Allgemeine Berichte | 07.03.2018

Glänzende Vorstellung im Dorfsaal Oberbachem

Premiere des Stücks „Der wahre Jakob“ wird ein voller Erfolg

Laienspielkreis Oberbachem engagiert sich für kranke Kinder

Peter Schuster alias Wilbert Goertz überzeugte als tugendhafter Gatte und Hüter von Moral und Ordnung.CEW

Wachtberg-Oberbachem. Eine rauschende Premiere feierte der Laienspielkreis Oberbachem am ersten Märzwochenende 2018 mit seinem Stück „Der wahre Jakob“ im Dorfsaal gleich gegenüber der Kirche. Elf aktive Schauspieler auf der Bühne und mehr als genauso viele helfende Hände und Unterstützer im Hintergrund waren an dem Stück beteiligt. Bereits seit November hatte das Ensemble für die Auftritte geprobt. Dass die Stücke der Theatergruppe beliebt sind, erkennt man schnell an den Zahlen des Vorverkaufs. Wie in den Jahren zuvor hatte es auch dieses Mal wenige Stunden nach Beginn des Kartenvorverkaufs kaum mehr Karten gegeben. Vor ausverkauftem Haus spielte dementsprechend Christa Beißel die Varietétänzerin Babette, um deren Figur sich das Stück rankt.

Die Sittenstrenge, mit der Peter Schuster nicht nur sich und seine Frau in zweiter Ehe kasteit, sondern auch sein gesamtes Umfeld, ist Ausgangspunkt für die Komödie. Aus Angst, bei Schuster in Ungnade zu fallen, verheimlicht seine Frau ihm, dass ihre Tochter aus erster Ehe in Köln im Varieté erfolgreiche Tänzerin ist. Ebendieser Tänzerin aber ist der vorgeblich tugendhafte Schuster äußerst zugetan, sodass er sie im Freudentaumel nach einem Besuch in der großen Stadt zu sich einlädt. Als die junge Frau tatsächlich auftaucht, wird es turbulent. Da entspannt es die Situation gar nicht, dass Schusters Tochter aus erster Ehe aus dem namhaften, aber strengen Internat geflogen ist, weil man sie mit ihrem Verehrer im Zimmer überrascht hatte.

All diese Wendungen durften die Besucher gewürzt mit unnachahmlichem Sprachwitz genießen. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Paul Caspari, hatte das Originalstück mit freundlicher Erlaubnis des Verlags in die heimische Mundart des Drachenfelser Ländchens übersetzt. So waren Pointen möglich, die das Hochdeutsche gar nicht bietet und die das Publikum bestens amüsierten. Später war in den Buden auf dem Dorfplatz und wegen der Kälte auch im Dorfsaal, für Essen und Trinken gesorgt.

Weil der Dorfsaal in Oberbachem nicht allzu groß ist, hatte Gottfried Thelen ein Wochenende vor der Premiere mit einigen Helfern übergangsweise einen transportablen Vorbau auf dem Dorfplatz aufgestellt. Die Schauspieler, Maske und Organisatoren finden hier in jedem Jahr auf rund 65 Quadratmetern Platz zur Vorbereitung auf ihren Auftritt. Entsprechend gut abgestimmt waren die Einsätze auf der Bühne. Fast schon professionelle Leistungen boten die Schauspielerinnen und Schauspieler, die offenbar bestens vorbereitet waren, sehr zur Freude des Publikums. Während und nach der Vorstellung stand im Thekenbereich des Saals eine Spendendose für einen karitativen Zweck bereit. „Im letzten Jahr konnten wir sage und schreibe 11.000 Euro Spendengeld an den bunten Kreis überreichen“, berichtete der erste Vorsitzende Jochen Schmitz vor der Vorstellung stolz vom Erfolg des Vorjahres. Der bunte Kreis unterstützt Familien mit chronisch kranken oder schwerbehinderten Kindern, ihren persönlichen Weg ins Leben zurückzufinden. Die 15 Vorstellungen des Laienspielkreises vom 02. bis inklusive 19. März werden wie immer freitags, samstags und montags ab 19:30 Uhr stattfinden und an den Sonntagen um 11 und um 17 Uhr.

Varietétänzerin Babette freute sich ihre Mutter zu sehen, weil diese wegen ihres sittenstrengen Mannes nur heimlich zu Besuch kommen kann.

Varietétänzerin Babette freute sich ihre Mutter zu sehen, weil diese wegen ihres sittenstrengen Mannes nur heimlich zu Besuch kommen kann. Foto: Petra Reuter

Jochen Schmitz berichtete vom Erfolg der letzten Spendenaktion und kündigte die Vorstellung an.

Jochen Schmitz berichtete vom Erfolg der letzten Spendenaktion und kündigte die Vorstellung an. Foto: Petra Reuter

Peter Schuster alias Wilbert Goertz überzeugte als tugendhafter Gatte und Hüter von Moral und Ordnung.Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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