Tollitätenempfang in Queckenberg
Prinzenpaar spendet 1000 Euro
Queckenberg. Voll besetzt war die Schützenhalle am vergangenen Sonntag. Bereits um 11 Uhr morgens geht es dort karnevalistisch zu. Und das hatte einen besonderen Grund. Das Prinzenpaar aus der Höhengemeinde Queckenberg, Prinz Georg I. und seine Prinzessin Sibille I., hatte zu seinem Tollitätenempfang eingeladen. Unter den Geladenen waren alle Tollitäten der Kernstadt sowie die der Ortschaften. Besonders freute sich das Queckenberger Prinzenpaar, dass auch Tollitäten aus den Nachbarorten ihrer Einladung gefolgt waren. Mit dabei waren aus Kalenborn Prinzessin Edith I. mit dem Damenkomitee „Grüne Mäuse“ und Mitglieder des Festkomitees Kalenborner Karneval. Aus Eckendorf waren das Dreigestirn Prinz Alfred I., Bauer Franz I. und die Jungfrau Erika I. angereist.
Das Queckenberger Prinzenpaar hatte Verstärkung mitgebracht. Sowohl die Queckenberger Tanzgruppe „Sunshine Kids“ mit den Trainerinnen Barbara Scheffer und Ursula Wolf als auch die „Sunshines“ mit ihren Trainerinnen Jessica Höpfner und Sandra Neuber, die mit ihren Tänzen die Tollitäten und Gäste begeisterten.
Das Männerballett „Dreeser Kerle“ mit ihren Trainerinnen Birgit Höckendorf, Yvonne Mahlberg und Silvia Nuß stattete den karnevalistischen Oberhäuptern einen Besuch ab. Die Kosaken mit ihren schweißtreibenden Kostümen waren ein Höhepunkt der Veranstaltung. Eine Überraschung hatte das Queckenberger Prinzenpaar. „Uns geht es gut, wir können uns freuen und Karneval feiern. Das ist aber nicht für alle so. Bereits beim Beginn unserer Regentschaft haben wir uns vorgenommen, auch an die zu denken, die nicht mitfeiern können. Und deshalb werden wie heute eine Spende übergeben“, konstatierte der Queckenberger Prinz.
Hier bat er den Vorsitzenden des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn, Lutz Hennemann, zu sich auf die Bühne und forderte alle Tollitäten auf, mit nach vorn zu kommen. Hennemann erhielt aus den Händen des Queckenberger Prinzenpaars einen Scheck über 1000 Euro. Der Vorsitzende des Förderkreises bedankte sich für die großzügige Spende, die er für ein bestimmtes Projekt verwenden wird. Hennemann führt den Verein schon seit 35 Jahren ehrenamtlich. „Einfach machen“ sei das Motto in der Session. Das gelte auch hier für die Spende, so der Queckenberger Prinz. „Den Startschuss dieses Förderkreises gab der Tod meiner Tochter, die an Krebs erkrankte. Seitdem haben wir viele Mitstreiter gefunden und viel erreicht“, erklärte Hennemann.
Der Förderkreis mit über 650 Mitgliedern und Förderern plant ein Elternwohnheim auf Zeit in der Nähe der neuen Kinderklinik in Bonn zu bauen. „Ein Erbpachtgrundstück haben wir schon von der Stadt Bonn übernommen. Leider müssen wir hierfür über 12.000 Euro Erbpacht jährlich an die Stadt Bonn bezahlen. Geld, was uns für unsere Aufgaben fehlt“, so der Vorsitzende des Förderkreises. Unter dem Begriff ELKI-Zentrum (Eltern-Kinder) steckt der Plan, den betroffenen Eltern eine Unterkunft für die Dauer des Aufenthalts ihres Kindes in der Kinderonkologie in der in der Nähe gelegenen Kinderklinik zu bieten. Viele Eltern reisen von weit her in dieses neue Zentrum.
Bei frischem Kölsch und einem kleinen Imbiss wurde noch bis in den Nachmittag gefeiert. Infos zum Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn unter www.foerderkreis-bonn.de.
Die Tanzgruppe Dreeser Kerle begeisterte die Gäste mit ihren waghalsigen Performance.
Prinzessin Edith I. aus Kalenborn hatte ihre gesamte Adjutantschaft mitgebracht.
