Allgemeine Berichte | 16.06.2020

Evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr

Open-Air-Familiengottesdienste in der Grafschaft

Nächster Open-Air-Gottesdienst am 9. August im Kaiser-Wilhelm-Park in Bad Neuenahr

Die Gemeinde traf sich an der Bölinger Hubertushütte im Grafschafter Wald. Fotos: privat

Bad Neuenahr. Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr feierte am Sonntag, 14. Juni, zwei Open-Air-Familiengottesdienste an der Bölinger Hubertushütte im Grafschafter Wald.

Lange bangte die Pfarrerin Elke Smidt-Kulla ums Wetter und freute sich umso mehr, dass es dann am Sonntag trocken blieb. Zum ersten Mal seit Anfang März feierte die Gemeinde wieder einen Familiengottesdienst, und viele Familien nutzen das Angebot.

„In den letzten Monaten haben wir die Familien per E-Mail mit ‚Gottesdiensten für den Küchentisch‘ versorgt.

Das waren Gottesdienste, die die Familien zu Hause feiern konnten: eine Mischung aus Texten zum Selberlesen und kleinen Videos zum Anschauen mit einer biblischen Geschichte, Musik und Gedanken. Viele Familien haben auch zu Hause am Gemeindeleben teilgenommen, aber nun freuen wir uns umso mehr, dass wir uns begegnen und sehen können“, sagte Pfarrerin Elke Smidt-Kulla. Schon eine halbe Stunde vor Beginn strömten die ersten Menschen erwartungsvoll auf das vorbereitete Gelände. Pfarrerin Elke Smidt-Kulla dankte ausdrücklich der Gemeinde Grafschaft für die Unterstützung.

Die Gottesdienste im Wald fanden unter Beachtung aller Corona-Vorschriften statt. Das Gottesdienstgelände war nach außen abgegrenzt, alle Gottesdienstbesucher*innen trugen Namen, Adresse und Telefonnummer in eine Liste ein, jeder ging mit einer Schutzmaske zu seinem Platz, und die Menschen aus verschiedenen Haushalten saßen mit drei Metern Abstand von den anderen. Der Abstand wurde so groß gehalten, damit die Gemeinde gemeinsam singen durfte!

Trotz all dieser Vorschriften wurden es zwei sehr schöne und fröhliche Gottesdienste. Auch mit dem Abstand zueinander erlebte die Gemeinde intensive Gemeinschaft.

Thema des Gottesdienstes war ein Vers aus Psalm 36: „Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue, so weit die Wolken ziehen“. Kinder trugen beschriftete Wolken, die Gemeinde sang „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und viele andere Lieder, die von der Treue, Güte und Gerechtigkeit Gottes erzählten.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Kantorin Andrea Stenzel am Klavier, Max Hartmann an der Gitarre und Till Kulla mit der Flöte unterstützt. Zwei Familien sangen das Lied „Wolkenfelder“ zu Beginn des Gottesdienstes vor und unterstützen im Gottesdienst den Kanongesang und das mehrstimmige Singen der Gemeinde.

Auch Thelonius, die Schiffsratte – eine Handpuppe, die regelmäßig die Familiengottesdienste besucht und begleitet – erzählte seine Gedanken zu den Wolken am Himmel.

Pfarrerin Elke Smidt-Kulla ging in ihren Predigtgedanken auf die Frage der Gleichbehandlung von Menschen ein. Sie bezog diese Frage auf den Impfstoff gegen Corona: „Wird der Impfstoff für alle Menschen zugänglich sein, damit alle gesund bleiben, oder ist es eine Frage der Macht und des Einflusses, wer das Mittel dann eines Tages bekommt?“.

Auch gab sie Gedanken zum Rassismus und dem Tod von George Floyd an die Gemeinde weiter. „Rassismus darf nirgendwo hingenommen werden. An keinem Ort der Erde. Rassismus ist Sünde! Und Sünde heißt, dass Menschen, die rassistisch denken und handeln, weit entfernt sind von Gott, abgewandt von Gott, mit dem Rücken zu Gott leben. Bei Gott gibt es keine Ungleichbehandlung von Menschen. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person nach Hautfarbe oder Herkunft, bei Gott hat jeder Mensch gleich viel Würde und Wert.“ Sie endete mit dem Aufruf, dass wir alle, auch die Kirche, aufmerksam sein sollten, wie und was wir reden und wie wir miteinander umgehen. Rassismus beginnt mit Worten und mit kleinen Taten.

Am Ende nahmen sich die über 100 Gottesdienstbesucher*innen ein Kärtchen mit einer Wolke mit nach Hause, auf der zu lesen stand: „Wenn du eine Wolke am Himmel siehst, dann denke daran: Gottes Güte reicht, so weit der Himmel ist und seine Treue, so weit die Wolken ziehen! Und was trägst du in die Welt?“ Pfarrerin Elke Smidt-Kulla freute sich sehr, dass so viele Menschen sich auf den Weg in den Wald gemacht haben. „Gottesdienste unter freiem Himmel sind immer ein besonderes Erlebnis. Deshalb freue mich schon heute darauf, dass wir am 9. August im Kaiser-Wilhelm-Park in Bad Neuenahr wieder einen Open-Air-Gottesdienst feiern. Dort werden wir dann Kinder in der Ahr taufen!“

Der Altar war geschmückt.

Der Altar war geschmückt.

Die Gemeinde traf sich an der Bölinger Hubertushütte im Grafschafter Wald. Fotos: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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