Strahlend blauer Himmel bei der Prinzen-Proklamation in Mendig
Prinz Simon I. und Prinzessin Susi I. eroberten die Herzen des Volkes im Sturm
Mendig. Bei herrlichem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel begrüßte die Präsidentin des Komitees für den Veilchendienstagszug, Karin Diensberg pünktlich um 15.11 Uhr auf dem Rathausplatz über der Freitreppe der Ratsstuben zahlreiche bestens aufgelegte Närrinnen und Narren zur Proklamation der neuen karnevalistischen Herrscher der Stadt Mendig. Bereits eine Stunde vor Beginn der Proklamation wärmten die Jecken sich bei köstlichem Glühwein auf und schunkelten zu dem von „De Schloffmötschen“ stimmungsvoll dargebotenen karnevalistischen Liedgut.
Als die Komiteepräsidentin die Tollitäten samt Hofstaat mit den Worten ankündigte: „Der Heli war gestern – heute bewegt man sich bei Hofe dynamisch und sportlich“ hatte sie nicht zu viel versprochen. Mit lautstarkem Mennesch Ahoi begrüßten die Jecken zunächst den Fahrrad fahrenden jungen und dynamischen Hofstaat und als dann die beiden zauberhaften Hofdamen ebenso wie das attraktive Prinzenpaar in jeweils einer Rikscha auf den Rathausplatz fuhr, wurde den neuen karnevalistischen Herrschern mit ohrenbetäubendem Applaus zugejubelt.
Karin Diensberg stellte zunächst Prinzessin Susi I., Kameete-Määdche von der KaMäJu vor, der sie einen zu dem rot-weißen Prinzessinnen-Outfit passenden Blumenstrauß überreichte und wandte sich dann an Prinz Simon I., tanzende Frohnatur von Rad und Reise, um diesem die Prinzenmütze aufzusetzen.
Bevor das charmante Prinzenpaar sich seinem Narrenvolk vorstellte, überreichte ihnen das bis dato regierende Mendiger Dreigestirn Prinz Nico I., Bauer Luki und Jungfrau Marvin die noch fehlenden Insignien (Zepter und Kette). Sodann gab Prinz Nico I. noch einmal eine Kostprobe seiner brillanten und geistreichen Redekunst, indem er seinen Nachfolgern eine erfolgreiche und unvergessliche Session wünschte. („Als ich gehört habe, dass ein Ettringer, der in Obermendig tanzt und in Niedermendig den Prinz macht, da hab´ich jedacht: „Leeve Jott!“).
Prinz Nico I. sagte Danke an seine Wegbegleitet
Der sichtlich gerührte Ex-Prinz versäumte es auch nicht, einigen Wegbegleitern Danke zu sagen: „Allen voran meiner KGO, die (Verzeihung Katharina) Liebe meines Lebens und der KGN, die ich im Zuge meiner Session lieben lernen durfte. Ich danke dem Komitee für den Veilchendienstagszug, meiner Prinzengarde, die zahlreiche Schlachten mit uns geschlagen hat, meinem Hofstaat und vor allem meinen Dreigestirn-Freunden – uns alle verbindet ein über die Session hinaus ein tiefes Band der Freundschaft und dafür bin ich sehr dankbar!“
Schlüsselübergabe
Bevor VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel dem neuen närrischen Oberhaupt den Schlüssel für das Rathaus aushändigten, gaben sie sich als Dim Sum aus China (Hans Peter Ammel) und als Hiltrud (Jörg Lempertz) aus Mendig die Ehre. In einem zwerchfellerschütternden Vortrag übernahmen sie die KaMäJu-Ferienfreizeitplanungen, die ursprünglich von Prinz Simon I. und Prinzessin Susi I., bzw. ihrer Firma Sim Schum übernommen werden. (Hiltrud: „Wer bes dau dann?“, Dim Sum: „Ich sein Kuseng von Sim Schum, dem neuen Plinz, soll hiel machen Plan von Essen für Kindel, damit haben leckel in Felien“. Hiltrud: „Ah, dau solls koche in Ameland. Ech soll e schö Sportprogramm für die Kundschaft vom Simon maache. Un do seijn ech jo prädeprimeert für“). Mit den Worten: „Hiel ihl liebes Plinzenpaal“ (Dim Sum) „macht Euch Eure Traum heut wahr“ (Hiltrud) „nehmen Schlüssel von die Stadt“ (Dim Sum) „domet e zo kamelle hat“ (Hiltrud) überreichten die beiden Bürgermeister den Schlüssel für die Stadt an Prinz Simon.
Worte an das närrische Volk
Nach der ebenso feierlichen wie humorvollen Zeremonie richtete das Prinzenpaar das Wort an sein närrisches Volk: „Ahoi zusammen rufen wir in unsere Stadt! Prinz Simon auf Hochdeutsch, Prinzessin Susi uf Platt. Tanzende Frohnatur von Rad und Reise werde ich genannt, ich kann euch sagen, für diesen Namen ging einige Zeit ins Land. Er sollte meine Eigenschaften und Hobbys in Verbindung bringen und dabei noch möglichst würdevoll klingen.“ Nachdem Prinz Simon I. sich in hochdeutscher Sprache vorgestellt hatte, sprach Prinzessin Susi I. ohne Mühe „auf Mennijer Platt“: „Prinzessin Susi I. Kameete-Määdche von der KaMäJu, dat jäht ejnem doch üwwer de Lippe im Nu. Esch kunnt Mennesch at ümmer als mäin Heimat benenne, die Stadt lernten esch in mäiner Kindhät vun unnen un späder vun ohwe bahl auswennisch kennen.“
Den ersten Orden verlieh das Prinzenpaar an Hiltrud Surges („Liebe Hilde, die Leute, die hier auf der Treppe stehen, sind das Ergebnis von zahlreichen, gemeinsamen Ferienfreizeiten als Kind oder als Leiter. In denen haben wir alle zusammen gefunden. Wir möchten uns bei dir bedanken, dass du immer hinter uns stehst. Und deshalb möchten wir dir gerne unseren ersten Prinzenorden verleihen!“). Auch Komiteepräsidentin Karin Diensberg, das ehemalige Mendiger Dreigestirn Prinz Nico, Bauer Luki und Jungfrau Marvin sowie VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel wurden mit dem Prinzenorden ausgezeichnet.
Der Hofstaat stellt sich vor
Bevor der närrische Adel ins Prinzenpalais Deutsches Haus zog, um mit seinen Untertanen auf die Proklamation anzustoßen, stellte sich selbstverständlich auch der Hofstaat noch vor: Finanzminister Christopher, tanzender Letzebuerger von Owe un Unne (Christophr Endres); Hofdame Jana, Sandkastenfreundin von guter Rat und Spagat (Jana Mehlem); Hofdame Lisa, Fidele Möhn´ von schwääre Schnüss und Tamtam (Lisa Ritter); Hoppeditz Sarah, blau-jille Tänzerin von Pänz und Palaver (Sarah Dernbach); Verkehrsminister Stefan, Quöttschespiller von Reih und Spalt´ (Stefan Schumacher); Hofmarschall Paddy, tanzender Hebekünstler von unne un owe (Patrick Braun); Fahrer Fabi, Gelehrte der Energie von Sport und Empathie (Fabian Mayer); Mundschenk Tini, vom alten Krahnen und runden Leder (Constantin Bourmer) und Gesundheitsminister David, von Biegen und Brechen (David Endres). FRE
Der scheidende Prinz Nico I. gab noch einmal eine Kostprobe seiner brillanten und geistreichen Redekunst.
Komiteepräsidentin Karin Diensberg hieß das Prinzenpaar herzlich willkommen.
Prinzessin Susi I. stellte in reinem Mennijer Platt zunächst einmal augenzwinkernd klar, dass sie kein „schönes Anhängsel“ des Prinzen sei, sondern durchaus etwas zu sagen habe.
Nach der Proklamation ging es sportlich und dynamisch mit Fahrrädern und Rikscha ins Prinzenpalais Deutsches Haus.
Als Dim Sum aus China und als Hiltrud aus Mendig gaben Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel und Jörg Lempertz sich die Ehre.
