120-jähriges Kirchenjubiläum (360 Jahre Kirchturm) mit Abt Benedikt Müntnich
Pontifikalamt zum Patronatsfest
Am Samstag, 25. Juni um 18 Uhr
Remagen.Eine erste christliche Gemeinde bestand in Remagen schon in römischer Zeit. Früheste Zeugnisse sind die Grabinschrift der Meteriola aus dem 5. Jahrhundert und zwei Fragmente von Schrankenplatten mit Christogrammverzierungen, die im Remagener Museum und im Rheinischen Landesmuseum Bonn aufbewahrt werden. Die Pfarrkirche, ausgestattet mit dem nach Rom verweisenden Patrozinium der Apostelfürsten, liegt in der Nordwestecke des ehemaligen römischen Kastells. In der Kirchenbefestigung sind Reste dieser römischen Bausubstanz erhalten. Sicher belegt ist eine Kirche in Remagen für das Jahr 1003. Ab diesem Zeitpunkt bis zur Französischen Revolution waren die Remagener Pfarrer immer Deutzer Konventsangehörige. Vom Ursprungsbau, der dem Stadtbrand von Remagen 1198 zum Opfer fiel, sind wenige Reste im westlichen Langschiff erhalten. Der älteste Teil des heutigen Baukörpers ist der 1246 geweihte Chorraum. Über diese Weihe und den Bauherrn, den Pfarrer Richard, gibt eine Tafel an der Außenseite des Chors Auskunft. Es handelt sich hier um eines der ganz seltenen Baudaten der Zeit. Das Mittelschiff der alten Kirche stammt wohl ebenfalls weitgehend aus dieser Epoche. Im frühen 16. Jahrhundert wurden Mittelschiff und Chor mit einem reichen spätgotischen Netzgewölbe eingewölbt. Der Bau fiel einem Brand im Dreißigjährigen Krieg zum Opfer, als schwedische Truppen Remagen erstürmten. Nur im Chor blieb das Gewölbe erhalten; im Mittelschiff musste es erneuert und um 1902 im Zuge des Kirchenneubaus restauriert werden. Der Glockenturm, der in seinen Formen an die Türme der Deutzer Abteikirche erinnert, entstand 30 Jahre nach den Zerstörungen durch die Schweden, das heißt 1662. Das Turmgewölbe war 1674 vollendet.
Diese Jubiläen werden nun mit einem Pontifikalamt gefeiert am Samstag, 25. Juni um 18 Uhr in St. Peter u. Paul, Remagen, gemeinsam mit der Sankt Sebastianus Schützengesellschaft. Der kath. Posaunenchor und eine Solistin werden den Festgottesdienst musikalisch mitgestalten, dem Abt Benedikt gemeinsam mit Pastor Klupsch vorstehen wird. Anschl.ießend gibt es ein Begegnungsfest auf dem Kirchhof, bei dem für das leibliche Wohl bestens gesorgt sein wird.
