Deutscher Wetterdienst ehrt Wetterbeobachter in Rodder
Raimund Nelles beobachtet seit 25 Jahren das Wetter
Rodder. Raimund Nelles (64) erfasst und notiert seit 1996 als ehrenamtlicher Wetterbeobachter im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das Wetter in Rodder.
Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat dem ehrenamtlichen Beobachter als Dank für sein 25-jähriges ehrenamtliches Engagement nun die Wetterdienstplakette verliehen.
Die Auszeichnung wurde Raimund Nelles am 20. Mai 2021 an seinem Wohnort von Herrn Henrick Frölich der Leiter der Regionalen Messnetzgruppe des DWD in Offenbach - feierlich überreicht. Henrick Frölich überbrachte Raimund Nelles den Dank des Präsidenten des DWD und würdigte die außerordentliche Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft des Geehrten.
Raimund Nelles hat 25 Jahre lang die Station betreut und täglich den Niederschlag gemessen und bis Ende 2011 das Wetter in Rodder gewissenhaft beobachtet und notiert. Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben. Er hat damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung geleistet. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, denn die Auswirkungen des Wetters und Klimas betreffen jeden von uns.“ Für den nationalen Wetterdienst seien Bürger wie Raimund Nelles unverzichtbar, die mit Spaß am Wetter, Liebe zur Natur, einer guten Beobachtungsgabe und einem hohen Verantwortungsbewusstsein jahrzehntelang gewissenhaft das Wetter in ihrer Region überwachen.
Etwa 1 800 ehrenamtliche Wetterbeobachter in Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst betreibt in ganz Deutschland ein flächendeckendes Mess- und Beobachtungsnetz mit knapp 2 000 Messstellen.
Dazu gehören rund 180 hauptamtliche Wetterwarten und Wetterstationen, davon 5 rund um die Uhr und 1 zeitweise mit Personal besetzte Wetterwarten. Etwa 1 800 weitere Messstellen des DWD werden ehrenamtlich von engagierten Bürgerinnen und Bürger - häufig seit Jahrzehnten - betreut. Im Winter melden sie Informationen zu Schneeverhältnissen vor Ort nach Offenbach in die Zentrale des DWD. Die vor Ort gemessenen Daten und die Beobachtungen werden vom nationalen Wetterdienst dann zum Beispiel für die Wettervorhersage oder Gutachten bei Wetterschäden genutzt. Sie helfen aber auch, den Klimawandel in Deutschland genau zu erfassen und deren Folgen besser einschätzen zu können.
Zu den Voraussetzungen für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Tätigkeit gehören nicht nur Einsatzbereitschaft und die erforderliche Zeit, sondern auch ein geeignetes Grundstück, auf dem die Messgeräte des DWD gemäß internationalen Vereinbarungen und in ausreichendem Abstand zu Gebäuden und Bewuchs aufgestellt werden können. Kosten entstehen ehrenamtlichen Beobachtern weder durch den Aufbau noch durch den Betrieb der Station.
