Allgemeine Berichte | 16.02.2024

Neues aus dem Koblenzer Stadtwald

Pferdekraft unterstützt nachhaltige Waldarbeit

Pferderückerin Susanne Berling zeigt bei ihrem Einsatz im Gülser Wald, dass sie und Klara, ein Polnisches Kaltblut, auch bei beengten Verhältnissen sehr gut miteinander harmonieren beim Rücken des Holzes.  Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf

Koblenz. Kürzlich hatten Waldbesucher im Gülser und Rübenacher Wald die Gelegenheit, die Pferderückerin Susanne Berling und den Pferderücker Karsten Güttler bei ihrer Arbeit zu beobachten. Diese Erfahrung verdeutlicht die zunehmende Bedeutung bodenschonender Rückeverfahren im Stadtwald Koblenz.

Die Bodengesundheit im Wald kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Die Qualität des Trinkwassers und der Hochwasserschutz hängen entscheidend von den Waldböden ab. Waldböden sind wichtige CO2-Senken, speichern fünfmal mehr Kohlenstoff als die oberirdische Biomasse und beherbergen eine hohe Artenvielfalt. In einer Handvoll Waldboden leben mehr Organismen als Menschen auf der Erde. Dieser Artenreichtum trägt wesentlich zur Stresstoleranz der Waldökosysteme bei, insbesondere in Zeiten des Klimawandels.

In der naturnahen Waldbewirtschaftung wird bereits auf eine flächige Befahrung verzichtet - so auch im Stadtwald Koblenz. Angestrebt werden Fahrlinien (auch Rückegassen genannt) von 40 Metern, so dass insgesamt nur zehn Prozent des Waldbodens verdichtet werden. „Ganz ohne Rückegassen geht es nicht, denn das Holz ist schwer und muss zur Waldstraße transportiert werden“, erklärt Försterin Miriam Nass. Hier kommt der Einsatz von Pferden ins Spiel.

Auf dem Rücken von Pferden wird das Holz an die Rückegassen gerückt und von dort mit einem Tragschlepper an die Straße transportiert, wo es von Lastwagen befahren werden kann. Pferde arbeiten sehr bodenschonend und durch ihre Wendigkeit entstehen kaum Rückeschäden an den verbleibenden Bäumen. Das Arbeitsverfahren mit Pferden ist immissionsarm, leise und fügt sich harmonisch in den Wald ein.

Besonders bei anhaltender Nässe und Frostfreiheit im Winter, der Haupterntezeit, ist der Einsatz von Pferden eine zusätzliche Hilfe, um den verderblichen Rohstoff Holz aus dem Wald zu transportieren. Insbesondere für dünnes bis mittelstarkes Holz aus Waldpflegemaßnahmen ist das schonende Rücken mit Pferden ein beliebtes Arbeitsverfahren.

Eindrücke vom Einsatz im Gülser Wald gibt es in einem Video im Internet unter bit.ly/pferderuecken.

BA

Pferderückerin Susanne Berling zeigt bei ihrem Einsatz im Gülser Wald, dass sie und Klara, ein Polnisches Kaltblut, auch bei beengten Verhältnissen sehr gut miteinander harmonieren beim Rücken des Holzes. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf

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