Allgemeine Berichte | 31.07.2021

Sirenen-Test in der Verbandsgemeinde Altenahr

Probealarm in der VG Altenahr

Symbolbild. Foto: Pixabay

Altenahr. Aufgrund der vergangenen Unwetterlage unter anderem in der Verbandsgemeinde Altenahr müssen die Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Die außerplanmäßige Probealarmierung der Sirenen findet daher am Samstag, 31. Juli 2021, um 12:30 Uhr statt.

Es besteht KEINE Gefahr, es muss nichts veranlasst werden.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Ahrweiler

Symbolbild. Foto: Pixabay

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Kommentare
04.08.202109:59 Uhr
Wally Karl

@03.08.2021 11:19 Uhr K. Schmidt
Ausnahmesituationen erfordern Ausnahmereaktionen und hier wurde das Problem mit 08/15 erledigt und das ist Fakt. Nur da wo durch Anwohner oder Ortvorsteher Eigeninitiative stattfand, konnte das Schlimmste abgewendet werden.
Und dieses falsche Verhalten der Verantwortlichen hat sich nach der Flutkatastrophe nicht wesentlich gebessert.

03.08.202123:38 Uhr
Anne Ampel

Wie gehts denn jetzt weiter?
Alles wieder so aufbauen, wie es einmal war? Und dann...?
Wenn die Fluten der Ahr erneut zuschlagen?
Glauben Sie nicht, dass das nächste Jahrhunderthochwasser erst in 100 Jahren wieder zuschlägt. Schenken Sie den Bürgern reinen Wein ein. Die Angst wird in diesem Tal ein ständiger Begleiter sein und wenn hier nicht ganz konsequent und realistisch geplant wird und die Ahr mit Häusern wieder eingeengt wird, kommt der Tod zurück. Leider,leider...ich befürchte, dass ganz viele Menschen im Ahrtal eine neue Heimat außerhalb brauchen und ihre geliebten Häuser verlassen müssen. Es ist so unendlich traurig!
Gott sei mit ihnen allen.

03.08.202111:19 Uhr
K. Schmidt

"Hier spricht die Feuerwehr. An der Ahr ist die Hochwassergefahr sehr hoch. Innerhalb der nächsten 24 Stunden ist mit Überflutungen, Stromausfall und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Halten Sie sich möglichst nicht in Kellern, Tiefgaragen und tieferliegendem Gelände auf. Sichern Sie flutnahe Gebäude und entfernen Sie Ihre Pkws aus den Gefahrenbereichen. Informieren Sie über die Medien und behalten Sie das Wetter im Auge. Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit und auf die Anweisungen der lokalen Einsatzkräfte." Damit fuhren/liefen Lautsprecher und Einsatzkräfte im Nahbereich der Ahr im Stadtgebiet Neuenahr/Ahrweiler schon nachmittags rund. Es stimmt für den Bereich schlicht und einfach nicht, dass es keinerlei Warnung gegeben habe. Wer Warnapps hat, hat auch dauernd Hinweise bekommen, der DWD warnt unmittelbar darüber, der Landkreis muss dafür überhaupt nicht tätig werden. Mir haben Feuerwehrleute erzählt, wie sie im Lautsprecherwagen dann von Leuten den Vogel gezeigt bekamen. Tja...

02.08.202119:02 Uhr
juergen mueller

Ergänzend:
Es hat schlicht u. einfach KEINE rechtzeitige Warnung gegeben.
Wir haben selbst/ Bekannte/Freunde im Katastrophengebiet, die betroffen sind. Unterhalten Sie sich einmal mit Betroffenen persönlich. Sie werden sich wundern, WER hier Lob u. Anerkennung zugesprochen bekommt. Politik/Verwaltung auf jeden Fall nicht.
Es ist wie es immer ist. Stolperstein Politik wird erst munter, wenn es zu spät ist.
135 Tote u. 149 Vermisste geben doch ein deutliches Bild von dem wieder, was verpennt, missachtet u. verzögert wurde. .

02.08.202118:47 Uhr
juergen mueller

Das war keine Grundannahme von mir, sondern eine sachliche Feststellung. Insbesondere die Kreisverwaltung hat im wahrsten Sinne des Wortes vorgreifende Maßnahmen verpennt.Warum ermittelt wohl die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen fahrlässiger Tötung?Fast jeder hat tagsüber sein Radio laufen (SWR 3 und 4).Warum hat niemand seitens der Kommunal- bzw. Landespolitik keinen der Sender um Warnmeldungen gebeten? Erzählen sie mir nicht, den Quatsch mit diesem Beruhigungsproblem. Wenn es hier ein Problem gibt, dann besteht dieses hauptsächlich im zögerlichen Denkprozess politisch Verantwortlicher, die sich erst dann, wenn es zu spät ist, vor allem in Rechtfertigungsversuchen bewegen. Wenn Sie sich einmal die Mühe machen sachliche Kommentare (Video) von Betroffenen u. Helfern anzuhören, werden Sie feststellen, WER hier z.B. ein gewaltiges Koordinationsproblem hatte. WER 5,6 Tage später erst koordinationslos reagierte, während Freiwillige bereits am nächsten Tag Hilfe koordinierten.

02.08.202111:47 Uhr
K. Schmidt

Noch dazu: Wenn ich an die Meldungen von Katwarn vom 14. (und über die Wetterdienste auch an den Tagen davor) denke, und an die ORdnungsamtsmitarbeiter und Feuerwehrleute die am frühen Nachmittag schon mit Lautsprecherdurchsagen und wohl auch Klingeln an den Haustüren im unmittelbaren Ahrbereich des Stadtgebiets unterwegs waren, verstehe ich die Diskussionen, weshalb nicht früh genug gewarnt wurde, ehrlich gesagt nicht. Es wurde gewarnt. Nur haben viele diese Warnungen nicht verstehen wollen/können, und manche haben sie vielleicht auch einfach nicht erreicht. Das mag alles sein. Aber diese pauschale Grundannahme, es habe keinerlei rechtzeitige Warnung gegeben, ist schlicht und einfach falsch.

02.08.202111:43 Uhr
K. Schmidt

Diese Sirenenprobe ist eigentlich was völlig normales, wäre sie eine Woche später gewesen. Denn seit Jahrzehnten ist es im Ahrtal üblich: Erster Samstagmittag im Monat, Probealarm der Sirenen - mit Signal Feueralarm. Denn das ist leider der einzige Ton, den die hier abspielen können. Das weiß hier auch jeder, das weiß auch das Land RLP, denn dort ist man seit Jahren schon am rumplanen irgendwann mal mit den Sirenen wieder so warnen zu können, wie es im kalten Krieg noch üblich war. Da die Feuerwehren hier auch irgendwann und irgendwie wieder in den "Normalbetrieb" gehen werden, wurde dieser Probealarm nun vorgezogen. Nicht mehr, und nicht weniger.
Dass Kreisverwaltung und Presseberichte die Leute im Vorfeld beruhigen (müssen), zeigt für mich ein Problem: Die hören diese Sirenentöne schon regelmäßig seit Jahrzehnten, und sind nun verunsichert? Wie will man solche Menschen denn mit für sie relevanten Warnungen zukünftig erreichen?

31.07.202112:12 Uhr
juergen mueller

Es muss immer erst etwas passieren, bevor man sich auf etwas beruft, was hätte Leben retten können.
Herzlichen Dank für diese verspätete Erkenntnis, die den Betroffenen wie ein Hohn vorkommen muss.

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