Allgemeine Berichte | 19.06.2019

Was bewegt Menschen immer wieder zum Pilgern, dabei Strapazen auf sich zu nehmen?

Pilgern aus Tradition

Am Ende waren alle glücklich es geschafft zu haben: Nach drei Tagen erreichte die Pilgergruppe die Matthiasbasilika. Foto: privat

Kobern-Gondorf. Nunmehr seit über 30 Jahren ist die Matthiasbruderschaft Kobern-Gondorf für drei Tage unterwegs zum Apostelgrab des heiligen Matthias nach Trier: „Der Weg ist das Ziel“!

Und der Weg bringt immer wieder jedes Jahr neue Erfahrungen, neue Erkenntnisse, spannungsvolle Erwartung. „Schaffe ich das?“ Alt- und diesmal erfreulicherweise zehn Neupilger, fragen sich dies täglich, denn bis zum Ziel müssen ca. 100 Kilometer „erpilgert“ werden. Ausreichende Fitness ist zwar erforderlich, aber die Gruppe berücksichtigt auch, dass es dem ein- oder anderen eine zu lange Strecke ist. Daher bietet sie auf Wunsch an allen größeren Teilstrecken „Überbrückungsfahrten“ an für Pilger, denen einzelne Etappen zu lang sind. Es wird gerne angenommen, man ist in der Gemeinschaft dabei.

Der erste Tag begann um 6 Uhr in der Schlossberghalle in Kobern mit einem Morgenimpuls und Pilgersegen durch Pfarrer Fuchs. Dort machten sich die Teilnehmenden auf den Weg nach Hatzenport zur Frühstückspause, traditionell freundlichst aufgenommen im Winzerhof Gietzen, in Treis ist Mittagsrast, weiter geht es durch das Naturschutzgebiet nach Cochem. Ein Bus bringt de Gruppe dann zur Marienburg bei Bullay, wo sie die nächsten 2 Nächte verbringen wird.

Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz

Der zweite Tag bietet über die Moselhöhen landschaftlich wunderschöne Ausblicke ins Tal auf dem Weg nach Ürzig. Ein jeder freut sich hier auf die Mittagsrast in der uns sehr vertrauten Waldschänke bevor, nach einer kurzen Busfahrt, ab Osann-Monzel der Anstieg nach Klausen ansteht. Hier gestalteten Mitpilger den Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Fuchs, mit Gesang, Lesungen und mit Impulsen, die Freude, Kraft, Energie geben für das bereits Erlebte und die bevorstehende dritte Etappe. Mit der anschließenden Rückfahrt zur Marienburg begann der entspannte Ausklang des zweiten Pilgertages.

Der dritte Tag startete mit einer kurzen Morgenandacht in der Pfarrkirche in Rivenich. Mittagsrast war traditionell in Schweich. Danach im Pfarrheim in Ehrang nochmals eine Pause zur Stärkung, die die letzten „Mobilitätsreserven“ bis zum Ziel förderte: die Matthiasbasilika! Erhebend, dankbar ein jeder mit und ohne Wehwehchen freute sich, beim Einzug bei Glockengeläut und Orgelspiel aus tiefstem Herzen „Großer Gott wir loben dich“ zu singen.

Hier wurden vom Pilgerpater jeweils die Neupilger sowie alle, die bereits seit 10, 20, 25 oder 30 Jahren mitpilgern geehrt. Eine schöne Zeremonie, an die sich dann ein Dankgottesdienst anschloss.

Die Heimfahrt bei Gesprächen mit Alt- und Neupilgern gab die Antwort, was zum Pilgern aus Tradition führt: Gemeinschaft, Geselligkeit vor allem am Abend, miteinander unterwegs sein bei Gebeten, Gesang in der Natur und dies auf einer wunderschönen Wegstrecke in der Heimat. Einfach zu sich selbst finden, bewegt die Pilger wieder dabei zu sein im nächsten Jahr vom 14. bis 16. Mai 2020. Informationen dazu gibt es unter Tel. (0 26 07) 65 50 oder (0 26 07) 40 64.

Am Ende waren alle glücklich es geschafft zu haben: Nach drei Tagen erreichte die Pilgergruppe die Matthiasbasilika. Foto: privat

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