Passionsspiele Rieden enden mit Glockengeläut
Rieden. Die 12. Riedener Passionsspiele sind zu Ende. Während in diesen Tagen noch die Bühne in der Kirche zurückgebaut wird, war es an Ostersonntag das gesamte Glockengeläut der Kirche St. Hubertus, welches dem Ort verkündete: Der letzte Vorhang ist gefallen.
„250 Mitwirkende haben in den Wochen und Monaten zuvor viel Zeit und Herzblut investiert, um den Gästen einen besonderen Moment in der Fastenzeit zu geben“, so der 1. Vorsitzende Joachim Engel bei seiner allabendlichen Begrüßung. Und wenn man die zahlreichen Reaktionen der rund 6.300 Besucherinnen und Besucher lesen und hören durfte, ist dies auch voll gelungen. Das Lob der Gäste beschränkte sich hierbei nicht nur auf die darstellerische Leistung auf der Bühne. Das Gesamtpaket von der Ankunft und dem Parkmangagement durch die Feuerwehr, das Angebot im Cateringbereich und die zahlreichen Ansprechpartner für Fragen der Gäste fanden ebenso Lob und Anerkennung wie die musikalische Begleitung durch den Chor, die Bühnenbilder, die Gestaltung der Gewänder und der reibungslose Umbau zwischen den einzelnen Szenen. Stehende Ovationen war an allen Abenden der Dank für das Engagement der Mitwirkenden.
Am Abend nach der Schlussaufführung fanden sich alle in der Gemeindehalle ein. Es sollte ein sehr emotionaler Abend werden, denn schlagartig wurde allen klar, dass diese gemeinsame Zeit der Vorbereitung und der Aufführung nun ein Ende gefunden hat.
Es ist gute Tradition, dass am letzten Abend alle Mitwirkenden zur Erinnerung an die Spielzeit ein Präsent erhalten, in diesem Jahr ein Bild mit Motiven der Kirche St. Hubertus und der Passionsspiele; angefertigt von dem Bühnen- und Kulissenmaler Hermann Krause. Nach einem Wort des Dankes durch den Vorsitzenden durfte zunächst Friedhelm Wallrich als Vertreter der Kirchengemeinde ein Bild entgegennehmen. Anschließend wurde Helmut Bach für sein Engagement bei den Passionsspielen nach vorne gebeten. Er hat seit 1965 die Rolle des Pharisäers Ammon verkörpert und war zudem lange Jahre Kassierer des Vereins und mit 80 Jahre ältester aktiver Teilnehmer. Höhepunkt war aber sicherlich die Verabschiedung des langjährigen Spielleiters Hans-Peter Doll, der aus eigenem Wunsch die Spielleitung kommender Passionsspiele abgibt. Seit 1975 ist er den Passionsspielen in verantwortungsvoller Position verbunden, seit 1985 als deren Spielleiter. Auch er erhielt aus den Händen des Vorsitzenden sein Präsent.
Abschließend galt der Dank der Verantwortlichen nochmals allen Mitwirkenden sowie der Kirchengemeinde, dass man auch im Jahre 2025 wieder in der Kirche St. Hubertus die Passion aufführen durfte. Die Frage, wann die 13. Passionsspiele stattfinden, blieb an dem Abend unbeantwortet. Man möchte die Spielzeit zunächst mal abschließen. Eine Entscheidung soll jedoch noch in diesem Jahr erfolgen.
