Trickdiebstähle in der Region aufgeklärt
Polizei warnt: Gefahr, selbst Opfer zu werden, wird unterschätzt
Mayen/Polch/Andernach. Am Gründonnerstag, dem 24.03.2016 betrat ein Pärchen ein Geschäft in Polch und verwickelte die Inhaberin in ein Gespräch. Währenddessen betrat eine weitere männliche Person den Verkaufsraum und entwendete unbemerkt die Geldbörse der Inhaberin mit einigen hundert Euro Bargeld und der EC-Karte aus dem Bürobereich. Mit der EC-Karte hob die weibliche Person unmittelbar nach Verlassen des Geschäfts an einem Geldautomaten unbefugt einen vierstelligen Geldbetrag ab.
Aufgrund intensiver Ermittlungen der Polizeiinspektionen Mayen und Andernach ergab sich nicht nur wegen der Tat in Polch, sondern auch wegen weiterer sechs gleich gelagerter Taten im Großraum Andernach-Neuwied und dem Westerwald ein dringender Tatverdacht gegen eine 32-jährige Frau und einen 37 Jahre alten Mann vom Niederrhein. Beide wurden deshalb am Donnerstag, den 07.04.2016 an ihrem Wohnort vorläufig festgenommen.
Der 37-jährige männliche Beschuldigte wurde am Freitag, dem 08.04.2016 dem zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Koblenz vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz Haftbefehl wegen Diebstahls und Computerbetruges in insgesamt 7 Fällen erlassen hat. Die 32-jährige weibliche Beschuldigte blieb mangels Haftgrunds auf freiem Fuß.
Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere wird derzeit geprüft, ob den beiden Beschuldigten weitere ähnlich gelagerte Taten in anderen Bundesländern, insbesondere in Hessen und Nordrhein-Westfalen nachgewiesen werden können.
Auch mit Hilfe der Angaben der beiden geständigen Beschuldigten konnte zwischenzeitlich der nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand nur bei der Tat in Polch beteiligte dritte Täter identifiziert werden. Es handelt sich um einen ebenfalls am Niederrhein wohnhaften 37 Jahre alten Mann.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei nochmals auf die leider allzu oft unterschätzte Gefahr hin, Opfer eines Taschen- oder Trickdiebstahls zu werden. Sie bittet deshalb die Bevölkerung auch insoweit die einschlägigen Hinweise aus der Präventionsarbeit der Polizei (http://www.polizei-beratung.de/) zu beherzigen.
Pressemitteilung
KI Mayen
