Allgemeine Berichte | 27.04.2016

Wachtberger Wissenschaftler ausgezeichnet:

Professor Joachim Ender erhält Fraunhofer-Medaille

Fraunhofer-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Alexander Kurz (re.) überreicht Prof. Dr. Joachim Ender, Institutsleiter des Fraunhofer FHR, die Fraunhofer-Medaille für besondere Verdienste für die Fraunhofer-Gesellschaft. © Fraunhofer FHR/ Vollrath

Wachtberg. Professor Dr. Joachim Ender hat die Öffnung der Radarforschung am Standort Wachtberg für die zivile Forschung mit großem Erfolg genutzt und damit gleichzeitig die Verteidigungs- und Sicherheitsforschung der Fraunhofer-Gesellschaft national wie international gestärkt. Denn als Leiter des Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR hat er die Integration der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften FGAN in die Fraunhofer-Gesellschaft maßgeblich mitgestaltet. Für seine langjährigen Verdienste für die Fraunhofer-Gesellschaft überreichte ihm Vorstandsmitglied Professor Dr. Alexander Kurz nun im Namen des Vorstands bei einem Symposium anlässlich seines Abschieds in Bonn die Fraunhofer-Medaille.

Schon seit fast 60 Jahren erforschen Wissenschaftler auf dem Gelände in Wachtberg die Radar- und Hochfrequenztechnik – damals wie heute Schlüsseltechnologien im Bereich Verteidigung und Sicherheit, insbesondere für die Aufklärung und Überwachung. Als Professor Ender 2003 die Leitung des FHR übernahm, reorganisierte der damalige alleinige Auftraggeber, das Bundesministerium für Verteidigung, die vom Ministerium finanzierten Forschungsaktivitäten. Auch die Zukunft des FHR und seiner Schwesterinstitute musste neu geplant werden.

Mit den Zielen, die Forschungsergebnisse schneller zum Einsatz zu bringen und sie auch für zivile Anwendungen zu nutzen, bot sich die Integration der FGAN in die Fraunhofer-Gesellschaft an. Dafür setzte sich Professor Ender beharrlich ein: Er überzeugte seine Mitarbeiter von der Idee und den für die Auftragsforschung nötigen Umstrukturierungen, erstellte mit ihnen einen detaillierten Geschäftsplan und manövrierte das Institut durch eine Evaluation durch den Wissenschaftsrat. So gelang ihm das Vorhaben, und die Fraunhofer-Gesellschaft gewann mit den Anlagen und der Kompetenz der Forscher auf dem Markt der Sicherheitsforschung ein größeres Gewicht.

Große Ehre zum Ende der Dienstzeit

„Die Fraunhofer-Medaille vergeben wir nicht oft. Im Fall von Prof. Ender ist dem Vorstand die Entscheidung leicht gefallen“, verriet Prof. Kurz den Anwesenden und betonte damit die außergewöhnlichen Leistungen Enders. In 13 Jahren Institutsleitung hat er die Einrichtung nicht nur durch Höhen und Tiefen gesteuert, sondern mit der Expertise seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum größten Radarforschungs-Institut in Europa gemacht. Außer für Verteidigung und Sicherheit entwickeln die Wissenschaftler dort mittlerweile auch Radaranwendungen für Weltraum, Umwelt, Verkehr und Produktion. Der sichtlich überraschte Professor Ender freute sich sehr über diese zum Ende seiner Amtszeit kommende Ehrung.

Die Fraunhofer-Medaille wurde am 6. März 1987 anlässlich des 200. Geburtstags von Joseph von Fraunhofer entworfen. Die Vorderseite ziert das Portrait Fraunhofers, die Rückseite eine Ansicht seiner Geburtsstadt Straubing. Sie wird nur an Personen verliehen, die sich um die Fraunhofer-Gesellschaft besonders verdient gemacht haben.

Pressemitteilung

Fraunhofer-Institut für

Hochfrequenzphysik und

Radartechnik FHR

Fraunhofer-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Alexander Kurz (re.) überreicht Prof. Dr. Joachim Ender, Institutsleiter des Fraunhofer FHR, die Fraunhofer-Medaille für besondere Verdienste für die Fraunhofer-Gesellschaft. Foto: © Fraunhofer FHR/ Vollrath Foto: Hans-JÃÂürgen Vollrath

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