Überraschungsempfang des 11. Regiment der Prinzengarde
Prinz Stephan II. absolvierte „Kanonenschusslehrgang“
Andernach. Zu einem Überraschungs-Prinzenempfang hatte das 11. Regiment der Prinzengarde 1896 Andernach e.V. am vergangenen Mittwoch eingeladen. Auf dem Terminplan des Tollitätenpaares war als Termin „Kanonenschusslehrgang bei den Blauen Funken“ eingetragen. Somit zeigte sich die närrische Reisegesellschaft sehr überrascht, dass zum Einzug das Signal auf Fanfaren gespielt wurde. Nichtsahnend zogen sie in den Räumlichkeiten ein und wurden mit viel „Alaaf“ von knapp 40 Mitgliedern des 11. Regimentes der Prinzengarde empfangen. Gruppenleiter Thomas „Blümo“ Manstein begrüße die närrischen Regenten, sowie Ehrenkommandeur Heinrich Spira, Ehrenadjutanten Roland Koch und den Ehrenpräsiden den Festausschuss und Bürgermeister Claus Peitz, der ebenfalls Mitglied im 11. Regiment ist. „Es war der Wunsch von Prinzessin Mona, gerichtet bei einem Gasthausbesuch an Ralf Joa (Jodel) einmal in der Kampagne das Signal gespielt auf Fanfaren zu hören. Dieser Tag ist heute“, so Manstein. Der besondere Dank galt außerdem Funkenkommandant Daniel Schwarz-Heintges, der es sich nicht nehmen ließ, am späteren Abend den „Kanonenschusslehrgang“ durchzuführen. Zunächst aber richteten das Festausschussmitglied Patrick Stemmler, die Kanzlerin und natürlich auch Prinz Stephan II. seine Worte an die gut gelaunte Truppe. „Ich könnte Geschichten von diesen vier Signalbläsern erzählen, die sich bei den Bäckerjungenfesten vor Jahren zugetragen haben,“ so der über den Empfang hocherfreute Prinz. Zum Dank verlieh er an alle Mitglieder des Regiments seinen Prinzenorden. Die Prinzenspange erhielten Peter Meffert und Wolfgang Syre. „Man muss die Jugend fördern und die Kleinsten auch mal in den Vordergrund stellen, aus diesem Grunde verleihe ich Reiner ´Mini´ Eichelsbacher unseren Kinderorden,“ so Prinz Stephan unter Applaus der Anwesenden. Der Festausschuss schloss sich an und dekorierte einige Mitglieder mit ebenfalls ihrem Orden.
Nachdem die Signalbläser Paul Schmitz, Ralf Joa, Rainer Eichelsbacher und Günter Weber noch einmal das Signal gespielt hatten, war die närrische Reisegesellschaft aufgefordert, selbst einmal das Signal auf der Fanfare zu spielen. Finanzminister Steven (Oberfrank), Prinz Stephan (Spira), Hofnarr Bine (Anspach) und Hofstaatsfahrer Helmut (Anspach) zeigten hier ihr musikalischen Qualitäten und meisterten diese Aufgabe mit Bravour. Nach einem kleinen „Prinzenlied“, gespielt von Walter (Kessi) Kesselem auf seiner Gitarre ging man zum gemütlichen Teil über. Zu Wurst und Brötchen gab es ein paar gekühlte Bierchen und interessante Gespräche. Am späteren Abend stand aber noch der „Kanonenschusslehrgang“ an, zu dem „et Blümo“ nun aufrief. „Da ich zu deren Durchführung natürlich nicht befugt bin, freue ich mich über die Unterstützung durch Funkenkommandant Daniel Schwaz-Heintges.“ Dieser ließ den Prüfungskandidaten nun die Kanone aufrichten und putzen. Dann hieß es: „Is dat Rühr sauwer un jebutzt? Dann las ene flieje“ und das „Geschoß“ in Gestalt einer „Spuzekerze“ wurde entzündet und somit der Abschuss simuliert. Während sich Schwarz-Heintges und Manstein zur „Notenvergabe“ zurückzogen, unterhielten Walter „Kessi“ Kesselem und Rolf Sauer die Gäste mit Gesang und Gitarre. Dann war es so weit. „Lieber Prüfling Prinz Stephan, Du hast den Kanonenschusslehrgang bestanden. Du darfst dich nun „Prinzlicher Blaue Funken Hilfskanonier“ nennen. Das 11. Regiment gratuliert dir mit einem Zuschuss von närrischen 222 Euro in die Prinzenkasse,“ so Manstein abschließend. Bei weiteren gekühlten Getränken wurden die Pläne für die nächsten, närrischen Tage geschmiedet, ehe sich das Tollitätenpaar nebst Hofstatt in die Hofburg verabschiedete.
Zum 11. Regiment: Dieses wurde am 05.05.2023 im Beisein von 21 Gründungsmitgliedern, dem Vorstand der Garde sowie Gruppengründer „Blümo“ offiziell gegründet. Nach und nach erhöhte sich die Mitgliederanzahl auf bis heute 67 Mitglieder. Ziel ist es, den nicht mehr Aktiven oder aber auch den Aktiven und Inaktiven männlichen Prinzengardemitgliedern eine Gruppe im Verein zu bieten. So soll die Bindung zum Verein erhalten bleiben und die Geselligkeit gepflegt werden. Zwischenzeitlich gab es im August einen Ausflug in den Biergarten nach Bad Breisig, im Oktober einen Frühschoppen im Vereinslokal Schlossschänke, im Dezember einen Frühschoppen im Stammbaum sowie nun den Prinzenempfang. Mit einem finanziellen Zuschuss durch die Kreissparkasse Mayen konnte ein „11. Regiment Orden“ als äußeres Zeichen verwirklicht werden. Dieser Orden wurde zwischenzeitlich an (fast) alle Mitglieder überreicht. Wer bei dieser Gruppe mit aktiv werden möchte, meldet sich gerne beim Gruppenleiter.
Zum bestandenen Lehrgang gab es ein Abschlusszeugnis.
