„Sich einmischen-was bewegen“- Klassen 9b und 9c der Friedrich-von-Bodelschwingh Realschule plus erhalten Preis der Ministerin
Projekte mit älteren Menschen und eine Mauer der Grundrechte wurden ausgezeichnet
Puderbach. Zum zweiten Mal besuchte eine Delegation von Schülerinnen und Lehrerinnen auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Staatskanzlei in Mainz. Jolie Frensch, Leni Vosen und Kim Mercik (in Begleitung von Lehrerin Christina Berger und Konrektorin Natanja Neitzert) nahmen stellvertretend eine Urkunde und 500 Euro für den Klassenbeitrag im Rahmen des Wettbewerbs „Sich einmischen-was bewegen“ entgegen, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Der Wettbewerb, eine gemeinsame Initiative der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der Bertelsmann Stiftung, unterstützt Jugendliche bei der Umsetzung eigener Projekte vor Ort. Im Sozialkundeunterricht der Klasse 9c entstand unter der Leitung von Christina Berger das Projekt „Coole Wäller Küche- Kochen verbindet“. Gemeinsam mit den Großeltern oder anderen Seniorinnen und Senioren aus dem Ort wollen die Jugendlichen typische Westerwälder Gerichte wie Döppekuchen oder Reibeplätzchen kochen, Zeit miteinander verbringen und voneinander lernen. Leni Vosen betont auf Nachfrage des Moderators Clemens Brüchert, dass man einfach mit den älteren Menschen ins Gespräch kommen möchte.
Die Klasse 9b besucht unter dem Motto „Kreuz und quer“ das Altenheim in Puderbach und führt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern kleine AGs (Arbeitsgemeinschaften) durch - angelehnt an den Freizeitbereich der Schule am Mittwochnachmittag. Am Anfang steht das Interview: „Mein Leben mit 15“. Hier wollen die Jugendlichen etwas über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Jugendlichen früher und heute erfahren. Danach gibt es gemeinsame Spaziergänge, Sportaktionen, Bastelnachmittage oder auch mal einen Besuch bei den Tieren. Im Sozialkundeunterricht, der ab diesem Schuljahr in der 9. Klasse eine Stunde mehr hat, wurde diese generationenübergreifende Idee entwickelt.
Ausgezeichnet wurde auch die „Mauer der Rechte“. Dabei werden kleine Schilder mit den Grundrechten beschriftet und an einer Wand im Ort angebracht. Die Schülerin Kim Mercik erklärt auf Nachfrage bei der Preisverleihung, dass sie den ersten Artikel (Die Würde des Menschen ist unantastbar) am wichtigsten findet. Die Klasse möchte mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, dass die Grundrechte nicht selbstverständlich sind und immer wieder verteidigt werden müssen.
Neben musikalischen Beiträgen und kleinen Interviews wurden bei der Preisverleihung alle Projekte kurz vorgestellt. Anschließend gab es ein Foto mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Staatssekretär Fabian Kirsch. Bei einem kleinen Umtrunk und Imbiss konnten alle Eindrücke noch einmal besprochen werden.
Auch das ist Politik - sich einmischen und etwas bewegen. Die Jugendlichen der Realschule plus Puderbach machen es vor.
BA
Kim Mercik und Natanja Neitzert. Foto: Lenis Vosen
