Eifelverein Remagen wanderte in der Umgebung
Rätselraten um Johannes Schmitz
Bekanntes Holzkreuz lässt Todesart des Verstorbenen offen
Remagen. Zu einer kleinen Wanderung in nächster Umgebung hatte der Eifelverein Remagen eingeladen und war damit trotz unsicherer Wetterlage auf unerwartet großen Zuspruch gestoßen. Vom Bandorfer Sportplatz ging es zunächst durch den Ort zum Zehntturm, dem Bandorfer Wahrzeichen, dessen wuchtige Mauern allein schon ihr hohes Alter verraten. Manche meinen sogar, er stünde auf römischem Fundament. Oben am Waldrand waren die Teilnehmer überrascht, welch hübscher, weiter Blick sich von dort über die Rheinhöhe hinweg auf die Kuppen von Siebengebirge und Westerwald ergibt.
Wenig später ging es am Vulkankegel Himbrich vorbei. Mit 235 Metern ist er der höchste Berg der Gemarkung Oberwinter, ganz Bonn hat keinen höheren. Die Basalt AG wollte vor Zeiten dem Himbrich an den Kragen, eine tiefe Kerbe im Gipfel zeigt noch heute die Spuren des versuchten Abbaues. Doch die schlechte Qualität seines Basaltes rettete diesem kleinen Vulkan das Leben, der Abbau wurde aufgegeben und wäre heute auch nicht mehr genehmigungsfähig.
Die Landesgrenze wurde beim Golfplatz überschritten. Nach dem Krieg war hier die Grenze zwischen britischer und französischer Zone. Hier wurde nachts eifrig geschmuggelt, aus Rheinland-Pfalz vor allem mit Wein.
Sorgfältige Restaurierung
Rings um den Hermann-Wilhelm-Hof führte der Weg die Eifelfreunde zum bekannten Schmitz-Kreuz. „Johannes Schmitz starb hier 8.3.1830“ steht groß und deutlich auf diesem Holzkreuz. Aber woran er starb, an einem Herzschlag, Blitzschlag, einem Unfall beim Bäume fällen oder einem Sturz vom Pferd, wusste niemand.
Und doch ist Johannes Schmitz irgendjemandem noch immer unvergessen, denn das Holzkreuz wurde vor wenigen Jahren erst wieder sorgfältig restauriert. Es steht auf Niederbachemer Gemarkung. Im Remagener Stadtarchiv wird also darüber nichts zu finden sein.
Vorbei ging es an der Drei-Wege-Eiche, und schon war man nach kaum zehn Kilometern wieder zurück in Bandorf, wo Kaffee und Kuchen im „Caféchen“ warteten.
