Allgemeine Berichte | 29.01.2026, 15:53 Uhr

Prinzessin Sylvia I. regiert die Brohler Narren

Ein „närrisches Abenteuer“ steuert seinen Höhepunkt an.  Foto: privat
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Brohl. Erst im Mai letzten Jahres war es dem rührigen Prinzen-Suchkommando gelungen, einen neuen Regenten zu finden, ehe man mit der Vollblut- Karnevalistin und aktive „Möhne“ Sylvia I (Baltes) ein „ja“ abringen konnte. Die Prinzessin hörte bei ihrer Zusage auf ihr Herz und stürzte sich in ein närrisches Abenteuer. Es sollte hierbei alles in Frauenhand bleiben und es fand sich ein Hofstaat von sechs Damen, welche das Einmalige in der Geschichte der Brohler Narrenzunft angehen wollten.

Es sollte keiner der obligatorischen Kandidaten sein, welche über Jahre in dem Rheinort als Prinz oder Prinzenpaar gehandelt wurde.

Schnell war auch ein Motto gefunden – Karneval in Venedig – sollte es sein.

Und dann musste geplant werden, das restliche Jahr der neuen Situation anzupassen und dem närrischen Bazillus unterzuordnen.

Es blieb wenig Zeit zur Vorbereitung einer Session bis zur Proklamation im November. Alles musste passen, um in den verbleibenden Monaten alles auf die Beine zu stellen. Nachdem das Motto gefunden wurde, musste ein individueller Orden her. Das Wichtigste jedoch, die Kostüme sollten zum Motto passen. Und dieses alles in der Kürze der Zeit, wo man sonst ein Vielfaches benötigt.

Die Begeisterung der sieben Frauen fand ihren ersten Höhepunkt beim Einzug zu ihrer Proklamation. Angeführt von sechs Ehrendamen, dem Hofstaat, sollte die Überraschung folgen. Wer ist das neue Prinzenpaar?

Zur Überraschung Aller, war es „nur“ eine Prinzessin, zum ersten Mal in der über 120jährigen Geschichte der Brohler Narrenzunft, und nachdem man die mit kunstvoll drapierten Halbmasken verdeckten Gesichter im wahrsten Sinne des Wortes entlarvt hatte, fand man unter den Principessas, Baronessas und Contessas, Damen, die dem heimischen Karneval nahestehen, sei es als Mitstreiterin bei den Möhnen oder in der Prinzengarde oder auch „nur“ als einfache Karnevalsverrückte.

Nach nun zwei Monaten in Amt und Würden ist der Enthusiasmus der sieben Frauen, trotz der Belastung in der Haushaltsführung und der Beanspruchung im Beruf, noch ungebrochen.

In der Kürze der Session heißt es, die Einmaligkeit nur zu genieße und neue Freundschaften zu gewinnen. So bleibt die noch verbleibende Zeit, bis zum Höhepunkt der Kampagne, dem Rosenmontagszug, noch voll gespickt mit Terminen. Mit Auftritten bei befreundeten Korporationen, dem Möhnen-Umzug an Schwer-Donnerstag in Brohl, und den obligatorischen Besuchen bei den vielen Unterstützern und Wagenbauern, ehe man am Fastnachts-Sonntag auch die Gewalt über die Ortsgemeinde, mit der Übergabe der Schlüssel, für die nächsten Tage übernimmt. Die Prinzessin und ihr Hofstaat hoffen, dass sich ihre Begeisterung und die „Spaß an der Freud“ bei dem karnevalistischen Lindwurm durch Brohl, dem Höhepunkt der Kampagne, auch auf die Besucher überträgt, sodass es ein einmaliges Erlebnis wird.

Ein „närrisches Abenteuer“ steuert seinen Höhepunkt an. Foto: privat

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