Naziaufmarsch und Gegenveranstaltungen verliefen relativ friedlich
Polizei konnte Auseinandersetzungen in Remagen verhindern
Remagen. Die Mayener Polizeidirektion veröffentlichte zum Naziaufmarsch in Remagen und der Gegendemonstration folgende Pressemitteilung: Aktivisten aus verschiedenen politischen Lagern hatten heute zu Versammlungen und Kundgebungen in Remagen aufgerufen und bei der Kreisverwaltung Ahrweiler angemeldet. Aufgabe der Polizei ist es die von der Verfassung garantierten Grundrechte auf Demonstrations- bzw. Versammlungsfreiheit der jeweiligen Anhänger zu gewährleisten und Konfrontationen zwischen den rivalisierenden Aktivisten zu verhindern. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, setzte die Polizei mehrere hundert Einsatzkräfte in und um Remagen ein.
Um 11 Uhr fand an der „Schwarzen Madonna“, einer kleinen Friedenskapelle in der Nähe der Rheinwiesen, ein Gottesdienst und eine Versammlung des „Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie“ statt. Es fanden sich rund 80 Menschen dort ein und nahmen am Gottesdienst und der Versammlung teil.
Um 13:30 Uhr hielt Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer vor rund 200 Bürgerinnen und Bürger eine Rede auf dem Marktplatz in Remagen.
Unter dem Thema „NS Verherrlichung Stoppen! - Nazis in Remagen und anderswo entgegentreten!“
war eine Versammlung im Innenstadtbereich und ein Aufzug zur Schwarzen Madonna angemeldet.
An diesen Versammlungen nahmen ca. 350 Menschen teil.
Das rechte Lager, ca. 230 Personen, traf sich ab 12 Uhr im Bereich des Güterbahnhofs an der B 9. Der Demonstrationszug zog gegen 13:30 Uhr durch verschiedene Straßenzüge der Innenstadt an die „Schwarzen Madonna“.
Nach einer Kundgebung an der Friedenskapelle ging der Aufzug wieder zurück zum Güterbahnhof und endete dort. Versuche diesen Aufzug zu stören, konnten durch die eingesetzten Polizeikräfte schnell vereitelt werden.
