ehrenamtlichen Damen und Herren ließ Bürgermeister Nisius wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr selbstloser Einsatz innerhalb der Verbandsgemeinde mehr als anerkannt wird. Mit diesem Tag wollen wir die Menschen würdigen, die mit ihrem Wirken das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden. Menschen, die Zeit und Energie einsetzen, um andere Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen. Menschen wie sie, so der Bürgermeister.
Ein Ehrenamt kostet manchmal auch richtig Nerven
Die Ausübung eines Ehrenamtes bringt nicht nur Ehre, Ansehen und Freude mit sich. Es erfordert vielmehr Zeit und Kraft, Ausdauer und Verlässlichkeit. Hin und wieder erlebt man auch Enttäuschung und Undank oder man sieht sich übergroßen Erwartungen ausgesetzt und es kostet manchmal auch richtig Nerven. So verdient es höchste Anerkennung und Respekt, den Bürgermeister Nisius allen Ehrenamtlern auch im Namen des Verbandsgemeinderates, der Verwaltung sowie der gesamten Bürgerschaft aussprach. Das Ehrenamt ist so vielfältig und reicht von der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, dem Engagement in den Feuerwehren, in der Kommunalpolitik, in den Kirchen, in Rettungsdiensten, dem Einsatz der notärztlichen Versorgung über die Mitarbeit im Tier-,Natur- und Umweltschutz bis hin zu den Sport-, Kunst- und Musikvereinen, um nur eine Vorstellung der Möglichkeiten zu geben, so Bürgermeister Nisius, da dem Ehrenamt keine Grenzen gesetzt sind. Hier beim „Markt der Möglichkeiten“ hatten alle auch die Möglichkeit für sich und seinen Verein Werbung zu machen und vielleicht sogar neue Mitglieder zu gewinnen. Abschließend betonte Bürgermeister Nisius, das die Verbandsgemeinde nicht nur aus Dörfern, Straßen, Wiesen, Feldern und Wald bestehe, sondern vor allem aus dem Miteinander der Menschen. Nach einigen Musikstücken, dargebracht vom Gesangsverein Dorsel mit seiner Vorsitzenden Sabine Udelhofen und dem Dirigenten Bernd Prämaßing war es Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der die Arbeit und den uneigennützigen Einsatz der ehrenamtlich tätigen Menschen in der Verbandsgemeinde Adenau lobte. Ehrenamtliche investieren unzählige Stunden Arbeit für die Allgemeinheit und verdienen höchste Anerkennung.
„Ehrenamtskarte“ für die Ehrenamtler
Im Kreis Ahrweiler engagieren sich über 1.500 Vereine und Initiativen. Dabei befinden sich rund 220 Vereine in der Verbandsgemeinde Adenau, die nur 11 Prozent der Einwohner des Landkreises stellt. Nirgendwo im Kreis ist die Vereins- und Ehrenamtsdichte also so hoch und wenn nicht hier, wo wäre sonst ein besserer Ort für einen „Tag des Ehrenamtes“, so Landrat Pföhler. Aufmerksam machte Landrat Pföhler auch auf die neue „Ehrenamtskarte“ für die Ehrenamtler, die zusammen mit den Kommunen aufgelegt wurden und viele finanzielle Vergünstigen in Freizeiteinrichtungen in der Region ermöglichen. Dies auch hier am Nürburgring mit ermäßigten Eintritten und am Tag des Ehrenamtes sogar mit einem Extrarabatt im Nürburgring Paddock Shop mit Fanartikel. In seinem Dank an Bürgermeister Nisius, den Ratsmitgliedern und allen Organisatoren der Veranstaltung ließ Landrat Pföhler wissen, dass der Landkreis sich auch zukünftig nachhaltig für eine Förderung des Ehrenamtes stark macht. Beim Rundgang an den verschiedenen Ständen, zu denen auch ein Stand der Kreisverwaltung Ahrweiler gehörte, wurde den ganzen Tag über ausführlich informiert, und oftmals das Interesse geweckt. Für Unterhaltung auf der Bühne sorgte weiterhin das Stadtorchester Adenau, das Tambourcorps Germania Schuld sowie der Chor CHORios mit Bürgermeister Guido Nisius als ihren Dirigenten. Als besonderes Highlight trat der aus dem Karneval und Fernsehen bekannte Diakon Wilbert Pauls als „ne bergische Jung“ auf, der das Publikum begeisterte und herzhaft zum Lachen brachte.
Ein paar Vereine und Initiativen
Da hatten die Ehrenamtler vom BSC Adenau, Adenauer Bürgerkanal e. V., die vergessene Generation, Caritasverband Ahrweiler, Förderverein St. Josef Krankenhaus, Verein für Heimatpflege, Waldbauverein Ahrweiler e. V., Lichtbrücke Adenau, TUWI Adenau Voltigieren, Kath. Arbeiterbewegung KAB Reifferscheid, Unser Notarzt, Kreisverwaltung Ahrweiler Ehrenamtsförderung, Segelfluggruppe Wershofen, Markt für Leib und Seele, Stadtorchester Adenau, Lebenshilfe Kreisverband Ahrweiler, Spiegeltheater, DPSG Stamm Adenau, MSC Adenau, Gesangsverein Dorsel, Jugendbüro Adenau, Flüchtlingsnetzwerk Adenau, Ich bin dabei, Millennium, DRK Ortsverband Adenau, Fanfarencorps Adenau, Kunstförderverein Eifel Art, Rias Fundgrube, TUWI Adenau, Streuobstwiesenverein Eifel/Ahr, DJK Müllenbach, Tambourcorps Germania Schuld, CHORios, Seniorensicherheitsberater, Freilichtbühne Schuld, Touristinformation Adenau, Dekanat Ahr-Eifel, Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land, Weißer Ring auch kurz Gelegenheit, auszuspannen, bevor sie wieder an ihren Ständen Auskunft gaben.
UM
Initiative Unser Notarzt.
Waldbauverein Ahrweiler.
