Allgemeine Berichte | 29.10.2018

3. Oktoberfest in Montabaur begeistert rund 1.400 Besucher an einem Abend

O’zapft is – a Riesengaudi in Montabaur

„Würzbuam“ und hervorragende Organisation bringen echt bayerisches Flair in den Westerwald

Ein Prosit auf ein tolles Fest! Fotos: WR

Montabaur. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Frage kann berechtigt gestellt werden, betrachtet man die Erfolgsgeschichte des Oktoberfestes in Montabaur näher. Ein Besuch des Oktoberfestes in München erübrigt sich, da Stimmung und Ambiente dort nicht besser als in Montabaur sein können. Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Fassbieranstich, und der damit verbundenen Eröffnung des Oktoberfestes, zogen die Massen in das Riesenzelt ein. Freitags, an einem frühen Abend, war das Zelt mit gut 1.400 Menschen zum Bersten gefüllt. Wo gibt es das sonst noch? Es fiel auf, dass – bis auf ganz wenige Ausnahmen – alles im bayerischen Dresscode gewandet war. Die Madln im attraktiven Dirndl, dabei nicht mit ihren Reizen geizend, die Buam zeigten voller Stolz ihre strammen Wadln in knackigen Krachledernen.

Prächtiges Programm sorgte für ausgelassene Stimmung

Zur Einstimmung auf das Oktoberfest spielte der Musikverein Heiligenroth schmissige Melodien, die zum Einzug der Massen passte. Als Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland den Zapfhahn mit Hilfe eines Schlegels in das 50 Literfass besten bayerischen Oktoberfestbieres trieb – übrigens beidhändig mit fünf Schlägen, und ohne zu Spritzen –, brandete erster Beifall auf. Mit dem traditionellen Ausruf „O’zapft is“ war nun unter dem Jubel des Feiervolkes das 3. Oktoberfest in Montabaur endlich offiziell eröffnet. Das war auch gleichzeitig der Startschuss zu einer rauschenden Partynacht, die keine Wünsche offen ließ. Bürgermeisterin Gabi Wieland ließ es sich nehmen, die ersten Masserl Freibier persönlich unter die Leute zu bringen. Das Vorspiel war beendet, nun konnte es mit dem Hauptakt weitergehen.

Unter dem grenzenlosen Jubel der Meute betraten die „Würzbuam“ die Bühne. Diese Formation ist im Westerwald nicht unbekannt, da sie bereits im Vorjahr äußerst erfolgreich das Oktoberfest in Montabaur bereicherte. Unglaublich: Als die Jungs mit „Hulapalu“ von Andreas Gabalier loslegten, standen fast alle Besucher auf ihren Bänken, die wollten nichts außer Feiern. Schlag auf Schlag boten die „Würzbuam“ einen wilden Ritt durch die moderne Volks- und Schlagermusik, immer verbunden mit einem Touch bayerischer Elemente. Egal welcher Song gespielt wurde, das Publikum kannte die Texte auswendig – sie wollten nicht nur die Musiker, sondern auch sich selbst feiern. Ein Höhepunkt direkt am frühen Abend war der Moment, als Thomas sich mit seiner Trompete von der Bühne begab, sich einen Weg durch die Massen bahnte, auf einen Tisch inmitten der Besucher stieg, und dann das „Westerwald-Lied“ als Solo blies.

Aus weit über 1.000 Kehlen wurde unser Heimatlied mitgesungen, in diesem Moment wäre der Deckel fast vom Kessel geflogen. Mehr Jubel, Trubel, Heiterkeit geht einfach nicht!

In diesem Modus verlief der gesamte Abend: Die „Würzbuam“ in absoluter Topform, ganz exzellente Musiker und Sänger, die durch ihre musikalische Virtuosität immer wieder Beifall auf offener Bühne herausforderten, und auch erhielten. Es war ein ewiges Geben und Nehmen zwischen der Band und dem Publikum. Angestachelt durch die Feiernden, gaben die Jungs echt das Letzte, ohne dabei den Spaß und die Spielfreude zu verlieren. Die „Würzbuam“ waren der Garant für den gelungenen Auftakt des Oktoberfestes in Montabaur.

Bayrischer wird der Westerwald nicht

„BLICK aktuell“ hatte Gelegenheit, mit Oliver Krämer vom Kulturbüro der VG Monatabaur zu sprechen, die das 3. Oktoberfest veranstaltet und organisiert. Oliver Krämer bekam ganz einfach das glückliche und zufriedene Lächeln ob des grandiosen Erfolges nicht aus dem Gesicht.

Er erklärte, dass wie in den letzten Jahren das Zelt innerhalb kurzer Zeit restlos ausverkauft war. Obwohl in diesem Jahr das Zelt nochmals vergrößert wurde, somit über 1.400 Karten zur Verfügung standen, gingen die Karten für beide Veranstaltungstage weg wie warme Semmeln. Sehr stolz zeigte sich Oliver Krämer darüber, dass die Besucher nicht nur aus Montabaur zum Oktoberfest kommen, sonders aus der gesamten Region des Unterwesterwaldes. Die Arbeit und die Mühen, das Oktoberfest zu organisieren, seien im Handumdrehen vergessen, wenn man betrachtet, welche Freude und Anerkennung durch die vielen Gäste erfolgt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Oktoberfesten, wo vor einer Halle, oder einem Zelt, häufig eine Imbissbude steht, wurden in Montabaur echt bayerische Schmankerln gereicht. Serviert wurde sehr umweltfreundlich auf Porzellantellern mit Messer und Gabel aus Edelstahl: Hausgemachter Wurstsalat, Leberkäsesemmel, Leberkäs, Weißwurst, Brezeln und halbe Hendl, dazu wurden Oktoberfestbier und Weißbier gereicht. Mehr Bayern geht nicht mehr im Westerwald.

Am Samstag spielten das Blasorchester Daubach und die Band „Bayernmän“, auch diese Kombination ist wieder Garant für ein Fest für die Region, und die Menschen aus dem Westerwald.

Die „Würzbuam“ heizen mächtig ein.

Die „Würzbuam“ heizen mächtig ein.

Partystimmung auf den Bänken.

Partystimmung auf den Bänken.

Der MV Heiligenroth spielte zum Auftakt des Oktoberfestes.

Der MV Heiligenroth spielte zum Auftakt des Oktoberfestes.

Bürgermeisterin Gabi Wieland beim gekonnten Fassanstich.

Bürgermeisterin Gabi Wieland beim gekonnten Fassanstich.

Ein Prosit auf ein tolles Fest! Fotos: WR

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
SB Wahlen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
300

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
128

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
40

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
41

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Imageanzeige
Image Anzeige
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Maifest in Gönnersdorf
Handwerker im Außendienst
Industriemechaniker
Gesundheit im Blick Lahnstein
Gesundheit im Blick
Save the Dates
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 17
T-Roc & R-Line / Meckenheim
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr