Proklamation des Prinzenpaares in Meckenheim
Prinz Sven I. und Prinzessin Sabrina I. regieren in der fünften Jahreszeit in Meckenheim
Meckenheim. In Meckenheim regiert bis zum Aschermittwoch ein neues Prinzenpaar. Bürgermeister Holger Jung proklamierte in der bis zum letzten Platz mit bunt kostümierten und gut gelaunten Jecken besetzten Jungholzhalle Prinz Sven I. und Prinzessin Sabrina I. (Schnieber) zu neuen närrischen Herrschern über die Stadt der Äpfel und Rosen. Ihre Untertanen in der Halle waren schier aus dem Häuschen, nicht zuletzt wegen einer grandiosen Idee zur Einstimmung auf die anstehende Proklamation: In einer farbenfrohen Lasershow zeichnete Lutz Kniep die Geschichte der Prinzengarde Meckenheim im Schnelldurchgang nach und blickte auch auf das bisherige Leben des tief in Meckenheimer Stadtleben verwurzelten Prinzenpaares zurück. Die Lasershow war so „heiß“, dass sogar der Feueralarm in der Jungholzhalle ansprang und die Feuerwehrkameraden zum Einsatz ausrückten, der sich vor Ort gottlob als „Fehlalarm“ herausstellte.
Prinzengarde feiert ihr 90-jähriges Bestehen
Die Prinzengarde Meckenheim feiert im kommenden Jahr ihr 90-jähriges Bestehen, und das mit einem beeindruckenden, jungen Prinzenpaar, dass sich trotz seiner Mitgliedschaft in der rot-weißen Prinzengarde dafür entschieden hatte, im blau-gold-weißen Ornat der Stadt Meckenheim ihr Amt anzutreten. „Das ist einfach großartig“, fand nicht nur Sitzungspräsident und Prinzengarde-Kommandant Friedel Groß, als sich das Prinzenpaar nach dem mit Abstand längsten Einmarsch aller Zeiten endlich auf der Bühne eingefunden hatte.
Prinz Sven I. (Schnieber) ist 42 Jahre alt und lebt von Geburt an in Meckenheim. „Seinem Charme haben wir es zu verdanken, dass die künftige Prinzessin seit 2008 hier in unserer Heimatstadt lebt“, bemerkte Groß. Der Prinz ist im zivilen Leben Bereichsleiter bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg und zudem stellvertretender Vorsitzender im „Meckenheimer Verbund“. Schon seit seiner Geburt ist er Mitglied in der Prinzengarde Meckenheim und war sogar in der Kinder- und Jugendgarde der Tanzoffizier. Die Trompete spielt er ebenfalls aus Leidenschaft und leitet seit seinem 18. Lebensjahr das Fanfarencorps der Prinzengarde Meckenheim, deren Vorsitzender er seit 2009 ist.
Prinzessin Sabrina I. (Schnieber) kommt aus Bendorf am Rhein und ist in Weitersburg, einer dörflichen karnevalistischen Hochburg in der Nähe von Koblenz und Neuwied, aufgewachsen. 2008 zog sie der Liebe wegen nach Meckenheim, wo sie als Pharmazeutisch-Technische Assistentin in der Markt-Apotheke beschäftigt ist. Sie war in ihrer Heimat Tanzmariechen im Möhnenverein „Lustige Weiber“, Tänzerin in der Showtanzgruppe „Die Nachtschwärmer“ und Trainerin des Männerballetts „Dicke Föss“. In Meckenheim trainiert sie das Männerballett „Dicke Fööss“ aus Altendorf-Ersdorf und die „Ruude Stümpche“ der Prinzengarde. Zudem ist sie Sitzungsleiterin der Mädchensitzung der Prinzengarde Meckenheim und aktive Uniformträgerin in der Garde sowie Mitbegründerin der Damengruppe „Rubinchen“.
Die Zahl 11 hat eine ganz besondere Symbolkraft
Mit den beiden Tollitäten stellt die Prinzengarde Meckenheim zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder ein eigenes Prinzenpaar, das während der gesamten Session übrigens nicht nur von ihren Adjutanten, sondern auch von Sohn Tom begleitet wird. Die Zahl „11“ hat für sie eine ganz besondere Symbolkraft, denn das karnevalsverrückte Duo gab sich am 11.11. vor 11 Jahren in der Domstadt das Ja-Wort. Vor drei Jahren fiel dort auch anlässlich ihres Hochzeitstages die endgültige Entscheidung: Im 11. Ehejahr, am 11.11. 2022, werden sie in ihrer Heimstadt das jecke Zepter schwingen.
Zuvor hatte Friedel Groß die scheidende und zugleich auch designierte Soloprinzessin Johanna I. (Keßel) vorübergehend verabschiedet, will sie doch in der kommenden Session erneut nach dem Prinzessinnen-Diadem greifen und ihre allzu kurze Corona-Session komplettieren. Auch bei ihrer Verabschiedung blieb sie ihrem Motto treu: „Im Hätze jood - met Tradition im Blood“.
Einen besseren Eisbrecher als Bernd Stelter konnte sich die Meckenheimer Narrenschar zum Auftakt ihrer Proklamationssitzung überhaupt nicht wünschen, Stelter riss die gut gelaunten Jecken mit einem tollen Programm von den Stühlen. Das Prinzenpaar hatte weder Kosten noch Mühen gescheut und mit Martin Schopps, den „Klüngelköpp“, der Gruppe „Schmitz Marie“ und zur Krönung dann auch noch mit den „Räubern“ ein Programm zusammengestellt, das wohl weit und breit seinesgleichen sucht. JOST
Die scheidende Soloprinzessin Johanna I. (Keßel) verabschiedete sich während der Proklamationssitzung nur für ein Jahr, denn 2023 will sie ihre allzu kurze Session endlich vollständigen. Foto: Volker Jost
Als genialer Eisbrecher betätigte sich Bernd Stelter bei der Proklamationssitzung in der Meckenheimer Jungholzhalle. Foto: Volker Jost
