Allgemeine Berichte | 14.12.2023

Praktisches Kommunalrecht in der Verbandsgemeinde Kaisersesch

Die Studierenden der HöV bei der Verbandsgemeinderatssitzung in Kaisersesch. Foto: Thomas Schäfer

Kaisersesch. Das Kommunalrecht spielt in unserer Gesellschaft eine entscheidende Rolle, denn es bildet die Grundlage für eine funktionierende kommunale Demokratie, in der die Bürgerinnen und Bürger mitwirken können. Es betrifft die Lebensumstände jedes Einzelnen und ist dennoch für viele Studierende eine schwer zugängliche Materie. Da die Basis oder „Keimzelle“ der Demokratie vor Ort wohl am lebendigsten und erlebbarsten ist, bedarf es eines klaren und verlässlichen Rahmens in den kommunalen Verwaltungen und Gremien. Doch was wäre dieser theoretische Rechtsrahmen ohne die Erfahrungen aus der kommunalen Praxis wert?

Elf Studierende der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV) beschäftigten sich im Rahmen eines Seminars mit dem Transfer des theoretisch erworbenen Wissens in den praktischen Kontext. So erarbeitete zunächst jeder der Seminarteilnehmer im Rahmen einer Hausarbeit einen über das Curriculum der Hochschule hinausgehenden Themenkomplex, wie z.B. die Herausforderungen rund um die Arbeit des Beirats für Migration und Integration oder die Bedeutung der Arbeit der kommunalen Spitzenverbände, und stellte diesen der Seminargruppe anhand von Praxisbeispielen vor.

Darüber hinaus hatten die Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen eines Praxisbesuchs bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch einen Einblick in die praktische Arbeit rund um die Einberufung des Verbandsgemeinderates mit seinen vielen ebenso spannenden wie abwechslungsreichen Tagesordnungspunkten zu erhalten. Bürgermeister Albert Jung ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die Nachwuchskräfte persönlich zu begrüßen und sie für den eingeschlagenen Berufsweg zu motivieren. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel, aber auch aufgrund des anhaltenden demografischen Wandels wird Bürgermeister Jung im kommenden Jahr erstmals einen dualen Studienplatz für das 3. Für den anschließenden Erfahrungsaustausch nahmen sich Büroleiter Mark Klasen und Sachgebietsleiterin Finja Brück viel Zeit, um auch schwierige Praxisprobleme zu schildern, die sich eben nicht durch einen einfachen Blick ins Gesetz lösen lassen. Aber auch einige der Studierenden konnten mit ihren Erfahrungen aus den berufspraktischen Studienzeiten wichtige Lösungsansätze beisteuern. Alles in allem ein gelungener und wohl für alle Seiten wertvoller Vormittag.

Eineinhalb Wochen später hatten die Studierenden die Möglichkeit, an der Dezembersitzung des Verbandsgemeinderates Kaisersesch als Zuschauer teilzunehmen und auch hier praktische Erfahrungen zu sammeln.

Der betreuende Dozent Thomas Schäfer bedankt sich bei Bürgermeister Albert Jung und seinem motivierten Team für die ermöglichten Einblicke in die praktische und innovative Arbeitswelt in Kaisersesch. Solche Kooperationen zwischen Theorie und Praxis sind für die Studierenden ein unverzichtbarer Bestandteil ihres dualen Studiums. BA

Die Studierenden der HöV bei der Verbandsgemeinderatssitzung in Kaisersesch. Foto: Thomas Schäfer

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