Allgemeine Berichte | 03.02.2017

Ev. Stift St. Martin wird als Brustschmerzeinheit zertifiziert

„Optimierte Patientenversorgung und ökonomisierte Arbeitsschritte“

Chest Pain Unit (CPU) garantiert eine noch bessere Versorgung von Patienten

Die bereits im Jahr 2009 eingerichtete Chest-Pain-Unit am Ev. Stift St. Martin hat sich nun erfolgreich dem Zertifizierungsprozess unterzogen.privat

Koblenz. Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen mit über 300.000 Todesfällen pro Jahr seit Jahren unverändert die häufigste Todesursache in Deutschland dar. In überwiegender Zahl der Ereignisse handelt es sich hierbei um das Krankheitsbild eines Herzinfarktes mit entsprechenden Folgen. Das Risiko, in der Akutphase zu versterben, ist mit etwa 40 Prozent immer noch sehr hoch. Rund 10 Prozent der Patienten sterben auch nach der Einlieferung in die Klinik, wohingegen 30 Prozent gar nicht mehr lebend dort ankommen. Wichtige andere lebensbedrohliche Krankheitsbilder wie die akute Lungenembolie sowie Erkrankungen der großen Gefäße (Aortenaneurysma) bedürfen ebenfalls einer raschen Diagnosesicherung und Behandlung, da sie in ähnlicher Weise oft lebensbedrohlich verlaufen. Die Symptome bei oben genannten Erkrankungen können bisweilen nicht eindeutig sein und führen nicht selten zu verzögerter Einleitung entsprechender Maßnahmen. Ziel einer Chest-Pain-Unit (Brustschmerzeinheit) ist es, die Qualität der Notfallversorgung von Patienten mit akutem oder neu aufgetretenem unklaren Brustschmerz zu optimieren und eine effektive Versorgung unter Ausnutzung stationärer und ambulanter Strukturen sicherzustellen. Unabdingbare Voraussetzung für eine CPU ist hierbei ein Herzkatheterlabor in der Abteilung mit ständiger Verfügbarkeit rund um die Uhr. Die Behandlung richtet sich streng nach nationalen und internationalen Leitlinien, verläuft standardisiert und berücksichtigt das individuelle Risiko des Patienten. Die Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie beziehen sich insbesondere auf räumliche und apparative Mindeststandards, empfohlene diagnostische und therapeutische Maßnahmen, Kooperationen mit anderen Abteilungen, zum Beispiel Herzchirurgie, und niedergelassenen Kollegen, Ausbildungskriterien und organisatorische Erfordernisse. „Nach erfolgreichem Durchlaufen der Dokumentationsprüfung erfolgt im Rahmen eines Audits die Prüfung von Qualifikation, Ausstattung und Abläufen detailliert vor Ort. Nach eingehender Prüfung aller Unterlagen und der Empfehlungen der Auditoren entscheidet das Expertengremium der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft über die Zertifizierung“, berichtet Dr. Dietmar Burkhardt, Chefarzt der Inneren Medizin, Kardiologie, im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Ev. Stift St. Martin. „Dies bietet eine optimierte Patientenversorgung und ökonomisierte Arbeitsschritte“, ergänzt Chefarzt Dr. Michael Kupp. Die bereits im Jahr 2009 eingerichtete Chest-Pain-Unit am Ev. Stift St. Martin hat sich Ende 2016 erfolgreich diesem Zertifizierungsprozess unterzogen. In der von den drei Chefärzten Dr. Dietmar Burkhardt, Dr. Norbert Kaul und Dr. Michael Kupp geleiteten kardiologischen Abteilung werden nach den Richtlinien der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft Patienten mit akutem Brustschmerz rund um die Uhr versorgt und behandelt. Das Team wird ergänzt durch die ebenfalls invasiv tätigen Oberärzte Dr. Susanne Messer, Dr. Sascha Bitaraf und Dr. Stefan Dietrich sowie die Pflegekräfte im Herzkatheterlabor und der Brustschmerzeinheit auf der Station 2. „Vor allem die seit vielen Jahren in diesem Team arbeitenden Berufsgruppen und deren Zusammenwirken kommen den betroffenen Patienten zugute“, sagt Chefarzt Dr. Nobert Kaul. Dies bedarf nach Aussagen der Chefärzte intensiver Bemühungen in Form von regelmäßigen internen und externen Fort- und Weiterbildungen. Neben der jetzt am Standort Ev. Stift St. Martin in Koblenz zertifizierten Einheit unterzog sich auch Chefarzt Dr. Ralph Rüdelstein mit seinem Team am Standort St. Elisabeth Mayen bereits 2014 erfolgreich diesem Qualitätsprozess. Die Kardiologie am Kemperhof unter der Leitung von Chefarzt Dr. Waldemar Bojara strebt in diesem Jahr ebenfalls an, an die Zertifizierung abzuschließen. Es wird dann drei von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierte Brust-Schmerz-Einheiten im GK-Mittelrhein geben.

Die bereits im Jahr 2009 eingerichtete Chest-Pain-Unit am Ev. Stift St. Martin hat sich nun erfolgreich dem Zertifizierungsprozess unterzogen.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

09.01.: Bus stürzt in Graben

  • Johannes Hübner: Das Foto mit dem Isuzu-Bus gehört wohl nicht zu dem Unfall - Sie sollten solche Dinge unbedingt kennzeichnen.

Infoveranstaltung: Wiederherstellung der Ahr

  • HansE: Herr Schmidt, sie vergessen, dass wir im Michelland leben. Hier mahlen die Mühlen bekanntlich langsam. Also regen Sie sich nicht auf, wir können die Geschwindigkeit, mit der unsere Beamten arbeiten, ohnehin nicht beeinflussen.
  • K. Schmidt: "Der Wiederaufbau soll ökologisch wertvoll, klimafolgenangepasst, nachhaltig und attraktiv für die Bürgerschaft gestaltet werden." - Ja, alles schön und gut, aber wie wäre es denn mal mit "schnell"?...

Info-Veranstaltung: Blackout - wie sorge ich vor?

  • K. Schmidt: Zu Berlin gibt es einen Bericht des dortigen Rechnungshofes, vom Ende letzten Jahres, der in einigen Punkten Defizite des staatlichen Katastrophenschutzes anspricht. Unter anderem gibt es viele Behörden,...
DA bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Dauerauftrag
Image
Daueranzeige
Daueranzeige (Januar 26)
Fachkräfte in den Bereichen soziale Arbeit
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Empfohlene Artikel

Neuwied. Lesen kann Perspektiven öffnen – besonders dort, wo junge Menschen mit den Folgen eigener Entscheidungen konfrontiert sind. Um die wichtige Arbeit des Hauses des Jugendrechts langfristig zu stärken, wurde ein inzwischen als gemeinnützig anerkannter Förderverein gegründet. Sein Ziel: die Arbeit des Hauses ideell und finanziell zu unterstützen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Förderung eines pädagogischen Leseprojekts durch den Lions Club Neuwied-Andernach.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Buddys Herrchen wurde durch einen Bericht in BLICK aktuell darauf aufmerksam, dass es seinem verschmusten Kater gut geht. Nun sind sie wieder vereint - und die Wiedersehensfreude war gigantisch!

10.01: Happy End in Ahrweiler: „Polizei-Kater“ Buddy ist wieder zuhause

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Nachtdienst von Samstag auf Sonntag, 4. Januar 2026, staunten die Beamten der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht schlecht: Ein aufmerksamer Bürger brachte einen äußerst zutraulichen Fundkater auf die Wache. Der verschmuste Vierbeiner, der in Dernau gefunden wurde, wurde kurzerhand auf den Namen „Buddy“ getauft und fühlte sich im Wachbereich sofort heimisch. Besonders gründlich prüfte er sämtliche Bürostühle der Polizeiinspektion auf ihren Kuschelfaktor.

Weiterlesen

Mitgliederwerbung
Helfende Hände gesucht
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
3+1 Aktion
Rund um´s Haus
Winterbunt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Werbeplan 2026
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Anzeige What
Daueranzeige 2026
12. Rheinbacher Hochzeitsmesse
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Kirmes in Hemmessen, 18.01.26