Allgemeine Berichte | 05.07.2017

Erich-Klausener-Gymnasium und Realschule plus

Patenschaft „Honerather Bach“ nimmt Fahrt auf

Schülerinnen und Schüler führten weitere Arbeiten am Gewässer durch.

Die Schülerinnen und Schüler des Erich-Klausener-Gymnasium und der Realschule plus packten kräftig bei den Gewässerarbeiten an. Dr. Maria Dommermuth

Adenau. Das Erich-Klausener-Gymnasium und die Realschule plus in Adenau sind in diesem Jahr im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes „Obere Ahr-Hocheifel“ eine Patenschaft für den Honerather Bach eingegangen. Mit der Unterstützung von Dr. Maria Dommermuth und Dr. Jochen Mölle von der Kreisverwaltung Ahrweiler engagieren sich die beiden Schulen an einem Abschnitt des Gewässers. Winfried Sander aus Leimbach begleitet für das Landesamt für Umwelt in Mainz das Projekt. Er initiiert und betreut landesweit schulische Bachpatenschaften.

Der kleine Bach verläuft auf einer Strecke von gut 100 Metern schnurgerade über ein fest gefügtes Bett, eine so genannte „Steinstickung“, die von Menschenhand vor Jahrzehnten zum schnelleren Abfluss des Gewässers erstellt wurde. Das Ziel der Arbeit der Schülerinnen und Schüler: Wenn sie die fest verankerten Steine im Bachbett allmählich abschnittweise entfernen und einzelne Steine oder Steinreihen bewusst als Strömungslenker im Bachbett belassen bzw. neu einbringen, dann kann sich das Gewässer wieder frei bewegen. Es kann Windungen und Schleifen anlegen, in die Breite gehen und langsamer fließen und damit allmählich wieder naturnahe Form annehmen. Zudem sollen sich damit auch Fauna und Flora im und am Bach wieder passend ansiedeln.

Neben den Erkenntnissen über die komplexen Zusammenhänge im System „Bach“ stehen kräftige Arbeiten an: Lockerung, Aufbruch und teilweise Entfernung des steinernen Bachbettes und Konstruktion von anderen Strömungslenkern. So zum Beispiel die Erstellung und Einbringung von Faschinen ins Gewässer. Faschinen sind kleinere Äste von Weiden oder Schwarzerlen, die mit Draht um einen dicken Ast gebundenen werden. Das gesamte Konstrukt wird einem flachen Winkel in Strömungsrichtung in das Wasser und tief in das begleitende Ufer eingebaut. Die abgelenkte Strömung prallt auf die andere Bachseite und bringt so die ehemals geradlinige Strömung zum Schwingen und damit zur gewünschten Seitenerosion. Zugleich bietet das Gebilde Schutz für Fische und andere Lebewesen. Gleiches gilt für die locker eingebrachten Steine. Allerdings: „Dieser Vorgang braucht Zeit und vor allem Hochwasser“, merkt Sander an: „Ein Projekt, das mehr als ein Schuljahr andauert“! Daher ist die schulische Unternehmung auch auf mehrere Jahre angelegt und findet mit der großzügigen Unterstützung der Kreissparkasse Ahrweiler statt, die den beteiligten Schulen aus der Verbandsgemeinde Adenau Projektmittel für das Material und die Auswertung der Ergebnisse bereitstellt.

Pressemitteilung

Projektgruppe „Honerather Bach“

Die jungen Menschen wurden von Dr. Maria Dommermuth und Dr. Jochen Mölle bei den Arbeiten unterstützt.

Die jungen Menschen wurden von Dr. Maria Dommermuth und Dr. Jochen Mölle bei den Arbeiten unterstützt.

Die Schülerinnen und Schüler des Erich-Klausener-Gymnasium und der Realschule plus packten kräftig bei den Gewässerarbeiten an. Fotos: Dr. Maria Dommermuth

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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