Allgemeine Berichte | 30.09.2016

Energieagentur Rheinland-Pfalz und Kreis Ahrweiler würdigen Ressourcenschonendes Bauen

Passivhaus erhielt das begehrte Hausschild

Landesweite „H.ausgezeichnet“-Auszeichnung feiert in Bad Neuenahr-Ahrweiler Premiere

Freuten sich über die erste „H.ausgezeichnet“-Auszeichnung im Kreis Ahrweiler, von links Anna Jessenberger (Energieagentur), Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Karla Joistgen, Mila Joistgen, Julia Joistgen, Christian Joistgen, Kati Joistgen (es fehlt: Luke Joistgen).DU

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Zeiten knapper werdender Ressourcen sind Schlagworte wie „Energiewende“ oder „Wärmewende“ stets präsent. Diesen wichtigen Themen widmet sich auch der Landkreis Ahrweiler und die Energieagentur Rheinland-Pfalz, beispielsweise mit der kürzlich im Foyer der Kreisverwaltung eröffneten Ausstellung rund um moderne Heiz- und Energiesysteme („Blick aktuell“ berichtete). Bekanntermaßen kann ohne Wärmewende keine Energiewende stattfinden, so dass hier auch das private Engagement der Bürger eine besonders wichtige Rolle einnimmt – unter anderem auch beim Sanieren, beziehungsweise beim Haus-Neubau. Um energiesparendes Bauen und Sanieren zu honorieren, vergibt die Energieagentur Rheinland-Pfalz seit Juni dieses Jahres die landesweite Auszeichnung „H.ausgezeichnet“. Hierbei handelt es sich um ein besonderes Hausschild, das mit der Hausnummer des auszuzeichnenden Gebäudes individuell angefertigt wird. Mit der Auszeichnung werden die Gebäudeeigentümer für ihren Beitrag zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes und damit auch zu Energiewende honoriert. Gleichzeitig möchte die Energieagentur Rheinland-Pfalz mit der Auszeichnung zur Nachahmung motivieren. Mit „H.ausgezeichnet“ kann jedes Wohn- und Nichtwohngebäude in Rheinland-Pfalz, das die vorgegebenen Anforderungen erfüllt, ausgezeichnet werden. Bewerben können sich gewerbliche, private und öffentliche Bauherren.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Als erstes Objekt in Rheinland-Pfalz wurde jetzt das Haus der Eheleute Christian und Julia Joistgen in der Bad Neuenahrer Mörikestraße 5a mit dem „H.ausgezeichnet“-Schild versehen. Hierbei handelt es sich um einen Neubau eines Einfamilienhauses in Holzrahmenbauweise als Passivhaus. Am 18. Oktober 2010 begann man mit den Bauarbeiten, bereits einen Monat später war der Rohbau fertig gestellt und der Innenausbau konnte in Angriff genommen werden. Mit einem so genannten „Blower-Door-Test“ wurde die Luftdichtigkeit des Gebäudes überprüft. Die Außendämmung der Immobilie erfolgte mit Holzfaser und Zellulose bei dreifach verglasten Passivhaus-Fenstern. So liegt der Jahresprimärenergiebedarf bei 29 kWh/m²a, der Heizwärmebedarf bei 15 kWh/m²a. Darüber hinaus hat das Haus eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für kontrollierte Wohnraumbelüftung. Die Heizungsanlage des nicht unterkellerten Objekts verfügt über eine Luftwärmepumpe samt Verteilung über Flächenheizung/Fußbodenheizung. Die hauseigene Fotovoltaik-Anlage hat eine Nennleistung von 4,2 kWp Stromeinspeisung. „Als Landrat von insgesamt 130.000 Mitbürgern in acht Kommunen freue ich mich über dieses Engagement der Bürger, zumal hier ein Ort von hoher Behaglichkeit geschaffen wurde, der Energie- und Ressourcensparend ist“, freute sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Rahmen der „H.ausgezeichnet“-Ehrung von Familie Joistgen. Deren Objekt war zwar Landes- und Kreisweit die erste „H.ausgezeichnet“-Immobilie, jedoch erhalten in Kürze auch Häuser in Heimersheim und Koisdorf das begehrte Hausschild.

Freuten sich über die erste „H.ausgezeichnet“-Auszeichnung im Kreis Ahrweiler, von links Anna Jessenberger (Energieagentur), Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Karla Joistgen, Mila Joistgen, Julia Joistgen, Christian Joistgen, Kati Joistgen (es fehlt: Luke Joistgen).Foto: DU

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  • Kiefer: Wenn ich sehe wie viele von Landershofen runter nach Ahrweiler ohne Beleuchtung fahren dann wird es mir schlecht. Jeden Morgen dasselbe Spiel

Sternsinger bringen Segen

  • Ulrich Manns : Sehr beeindruckend das Engagement! Eine schöne Kultur, die man unbedingt unterstützen sollte. Danke an alle Beteiligten ???
  • Anne: Wie gut, das jetzt keine Dorfkirmes ist am 19. Januar. Da gäbe es dann eher ein traditionelles Hahneköppen in ausgelassener Stimmung unmittelbar neben dem Tatort anstatt einer Mahnwache…
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