Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin
Online-Bibliolog am „Osterdienstag“
Lahnstein. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Städten und Dörfern, sogar aus dem entfernten Tübingen, hatten sich zum Online-Bibliolog der Kolpingsfamilie St. Martin am „Osterdienstag“ angemeldet. In den Blick genommen wurde der Text aus dem Lukas-Evangelium vom Emmausgang. Die Beteiligten gaben den handelnden Personen aus der Bibel ihre Stimmen und ihre Gedanken. Es wurden Erlebnisse, Befürchtungen und Hoffnungen ausgetauscht.
„Das brennende Herz, von dem die zwei Jünger auf ihrem Weg ergriffen waren, wo erleben wir dies heute bei der Kirche?“, stellte jemand die Frage. Eine Teilnehmerin verspürte Wut, Trauer und Enttäuschung beim Gedanken an die Stellung der Frauen innerhalb der Kirche. Der Tenor der Veranstaltung war es, froh zu sein, dass es über Internet die Möglichkeit gibt, miteinander in Kontakt zu bleiben, den Austausch zu pflegen und den Texten aus der heiligen Schrift nachzuspüren.
Mit einem Gebet der Schriftstellerin Andrea Schwarz endete der über einstündige Bibliolog unter Leitung von Ulrike Schneider, der geistlichen Leiterin der Kolpingsfamilien im Bezirksverband Rhein-Lahn. Es wird sicherlich nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.
„Wir glauben nicht, dass die Teilnehmerzahl bei einer Präsenzveranstaltung, zum Beispiel im Pfarrzentrum, an so einem Abend grösser gewesen wäre“, so Markus Schild, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie St. Martin.
