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Nostalgischer Weihnachstmarkt lockte nach Bad Hönningen

Optimal vorbereitet auf das Fest der Feste

03.12.2019 - 16:55

Bad Hönningen. „Lassen auch Sie sich von der stimmungsvollen Atmosphäre unseres Weihnachtsmarktes am ersten Adventswochenende auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen“, hatte Bad Hönningen für einen Besuch der Badestadt geworben. Mit Erfolg, lockte doch das herrliche Wetter und die knackig-winterlichen Temperaturen, mit denen sich schon der November am Samstag verabschiedete, aberhunderte Gäste an, die sich in der Innenstadt von Hohen Haus bis zum Ahlen Eck, wo die Band „Busker Five“ am späten Samstagabend aufspielte, und auf der Bischof Stradmannstraße dem „Weihnachtszauber“ hingaben. Mit seinen vielen Leckereien und Kunsthandwerk-Objekten an den Ständen erwies sich das Weihnachtsdorf als wahrer Publikumsmagnet, so dass die Fußgängerzone an beiden Tagen schon am frühen Nachmittag aus allen Nähten zu platzen drohte.

Nicht die Jingle Bells eines Pferdeschlittens bimmelten leise, sondern die Märchentante Griseldis ließ kleine Glöckchen klingeln und lud, über den Weihnachtsmarkt wandernd, immer wieder zur „Märchenzeit für Groß und Klein“ in die alte Touri-Info ein. Mit hochroten Wngen auf Strohballen sitzend, folgten dort vor allem die jüngsten Zuhörer den Erzählungen, von Maggy Ziegler mit Leib und Seele vorgetragen wie es in den alten Büchern steht, so etwa dem portugiesischen Märchen „Der Prinz mit den Eselsohren“. Von den spanenden Geschichten – mit einer hatte man sich natürlich nicht abspeisen lassen - hungrig geworden, konnte man sich am nahen Wildstand mit Rückensteaks von Hirsch, Wildsau und Reh sättigen, während Leckermäulchen natürlich eher nebenan Dampfnudeln mit Vanillesauce bestellten oder direkt am Lebkuchenstand gebrannte Mandeln und Liebesperlen aus durchsichtigen Spazierstöckchen naschten. Vorbei am Stand mit Stutenmilchprodukten und Duftkerzen mit orientalischen Essenzen ging es Richtung Marktplatz vorbei an Schwippbogen-Krippen und filigranen Holzsternen sowie an Gürteln und Portemonnaies aus echtem Büffelleder zunächst zu Schnitzelbude neben der Kinder-Spiele-Ecke, wo mit kleinen Pfeilen auf Metall-Eber und -Wölfe gezielt wurde.

„Santa Claus is coming to town“, verriet „Papa Toms’s Jazz“-Qartett unter dem großen Pavillon auf dem Alten Schulplatz. Auf den Nikolaus aber musste die Besucher aber noch etwas warten. Dafür hatten sich jede Menge kleine Weihnachtsmänner und -wichtel neben lustigen Keramik-Baumvögeln kleinen Hausdrachen und Ohrenkäferhäuschen breit gemacht. Gegenüber entführten bemalte Dachziegeln nicht nur nach Köln mit Dom und Groß Sankt Martin, sondern auch in die, mit von Zypressen gesäumten Wegen durch sanfte, sandfarbene Hügel, Crete der Toskana. Dazu passte der gegenüberliegende Stand mit Lardo-Speck und Salumi di cacciatore, Fenchel- und Knoblauch-Salami sowie süßen Cannoli siciliani und nach Zitrone oder Pistazien schmeckenden Aragostini.


Duft von Glühwein und Waffeln


Am nördlichen Weihnachtsdorf-Entree empfing das Stadtweingut die Besucher mit den Schlossberg Musikanten, von denen die Gäste mit vorweihnachtlichen Klängen begrüßt wurden. Etwas weiter südlich wehte der Dufte von Glühwein und auf historischen Waffeleisen nach uraltem Rezept gebackenen Waffeln vom Innenhof des Hohen Hauses hinüber auf die Hauptstraße. Bestens gestärkt und innerlich aufgewärmt, nahmen sich die Besucher alle Zeit, um in Muße die Krippenausstellung zu betrachte, die in den gemütlichen Räumen des Museums aufgebaut war. Unter anderem konnten große Krippenfiguren in Stoffgewändern bewundert werden, die früher in der Krippe von Sankt Peter und Paul gestanden hatten. Erheblich kleiner, aber um so vielteiliger war die provenzalische Krippe, die Heinz Jürgen Dröge der Ausstellung beisteuerte. Über 30 Jahre hinweg hatte das Vorstandsmitglied des Heimatvereins von seinen Frankreichurlauben bunt bemalte Keramikfiguren, so genannte „Santons“ mitgebracht, die im Grunde nicht unbedingt etwas mit der Weihnachtsgeschichte zu tun haben müssen.

Mit dem „Berner“ und den „Sonntagsglocken“ lockten die vier Alphorbläser natürlich auch schon am Samstag die Besucher auf den Marktplatz, auf dem zahlreiche Standbetreiber sich wagenburgartig um den riesigen Getränke-Pavillon gruppierten, an dem es neben dem obligatorischen Glühwein und Eierpunsch auch Bratapfellikör vom Prinz mit Sahne und Zimt gab. Und wem da noch nicht warm ums Herz geworden war, der half mit Rum-Amaretto und Obstler etwa nach. Oben an der Straße schöpfte „Don Terrino“ neben der Wildkammer Schloss Arenberg Süßkartoffel-Limetten Suppe aus dem Topf. Etwas weiter entfernt war eine aus dem Westerwald eine Käserei angereist mit runden Laiben aus Kuh- Ziegen- und Büffelmilch, natur oder verfeinert mit Bärlauch und Bockshornklee, Paprika-Knoblauch und Cayenne. Passend dazu wurde an einem anderen Stand Vollkorn-Holzofenbrot auch mit Nuss oder Gewürzen angeboten. Daneben warteten Likörchen vom Bratapfel und Vanillekipfeel oder vom roten Weinbergpfirsich, von Café Royal oder der Winterbirne auf Freunde der gehaltvollen Getränke. Wer es lieber äußerlich warm bevorzugt, der konnte sich mit warmen Jacken und Socken eindecken und wem das immer nicht nicht ausreichte, dem bot der Imker Prophylaxe mit Propolis und Honigbonbons, Met und Bärenfang. Der Winter kann also kommen, vor allem aber sind die Besucher des nostalgischen Weihnachtsmarktes von Bad Hönningen optimal auf das Fest der Feste eingestimmt worden. DL

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] Abschließend war es für die Mayener Sozialdemokraten eine Selbstverständlichkeit, die Aberkennung der „Ehrenbürgerschaft“ von A. Hitler mit zu beschließen [ Zitat Ende ] Herzlichen Glückwunsch an die SPD und die Stadt Mayen. Nach 75 Jahren! hat man einem Mörder und Volksthyrannen die Ehrenbürgerschaft aberkannt. Und wie lange dauert es, bis die Mayener eine Kritik annehmen und einmal drüber nachdenken? Wie lange braucht es denn, eine Stadt kaputt zu machen, Kopfsteinpflaster wie in Kaisers Zeiten durch die gesamte City zu tackern, das sich jeder Gehbehinderte den Hals bricht und sich mit dem Rollator die restlichen Knochen bricht ? Warum ist Mayen immer noch so rückständig? Mayen bietet immer noch keinen Service, keinerlei Kommunikation und keine Einkaufsmöglichkeit für alte Menschen. Sollen wir raus aus der Stadt- wie im Mittelalter ? Flanieren in Mayen? Geht nicht mehr, und was wollt ihr dann mit einem Hotel? Erstmal die Ruinen abreißen und die Eigentümer in die Pflicht
K. Schmidt:
Mit anderen Worten: Die 5 AfD-Stadtratsmitglieder bilden gegenüber den anderen 43 die absolute Mehrheit. Denn so wie sie abstimmen, darf schließlich kein echter Demokrat abstimmen. ergo: Politisches Kasperletheater, allerdümmster Art. Und wiedermal Stärkung einer Partei, die doch angeblich niemand stark haben will.
Helmut Gelhardt:
Wer sich in die Hände der Rechtsreaktionäre, hier der AfD, begibt, kommt politisch in deren Händen um. Das hätte gegolten für die Papaya-Koalition unter der Führung des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Neuwieder Stadtrat, Herrn Martin Hahn, der vor dem 'Abwahlverfahren Mang' bewusst in Kauf genommen hat, Bürgermeister Mang, SPD, mit Hilfe der AfD zu stürzen. Und das gilt gleichermaßen jetzt für Herrn Bürgermeister Mang, der es jedenfalls im Ergebnis hingenommen hat, dass seine Abwahl nur mit der Enthaltung der AfD verhindert wurde. Die Schändlichkeit der maß- und zügellosen Treibjagd gegen Mang durch in erster Linie sich christliche Demokraten nennende Personen im Neuwieder Stadtrat bleibt bestehen! Das sich als Bürgermeister Stützen-lassen durch die rechtsreaktionäre AfD ist für Herrn Mang als Sozialdemokrat absolut undenkbar! Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Für Herrn Martin Hahn nicht.Und für Herrn Mang nicht. Am Abwahl-Abend hat die AfD obsiegt. Das ist niemals hinnehmbar!
Achim Kämpflein:
Wow - was für ein Verbrechen! Hat die Polizei nichts bedeutsameres zu berichten, als sich mit einer solchen Pressemeldung lächerlich zu machen?
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