Mathematik ohne Grenzen
Preisverleihung am Gymnasium Bendorf
Bendorf. Am 19. Mai trafen sich die besten Mathematikkurse der Region Koblenz erneut am Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf. In einer Feierstunde überreichte der Wettbewerbsleiter Sebastian Bott, der selbst Lehrer am WRG ist, den diesjährigen Gewinnern von „Mathematik ohne Grenzen“ ihre Preise. Auch das Bendorfer Gymnasium erzielte Ergebnisse, die sich sehen lassen können. Der Mathematik-Leistungskurs 11 von Herrn Prill erreichte den 4. Platz – damit verfehlten die Schülerinnen und Schüler zwar knapp das Siegertreppchen, sie konnten sich jedoch immerhin gegen 30 andere Kurse der Region Koblenz durchsetzen.
Die Grenzen der Mathematik sprengen
Textaufgaben, Formeln und nur eine richtige Lösung – dies ist das häufig vorherrschende Bild von Mathematik. Welche Grenzen Mathematik jedoch zu sprengen vermag, illustrierte zu Beginn der Feierstunde Herr Prof. Dr. Götz von der Universität Koblenz-Landau: Kurzweilig erläuterte er anhand der „Modellierung des Bergsteigens“ die mathematische Suche nach dem effizientesten Weg zur Bergspitze. Unter Einbezug von Biologie, Physik, Informatik und unter internationaler Beteiligung von Schülern und Studenten konnte unter anderem auch der energieärmste Weg auf den Mount Everest aufgedeckt werden.
Im Anschluss daran fand die eigentliche Preisverleihung statt. „Über 50 teilnehmende Klassen und Kurse von insgesamt 7 Schulen der Region Koblenz, das macht über 1000 mathematikbegeisterte Schülerinnen und Schüler“, stellte Wettbewerbsleiter Sebastian Bott zufrieden fest. Zugleich dankte er den zahlreichen Sponsoren (Sparkasse Koblenz, Stadtverwaltung Koblenz, Lottostiftung Rheinland-Pfalz, EVM, Buchhandlung Reuffel, Bendorfer Buchladen), deren Engagement eine Preisverleihung überhaupt erst möglich machte.
Der 1. Platz ging in diesem Jahr an den Leistungskurs 10 von Herrn Freudenberg (Marion-Dönhoff-Gymnasium Lahnstein) sowie an den Kurs Mathematik-Intensiv 11 von Herrn Schultheis (Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz).
Der Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ sprengt gleich mehrere Barrieren. Zunächst einmal natürlich geographischen Grenzen, denn jährlich nehmen weit über 9000 Klassen mit mehr als 250.000 Schülerinnen und Schülern aus rund 30 Ländern teil. Dieser internationalen Ausrichtung entsprechend stellt die Überwindung sprachlicher Hindernisse eine weitere Grenzüberschreitung dar, sind doch die Erschließung und Bearbeitung einiger Aufgaben in englischer, französischer, spanischer oder auch italienischer Sprache wesentliche Merkmale von MoG. Um diese Herausforderungen meistern zu können, werden zu guter Letzt die üblichen Vorschriften von Tests und Überprüfungen außer Kraft gesetzt. Denn bei MoG handelt es sich um einen Klassenwettbewerb, bei welchem die Schüler selbstständig Teams bilden und die Aufgaben unter sich aufteilen. Somit kann jeder seine Stärken wie Sprachtalent, Teamfähigkeit und selbstverständlich mathematisches Know-how einbringen.