Treffen der Initiative „555 Schritte – fit bis in höchste Alter“

Orgelmusik, Spaziergang und Kaffeeklatsch mit Quiz sorgten für gute Laune

Orgelmusik, Spaziergang und Kaffeeklatsch mit Quiz sorgten für gute Laune

Einige 555er waren nach dem kleinen Orgelkonzert neugierig und stellten Fragen an Organist Ralf Cieslik (3. v.r.).Foto:privat

13.10.2021 - 15:05

Buchfinkenland. „Du hast den Genuss, so hab auch den Verdruss“ - sagt ein Sprichwort. Beim letzten Treffen der Initiative „555 Schritte - fit bis in höchste Alter“ im Buchfinkenland sorgte nur das nasse Wetter für etwas Verdruss. Dafür, dass aber der Genuss bei Weitem überwog, sorgten nette „Ü-80-Buchfinken“, Orgelmusik, ein Spaziergang und ein abschließender Kaffeeklatsch mit Quiz.


Gestartet wurde mit 555 Schritten vom Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus zur Gackenbacher Pfarrkirche St. Bartholomäus. Dass dies einigen Teilnehmenden nicht leichtfiel, lag nicht nur am schlechten Wetter, sondern auch daran, dass vielen der beteiligten hochaltrigen Senioren das Laufen zunehmend schwerfällt. Die Betroffenen durften dann in den bereitstehenden Kleinbus einsteigen. In der Kirche wartete schon Organist Ralf Cieslik, auf die 555er aus Gackenbach, Hübingen und Horbach sowie aus dem Altenheim. Auch einige Gäste aus Niederelbert oder Montabaur konnten begrüßt werden, angelockt von dem was folgen sollte: einem kleinen Konzert nur für die anwesenden Seniorinnen und Senioren. Auf der Orgel, die bei den „Gackenbacher Orgelkonzerten“ im KULTURSOMMER Rheinland-Pfalz regelmäßig von herausragenden Organisten aus der ganzen Welt gespielt wird.

Was Organist Ralf Cieslik der inzwischen berühmten „Gackenbacher Doppelorgel“ an vertrauten und neuen Tönen und Klängen entlockte, war für die älteren Zuhörerinnen und Zuhörer zunächst ungewohnt, im Ergebnis aber faszinierend. Besonders galt das für die historische englische Nelson-Orgel im Seitenschiff der Kirche, von deren Spieltisch aus Cieslik gleichzeitig die deutsche Göckel-Orgel auf der Empore spielte. Deutlich zu hören war auch die Tuba, mit der vor vier Jahren die klanglichen Möglichkeiten beträchtlich erweitert werden konnten.

Zu hören waren unter anderem „Ave Verum“ von Mozart, gefolgt von Bachs „Ave Maria“. Im Mittelpunkt standen jedoch bei den Gästen eher unbekannte Kompositionen wie das „Magnifikat“ von Dandrieu oder am Schluss von Rawstorne Fanfare, Cantabile und Allegro Festivo. Nachdem der letzte Ton von einer der über 4.500 Orgelpfeifen verklungen war, musste der Organist noch Fragen einiger besonders interessierte Gäste beantworten: so, ob die eindrucksvolle Tuba wirklich einer der besten ihrer Art weltweit ist.

Viele helfende Hände hatten zuvor den Saal im benachbarten Pfarrheim in ein nettes Café verwandelt, in dem es nach frischem Kaffee und Kuchen duftete. Dort wartete Quizmaster Franz-Josef Jung mit einer neuen Runde des „Heimatquiz für Buchfinkensenioren“. Passend zum vorangegangenen Besuch der Pfarrkirche war eine Frage, wie viele kath. Pfarreien neuen Typs es im Westerwald kreis gibt? Neun war die richtige Antwort. Danach durften noch einige Wäller Sprichwörter mit Umschreibungen erraten werden, u.a.: „Das ist nicht meine Idee. Das ist nicht von mir“ (= Net off meinem Mest gewose). Nicht gelöst werden konnte das Rätsel, welchen deutschlandweiten Rekord Montabaur hält: bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es in unserer Kreisstadt die meisten BahnCard-100-Inhaber/innen.

Als Koordinator der 555er bedankte sich Uli Schmidt bei allen Helferinnen und Helfern sowie der Pfarrei St. Peter für die Nutzung von Kirche und Pfarrheim. Die nächsten 555 Schritte werden am Mittwoch, 3. November bei hoffentlich wieder besserem Wetter bewältigt. Auf dem Programm stehen dann gymnastische Übungen im Buchfinkenzentrum und das schon traditionelle Brezelessen im Saal des Gasthauses „Zum grünen Baum“ in Horbach. Und wieder gilt: Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, wird gefahren. Weitere Infos zu den 555ern gerne im Altenheim Ignatius-Lötschert-Haus oder unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.

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Kommentare
S. Schmidt:
Diskriminierung erleben heute in Deutschland wieder Menschen die nicht gegen eine Erkrankung an COVID-19 geimpft sind, ebenfalls wird ihnen das Leben schwer gemacht, bis hin zur Unmöglichkeit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben oder dem Einkauf, siehe Ausweitung der sogenannten 2G Regeln!...
juergen mueller:
Gute Nacht Politik Koblenz - schlaft gut und vor allem träumt weiter von einem Einstieg in die Elektromobilität, der eh nicht zu Ende gedacht wurde....
P. Van der Land :
Unfassbar, welches Gremium der Ahnungslosen hat diesen Unfug entschieden? ...
S. Schmidt:
"In Friedenszeiten ersetzt die Verwaltung den Feind", in diesem Spruch liegt viel Wahrheit!...
Gerda Nehls:
Da der Nabu strickt gegen das Aufräumen war und ist, sollte der Nabu jetzt mal einen Teil der verursachten Schäden/ Kosten übernehmen. Treibgut war in erster Linie eben altes liegengelassenes Gehölz/ Bäume, nicht gemähte Ufer usw. Jetzt unterschreiben lassen, dass sie für die Zukunft für die Schäden...
 
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