Orgelkonzert in der Wallfahrtskapelle
Pützfeld. Seit 30 Jahren sind die Orgelkonzerte in der Kapelle ein Begriff für Musikliebhaber.
Kurt-Ludwig Forg spielte aus Anlaß des Jubiläums Marianische Orgelmusik. Die Vorsitzende des Kulturvereins Mittelahr, Angelika Furth, ging zu Beginn des Konzertes auf die erfolgreiche Geschichte der Orgelreihe ein. Sie wünschte der so gehaltvollen Konzertfolge weiterhin viel Erfolg, Musikliebhaber wie Musikexperten mögen Freude an den Aufführungen alter und gelegentlich zeitgenössischer Komponisten empfinden.
Nicht zu vergessen ist der langjährige Einsatz des verstorbenen ehrenamtlichen Kapellenverwalters Rudolph Michael Thomi, er sorgte dafür, dass die baulich dringend sanierungsbedürftige Kapelle den heute ansehnlichen Zustand erlangte. Er war 20 Jahre lang Ortsbürgermeister der Gemeinde Ahrbrück und hat sich mit Leidenschaft für den Erhalt und die Pflege der Wallfahrtskapelle „Sancta Maia Immaculata“ eingesetzt.
Mit den Pützfelder Orgelkonzerten wird vor allem der international bekannte Organist Kurt-Ludwig Forg aus Borken in Verbindung gebracht. Kurt-Ludwig Forg war Meisterschüler bei den renommiertesten Orgelprofessoren, etwa Ton Koopmann und Marie-Claire Alain. Er übt eine rege Konzerttätigkeit als Organist, Cembalist und Kammermusiker mit Aufführungen in ganz Europa und in Amerika aus. Seine profunden Kenntnisse haben ihn zum Orgelsachverständigen befähigt.
In Pützfeld spielte er an der Mayer-Orgel Werke verschiedener Komponisten. Da erklangen Stücke von Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Girolamo Frescobaldi, Franz Liszt. Selbstverständlich durften auch Stücke von Johann Sebastian Bach und Joseph Gabriel Rheinberger nicht fehlen. Marco Enrico Bossi, Leon Boëllmann und Flor Peters sowie Karl May rundeten das gehaltvolle Konzert ab, Kurt-Ludwig Forg erläuterte Wissenswertes zu den Komponisten und deren Werken.
Lang anhaltender Applaus und Zugabewünsche, der Organist kredenzte als Zugabe ein Werk von Charles-Marie Widor.
WD
Der Organist begrüßt die Gäste des Konzerts. Foto: Werner Dreschers Foto: Werner Dreschers Tannenweg 6 535