Weltladen Andernach
Pioniere des Fairen Handels
Andernach. Weltläden sind die Pioniere des Fairen Handels. Seit über 40 Jahren verkaufen sie fair gehandelte Produkte aus den Ländern des Südens. Angefangen haben sie an Tapeziertischen und mit einfachster Ausstattung - heute entwickeln sie sich mehr und mehr zu Fachgeschäften des Fairen Handels. Mittlerweile gibt es etwa 800 Weltläden in Deutschland und rund 2500 in Europa. In Andernach gibt es den Wetlladen seit 1993. Anfangs in der Balduinstraße, dann in der Eisengasse und inzwischen - gemeinsam mit der Perspektive - als FaiRegio Laden auf der Hochstraße 53.
Fairness statt Marktmacht
Anders als im konventionellen Handel stehen im Fairen Handel nicht der Gewinn, sondern die Menschen im Vordergrund, die die Waren herstellen. Der Faire Handel sichert den Produzenten ein stabiles Einkommen, sorgt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und berät die Produzenten, z.B. bei der Umstellung auf biologischen Anbau. So ermöglicht der faire Handel den Menschen im Süden den Aufbau einer zukunftsfähigen Existenz.
Den Kunden bieten die Weltläden ein breites Sortiment hochwertiger Produkte: von Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Honig, Reis und Schokolade über Musikinstrumente, Schmuck und Kunsthandwerk bis hin zu Lederwaren und Texilien. Etwa 70% der fair gehandelten Lebensmittel sind außerdem biologisch angebaut.
Politische Kampangen
Neben dem Verkauf beteiligen sich Weltläden an politischen Kampangen. Jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai machen Weltläden im Rahmen des Weltladentags auf ein politisches Thema aufmerksam. Dieses Jahr geht es um das Lieferkettengesetz, das die Handelspartner u.a. verpflichten soll, jedes Teil der Lieferkette (von Produktion bis zum Verkauf ) transparent zu gestalten.
So wie die Regeln jetzt sind, benachteiligen sie die Länder des Südens nicht nur. Sie stellen geradezu eine Gefahr für Millionen von Kleinbauern dar. Denn deren Produkte können teilweise nicht mit den Waren konkurrieren, die von den Ländern des Nordens hoch subventioniert werden und ihre Märkte überschwemmen. So untergräbt die Subventionspoliltik der Industrieländer nicht nur die Bemühungen vieler Entwicklungsländer, sondern auch die eigene Entwicklungspolitik.
Gerechtigkeit
Weltläden praktizieren etwas, von dem andere nur reden: Gerechtigkeit. Mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte tragen sie ganz konkret zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens bei. Damit ist auch jeder Einkauf im Weltladen ein ganz konkreter Beitrag zu mehr Gerechtigkeit - praktisch und politisch.
Wegen der Coronakrise stehen im Moment weniger ehrenamtliche MitarbeiterInnen zur Verfügung. Dewegen können z.Zt. nur folgende Öffnungszeiten angeboten wreden: Donnerstag 11 - 17 Uhr, Freitag 11 - 17 Uhr, Samstag 10 - 13 Uhr.
