Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Remaclus und Empfang
Pfarrer i. R. Lothar Brucker feierte Goldenes Priesterjubiläum
Waldorf. Der in Waldorf beheimatete Pfarrer i. R. Lothar Brucker feierte am vergangenen Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum. Mit einem Dankgottesdienst und anschließendem Empfang im Pfarrheim feierte Lothar Brucker diesen Tag im Kreise seiner Familie, Freunden und vielen Pfarrangehörigen sowohl seiner Heimatgemeinde Waldorf, wie auch aus den zahlreichen Pfarreien, in denen der 82-jährige Priester während seiner langen seelsorgerischen Tätigkeit gewirkt hatte.
Gemeinsam mit Pfarrer Günter Marmann und dem Ruhestandsgeistlichen Benno Schator zelebrierte er einen festlichen Gottesdienst, den der Kirchenchor Waldorf unter der Leitung von Andrea Ernst mitgestaltete, und zu dem der katholische Junggesellenverein Waldorf eine Fahnenabordnung stellte. Passend zum Jubilar war das Evangelium „vom barmherzigen Samariter“ gewählt. Pfarrer Marmann gab in der Predigt dem „barmherzigen Samariter“ einen Namen: Er nannte ihn „Lothar“. Eindrucksvoll erzählte Pfarrer Marmann das Evangelium mit seinen Worten nach und fand stets die passenden Passagen zu dem goldenen Priesterjubilar. Er sprach dabei Lothar Bruckers „Neuorientierung“ zu seiner Tätigkeit als Missionar in Bolivien an. „Hier traf er auf Menschen, die in Not waren. Er lernte die Sprache, er lernte die Menschen kennen und wurde vertraut mit ihnen. Er erkannte ihre Ängste und Träume. Erst dann begann sein segensvolles Wirken, wofür er vom Bistum Trier auch als Priester und Entwicklungshelfer entsprechend gewürdigt wurde,“ erklärte Marmann. Er erinnerte an verschiedene Projekte, die Lothar Brucker während seines Bolivienaufenthaltes in Angriff nahm (Bau eines Staudamms, Einrichtung eines Bildungszentrums). Besonders die Entwicklung einer Schule habe dabei Lothar Brucker sehr am Herzen gelegen. „Über all das hinaus war er aber auch als Priester sehr aktiv“, bemerkte Pfarrer Marmann und erinnerte an die große Pfarrei Villa Serrano mit über 40 Dörfern, die er teilweise nur auf einem Pferd erreichen konnte, wobei er wieder einen Vergleich mit dem Reittier im Gleichnis mit dem barmherzigen Samariter zog. „Er tat dies alles aus Liebe zu den Menschen, vor allem aber aus Liebe zu Gott!“ Lothar Brucker sei während seiner Tätigkeit ein wahrer Samariter gewesen, der im Verständnis des christlichen Glaubens wie Christus wirkte. Pfarrer Marmann erinnerte die Gläubigen: „So ruft Gott jeden Getauften, ebenfalls Samariter zu sein.“
Unter großem Beifall der Gläubigen dankte Pfarrer Marmann dem Jubilar für sein segensreiches Wirken und wünschte ihm noch eine lange Zeit „in unserer Mitte“, vor allem aber Gesundheit.
Am Ende des Gottesdienstes dankte auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Remaclus Waldorf, Anneliese Schmitt, dem Jubilar zu seinem Jubeltag und überbrachte die Glückwünsche der gesamten Pfarrei, denen sich auch Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten im Namen der Zivilgemeinde Waldorf anschloss. Die Zivilgemeinde Waldorf sei stolz darauf, Lothar Brucker zu seinen Einwohnern zählen zu dürfen. Beide wünschten ihm für den weiteren Lebensweg alles Gute und besonders Gesundheit.
Im Anschluss an den Dankgottesdienst nahmen bei dem Empfang im Pfarrheim viele die Gelegenheit wahr, Lothar Brucker persönlich zu seinem Jubiläum zu gratulieren und ihm Gespräch so manche persönliche Erfahrung mit ihm noch einmal zu erleben. Neben den Einheimischen waren viele aus den früheren Pfarreien gekommen, in denen Lothar Brucker während seiner seelsorgerischen Tätigkeit aktiv war. Darunter auch Vertreter der Kolpingfamilie St. Mauritius Kärlich, deren Ehrenpräses Lothar Brucker seit 1990 ist.
Besonders freute sich der Jubilar, dass mit Schwester Euphracia und Schwester Gladis zwei Schwestern aus Bolivien angereist waren, die ihm persönlich gratulierten. Dabei machte es ihm sichtlich viel Freude, die Glückwünsche, die die Schwestern in spanischer Sprache vortrugen, zu übersetzen. Man feierte gemeinsam und Lothar Brucker dankte in bewegten Worten den Gästen und Gratulanten in seiner bescheidenen Art: „Ich danke Gott, dass er mir dies alles ermöglicht hat!“
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Besonders erfreut war Lothar Brucker über die Anwesenheit von Schwester Euphracia und Schwester Gladis aus Bolivien.
Beim Empfang im Pfarrheim nahmen viele die Gelegenheit wahr, dem beliebten Seelsorger persönlich zu gratulieren.
