Bandorfer Fraueninitiative
Räuberlager im Jubiläumsjahr
Remagen. Das Wetter am 27. und 28. August meinte es fast zu gut, denn die Sonne schien unermüdlich auf die Wiese von Naturleben oberhalb des Sportplatzes in Bandorf, wo das erste Mal der Räubertag mit einem Zeltlager kombiniert wurde. Im Jubiläumsjahr der Bandorfer Fraueninitiative sollte alles etwas anders sein und die Frauen planten ein Räuberlager für Kinder und ihre Eltern mit zelten, Lagerfeuer, räubern im Wald und auf der Wiese und weiteren Programmpunkten. Die alte Obstwiese mit Lagerfeuerplatz und Hütte am Rande des Waldes und in der Nähe des Baches bot dafür den absolut passenden Rahmen.
Ab Samstags Mittag wurden 14 Zelte von den teilnehmenden großen und kleinen Räubern aufgebaut. Es hatten sich über 26 Kinder mit ihren Eltern angemeldet, wovon über 30 Personen über Nacht geblieben sind. Die zusätzlich auf der Wiese aufgebauten Pavillons waren nicht nur ein dankbarer Schutz gegen die gnadenlos scheinende Sonne sondern beherbergten auch das Räuberkiosk, wo es nicht nur kalte Getränke, Kuchen, Bretzel und herrliche Süßigkeiten gab, sondern auch die themenbezogenen Buttons erworben werden konnten. Auch der Lagerfeuerkaffee wurde hier angeboten. Alles in allem ergab sich ein wunderbar buntes Bild aus Zelten, Pavillons, Kindern, Eltern und Helfern auf der Wiese.
Abwechslungsreiche Programmpunkte
Der erste Programmpunkt war die Kräuterwanderung mit Umweltpädagogin Sibylle Drenker-Seredszus und eine große Gruppe aus Kindern und Eltern zog los um Feld- und Wiesenkräuter kennenzulernen und zu sammeln für die später zuzubereitende Lagerfeuersuppe. Die Ausbeute wurde dann nach der Rückkehr zur Wiese sortiert, bestimmt, gesäubert und kleinegeschnitten. Während die Eltern im Schatten der Pavillons kühle Getränke und Kuchen genossen, räuberten die Kinder im angrenzenden Wald und Bachgelände und kehrten erst auf die Wiese zurück als laute Rufe den Zauberer ankündigten. Der zwölfjährige Connor Schlüter aus dem Kölner Süden verzauberte mit allerlei Zauberkunststücken die kleinen und großen Zuschauer. Sein Repertoire aus Hin- und Herzaubern diverser Gegenstände und magischer Fesselstricks wurde durch sein beeindruckendes Entertainment-Talent noch getoppt. Während der Zaubervorstellung köchelte schon die Lagerfeuersuppe, die dann noch mit den gesammelten Kräutern verfeinert wurde. So konnten nach gelungener Vorstellung die hungrigen Räuber mit Suppe, Stockbrot, Würstchen und Schnibbelchen ein zünftiges Abendessen genießen. Die Runde am Lagerfeuer wurde ergänzt durch Lieder aus der allseits bekannten Mundorgel. Den Kindern wurde die Zeit nie lang, dazu gab es immer wieder neue Dinge zu entdecken oder das Spielen im Wald war aufregend und abenteuerlich. Im Zuge der Dämmerung brachen die kleinen und großen Räuber dann zu einer Nachtwanderung auf, bei der Entdeckergeist und wohliges Schaudern mitwanderten. Erst spät verkrümmelten sich die Kinder in Begleitung der Eltern in die Zelte und in Folge der ganztägigen Aktivitäten kehrte sehr schnell Ruhe in das Räuberlager ein. Nur einige Nimmermüde saßen noch eine ganze Weile gemütlich am Lagerfeuer bevor sie dann auch in den Zelten verschwanden. Nach einer ruhigen Nacht ohne große Aufregungen wurde schon früh am nächsten Morgen der erste Lagerfeuerkaffee gekocht. Nach und nach krabbelten alle aus den Zelten und freuten sich über frische Brötchen, Kaffee, Marmelade, Honig, Müsli und alles Mögliche, was man noch für ein Räuberfrühstück benötigt. Die Stimmung am Lagerfeuer war gemütlich und gut und die Kinder waren auch schon wieder im Wald und am Bach unterwegs.
Dort waren sie bis zum Schluss als Sonntags Mittag dann alle Zelte wieder abgebaut waren und viele Helfer ein zügiges Aufräumen ermöglichten. Ein besonderer Dank geht noch an den TUS Oberwinter, der den Teilnehmern die Nutzung der Toiletten am Sportplatz ermöglichte. Insgesamt hat das Räuberlager allen sehr gut gefallen und alle betonten, dass im nächsten Jahr natürlich wieder ein solcher Räubertag stattfinden muss. Die Fraueninitiative wird sich das zu Herzen nehmen!
Zauberer Connor verzaubert die kleinen Räuber. Foto: privat
