Allgemeine Berichte | 05.12.2016

Kleiner Arbeitskreis stellt in Großmaischeid Großes auf die Beine - Zum 14. Mal Weihnachtsmarkt

Plätzchenmarkt zieht immer mehr Besucher an

Zehn Holzhäuschen boten ein vielseitiges Angebot

Plätzchenmarkt zieht immer mehr Besucher an

Großmaischeid. „Plätzchenmarkt“ hört sich ja eher nach etwas Kleinem an. Aber was sich da in den letzten Jahren in Großmaischeid entwickelt hat, nimmt schon eher große Formen an. Der Plätzchenmarkt in der Dorfmitte, gegenüber der katholischen Kirche, zieht immer mehr Besucher und Aussteller an. Ein Highlight im Veranstaltungskalender der Gemeinde. Ortsbürgermeister Uwel Engel preist den Markt mit schwärmerischen Worten: „Am Samstag in der Zeit von 15 bis 22 Uhr erstrahlt der Plätzchenmarkt in Großmaischeid nun schon zum 14. Mal in seiner Lichterpracht. Es liegt eine besondere Atmosphäre über diesem Platz. Die stimmungsvolle Beleuchtung, die liebevolle Gestaltung der Stände, die verlockenden Düfte und die Musik lassen uns diesen weihnachtlichen Markt mit allen Sinnen erleben. Hier kann man innehalten, schauen, genießen und miteinander reden. Hier trifft man sich und nimmt die Atmosphäre dieses Platzes auf - ein bunter, froher und kommunikativer Ausdruck der Vorfreude auf Weihnachten.“

Ein festliches Weihnachtsdorf erwartete die Besucher

Der Arbeitskreis Ortsbild/Ortsstruktur Großmaischeid als Organisator des Plätzchenmarktes hatte sich wieder einiges einfallen lassen: Neben der Pfarrkirche St. Bonifatius erwartete ein kleines, festlich dekoriertes Weihnachtsdorf die Besucher. Das Jugendblasorchester und das Blasorchester Maischeid & Stebach erfreuten die Gäste mit weihnachtlichen Klängen. Der Gemischte Chor „Liederkranz Stebach“ sang weihnachtliche Lieder. Für die kleinen Gäste des Plätzchenmarktes drehte sich das nostalgische Kinderkarussell. Als es dunkel war, erfreute der Nikolaus die Kinder mit kleinen Geschenken. Das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Heimatmuseum öffnete an diesem Tag seine Pforten. Dort, die Besucher unter anderem, die von Bernhard Spohr in Eigenleistung gebaute Weihnachtspyramide bestaunten. Im Pfarrheim boten die Frauen vom Elisabethenverein den ganzen Nachmittag über selbst gebastelte Geschenke, fair gehandelte Produkte sowie Kuchen und Kaffee an. Ortsbürgermeister Uwe Engel bedankte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Großmaischeid, den Standbetreibern, Vereinen und Gruppen, ohne die dieser Adventsmarkt nicht möglich wäre.

In jedem Jahr wird etwas Neues angeboten

Norbert Lohse ist Vorsitzender des Arbeitskreises Ortsbild/Ortsstruktur. Er beschreibt die Arbeit des Arbeitskreises: „Wir haben hier zehn Hütten, die wir vor sieben Jahren selbst gebaut haben. In der Hälfte der Hütten werden Essen und Trinken angeboten, in den anderen weihnachtliche Sachen von den Marktanbietern. Wir bieten jedes Mal etwas Programm an, diesmal war es das Jugendblasorchester, die Chorgemeinschaft Liederkranz Stebach und das Blasorchester Maischeid und Stebach. Wir achten darauf, dass wir jedes Jahr etwas Neues anbieten. In diesem Jahr haben wir zum ersten eine Anlage mit weihnachtlicher Musik laufen. Das Karussell haben wir schon seit sechs oder sieben Jahren. Das ist bei den Kindern sehr beliebt.“

Einen Stand auf dem Markt hat der Förderverein „Himmelsstürmer“ des Kindergartens Bonifatius Großmaischeid. Hier werden selbst gebastelte Sachen der Kinder verkauft, Nikoläuse, Kerzenständer, Teelichter, Kirschkern-Kissen, Baumschmuck und Weihnachtssterne. Die drei Eltern, die hier stehen, sagen: „Die Leute erkennen an, dass wir ein Förderverein sind und kaufen gerne hier, manche geben auch mehr als den geforderten Preis, um unsere Arbeit zu unterstützen.“ Der Förderverein wurde erst in diesem Jahr gegründet, ist also noch sehr jung. Vorsitzende ist Susanne Siegel. Auf der nächsten Mitgliederversammlung soll beraten werden, was der Verein als nächstes Ziel ansteuert. Wahrscheinlich wird es ein Projekt im Außenbereich des Kindergartens sein.

Kulinarische wurde einiges geboten

Zu den kulinarischen Besonderheiten des Plätzchenmarktes gehörten zum Beispiel die Pizza aus dem fahrbaren Backofen von Kachelofenbauer-Meister Thomas Lück oder die am offenen Feuer gegarten Flammlachse von Diana Diel. Der Arbeitskreis Ortsbild/Ortsstruktur ist nicht so groß, wie man vielleicht vermutet. Norbert Lohse kann auf die Unterstützung von elf Mitglieder zählen, dabei sind aber schon die Ehefrauen der sechs Aktiven mitgezählt. „Wir waren mal mehr“, erinnert sich der Arbeitskreisvorsitzende. Und an die Jahre, als der Plätzchenmarkt noch an anderen Stellen im Ort stattfand: „Die ersten drei Jahre hat das der Thomas Böhm gemacht. Dann sind wir vom Arbeitskreis dazugestoßen. Hier auf dem Platz neben der Kirche findet der Markt seit fünf Jahren statt.“ Die Zahl der Besucher lässt sich nur schwer schätzen. Einige hundert werden es sein, ist Norbrt Lohse sicher. Auf dem Platz zwischen den Hütten ist kaum ein durchkommen. Dicht gedrängt stehen die Menschen, mit Glühwein oder anderen Getränken in der Hand, und unterhalten sich angeregt. Vor dem Plätzchenmarkt hat sich der Arbeitskreis um andere Dinge gekümmert, zum Beispiel um die Anfertigung und Aufstellung eines Ortsinfo-Plans oder Fahnenaktionen bei größeren Veranstaltungen im Ort. Auch hat der Arbeitskreis vor Jahren eine Streuobstwiese angelegt. „Jetzt kommen langsam die Erträge“, sagt Norbert Lohse. Dies könnte eins der nächsten Projekte im kommenden Jahr sein. Und natürlich der Plätzchenmarkt. Realistisch schätzt Lohse die Situation ein: „Mit den paar Leuten, die wir sind, werden wir uns nächstes Jahr wahrscheinlich nicht mehr als diese beiden Projekte vornehmen.“

Plätzchenmarkt zieht immer mehr Besucher an
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