Allgemeine Berichte | 18.12.2019

Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V.

Ortswechsel - kein Grund zum Trauern

Das Werkstattteam macht trotzdem weiter.Foto: privat

Remagen. Mit der berühmten „Träne im Knopfloch“ nahm das Werkstattteam der Selbsthilfewerkstatt für Flüchtlinge Abschied von der Grabenstraße 36 in Remagen. Montags und mittwochs jeweils am Nachmittag stand die Tür zur Werkstatt offen. Die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH) führte seither das 2017 von Studierenden des Rhein-Ahr-Campus gegründete Projekt bikewash weiter. In diesem Zeitraum wurden fast 300 Fahrräder instandgesetzt, mehr als 850 „Kunden“ an 220 Werkstatttagen empfangen, aber auch Beratungen durchgeführt, Werkstattgesprächsrunden angeboten, Kunst- und Fotoausstellungen organisiert und die Veranstaltungsreihe „Remagen redet!“ aus der Taufe gehoben. Alles in allem: ein sehr erfolgreiches Projekt der ÖFH, das über die Stadt Remagen vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wurde und in das weit über 2.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geflossen sind.

Für das Werkstattteam Lothar Scheffel, Franz Rinsche und Wolfgang Simon ist klar: sie machen weiter. Viele Geflüchtete wohnen nach Schließung der Unterkunft in der ehemaligen Remagener Post in Kripp. Dort werden die drei auch weiterhin Geflüchteten bei der Reparatur ihrer Räder helfen. Sollten sie mal mit ihrem Latein am Ende sein, steht in der Grabenstraße zukünftig Jannis Schmitz mit seinem Service bereit.

Ebenfalls in Kripp wird die ÖFH ihre Vor-Ort-Beratung anbieten. Im neuen Jahr werden Imad Mardo und Lothar Scheffel dort regelmäßig anwesend sein. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Schatzkammer Oberwinter e.V., Eine-Welt-Laden Remagen-Sinzig und Evangelische Öffentliche Bücherei Remagen sind außerdem schon weitere Termine der Reihe „Remagen redet!“ geplant.

Ortswechsel sind also kein wirklicher Grund zum Trauern, sondern setzen neue Kräfte frei. „Wir freuen uns auf 2020!“ bekräftigt Werner Rex, Vorsitzender der ÖFH, „und unserem Remagener Team gehen garantiert die Ideen nicht aus.“

Das Werkstattteam macht trotzdem weiter.Foto: privat

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