Allgemeine Berichte | 24.03.2016

Glanzvolles Frühlingskonzert des MGV „Cäcilia“ 1847 Mülheim in der Rheinlandhalle

Pompös, glamourös und trotzdem heiter

Gast-Ensemble und Gastmusiker begeisterten - Gesamtleitung oblag Dekanatskantor Volker Kaufung

Mit dem Lied „Guck mal“ eröffnete der gastgebende MGV „Cäcilia“ 1847 Mülheim e.V. sein diesjähriges Frühlingskonzert. Natürlich gab es nicht nur viel zu „gucken“, sondern vor allem auch zu hören.Der in Mülheim-Kärlich lebende Dekanatskantor Volker Kaufung leitet den Traditions-Chor sehr erfolgreich. GH

Mülheim-Kärlich. Die Bezeichnung „Pomp-A-Dur“ ist für Kenner der Salonmusik keine Unbekannte: Das Damen-Ensemble ist im ganzen Bundesgebiet aktiv. Dem Mülheim-Kärlicher Publikum ist sicherlich noch der Auftritt an Weihnachten 2010 in guter Erinnerung. Um so größer war die Freude, dass das Ensemble erneut vom MGV „Cäcilia“ für ein Konzert verpflichtet werden konnte. Gemeinsam mit dem Tenor Stefan Lux und der Sopranistin und dem Pianisten Daniel Brengmann gestaltete „Pomp-A-Dur“ ein festliches Frühlingskonzert, das unter der Gesamtleitung des Dekanatskantor Volker Kaufung stand. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den gastgebenden Chor. Die Männer bewiesen eindrucksvoll, wie gut sie sich auf die Veranstaltung vorbereitet hatten. Die anwesenden Gäste, zu denen unter anderem MdL Josef Dötsch und der Stadtbeigeordnete Bernd Bruckner gehörten, wurden durch Andreas Mattlener begrüßt. Dieser war nicht nur für die Anmoderation der Lieder des gastgebenden Chores verantwortlich: Verschiedene Stücke wurden von ihm auch rhythmisch mit einer Holzkistentrommel (Cachon) begleitet.

Ein musikalischer Frühlingsstrauß

Der MGV erfreute die Zuschauer unter anderem mit Liedern wie „Schönes Wetter heute“ und „Immer ´raus aus dem Haus“ oder dem 60er-Jahre-Klassiker „Motorbiene“. Auf eine gute Resonanz stießen aber auch die moderneren Lieder wie zum Beispiel der Hit „Leinen los, volle Fahrt Santiano“. Bei dem Lied „Spanische Nächte“ bewies Eberhard Hahn, dass der MGV in seinen Reihen auch tolle Solisten besitzt. Als ebensolcher begeisterte auch Stefan Lux das Publikum. Diesen könnte man als eine Mischung aus Richard Tauber und Rudolf Schock bezeichnen, wobei er mit seiner unterhaltsamen Moderation streckenweise auch an Loriot erinnerte. So fragte er beispielsweise bei der Vorstellung der aus Budapest stammenden Violinistin einen Ehrengast, ob dieser wisse, was „Messer und Gabel“ auf ungarisch heiße. Den ahnungslosen Zuschauer überraschte der Moderator mit der Antwort „Ässbästäck“. Doch wer dachte, dass angesichts der humorvollen Beiträge das Niveau der Veranstaltung leiden würde, lag völlig falsch: Gleich zu Beginn des Konzertes glänzte der Solist mit der Verdi-Arie „La donna è mobile“. Auch bei den Duetten mit der im schulterfreien Abendkleid auftretenden Sopranistin Christiane Linke, die vor drei Monaten Mutter wurde, zeigte der Tenor sein ganzes Können. Gemeinsam mit dem Damen-Ensemble „Pomp-A-Dur“ präsentierten die Solisten eine hörenswerte Mischung aus Oper, Operette und Musical-Hits, wie beispielsweise „Cats“. Dass die Damen nach der Pause mit anderen Abendkleidern auf der Bühne standen, bereicherte das Konzert ebenso optisch, wie die ansprechende Frühlings-Dekoration auf der Bühne. Glanzvoller Höhepunkt des Abends war das gemeinsam präsentierte Stück „Auf nach Californio“, das schon fast an einen Ohrwurm erinnerte.

Stehende Ovationen

Verständlich, dass das Publikum mit stehendem Applaus eine Zugabe forderte. MGV-Vorsitzender Hans-Dieter Bengel bedankte sich nach zwei erfrischend unterhaltsamen Stunden bei allen Aktiven mit herzlichen Worten, wobei die Solistinnen zusätzlich noch Frühlings-Blumensträuße erhielten. Die Organisatoren der Veranstaltung hatten zweifelsohne für alle Anwesenden einen gelungenen musikalischen Blumenstrauß zusammengestellt.

Pompös, glamourös und trotzdem heiter

Pompös, glamourös und trotzdem heiter

Pompös, glamourös und trotzdem heiter

Mit dem Lied „Guck mal“ eröffnete der gastgebende MGV „Cäcilia“ 1847 Mülheim e.V. sein diesjähriges Frühlingskonzert. Natürlich gab es nicht nur viel zu „gucken“, sondern vor allem auch zu hören. Der in Mülheim-Kärlich lebende Dekanatskantor Volker Kaufung leitet den Traditions-Chor sehr erfolgreich. Fotos: GH

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